Allgemeine Berichte | 02.10.2017

Henry Moore begeistert den Stadtrat Remagen

Sitzung an besonderem Ort

Änderung der Friedhofssatzung vorgenommen

Werke des Künstlers zogen die Besucher in ihren Bann. AB

Remagen. Die Remagener Stadtratssitzungen finden seit geraumer Zeit abwechselnd an unterschiedlichen Ortsteilen in der Gesamtstadt statt, um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, an diesen Teil zu nehmen. Zum zehnjährigen Bestehen des Arp-Museums hatte Bürgermeister Herbert Georgi aber einen besonderen Platz der letzten Sitzung ausgesucht, das Arp-Museum. Als wichtigsten Punkt verabschiedeten die Kommunalpolitiker im Richard-Meyer-Bau unter dem großflächigen Bild des Bildhauers Henry Moore, im Festsaal des Bahnhof Rolandsecks aufgenommen – die Änderung der Friedhofssatzung. Danach können Remagener Bürger ab nächsten Jahres Urnenbestattungen auch unter Bäumen auf den stadteigenen Friedhöfen durchführen, und müssen nicht mehr in weit ab gelegenen Friedwälder ausweichen. Die SPD-Vorsitzende Christine Wießmann hatte diese Vorschläge in den Rat eingebracht und bedankte sich nach der einstimmigen Verabschiedung durch den Rat bei der Verwaltung, für die zügige Umsetzung. Einen Vortrag der besonderen Art bescherte Dr. Oliver Kornhoff der Ratssitzung nach deren Beschlussfassungen.

Der Direktor des Arp-Museums erläuterte den Ratsmitgliedern nicht nur, zu welch internationaler Bedeutung das Museum über dem Bahnhof Rolandseck sich in den vergangenen zehn Jahren entwickelt hat, er führte sie auch durch die Räumlichkeiten, die noch bis nächsten Jahres einen einmaligen Einblick in das Leben und Schaffen des weltbekannten Künstlers Henry Moore widerspiegeln. Wohl einmalig ist die Ausstellung mit den Werken aus aller Welt, die in dieser Form auch in keinem anderen Museum als im Patronatshaus von Hans Arp und Sophie Täuber-Arp gezeigt werden kann. Mehrere Tonnen schwere Skulpturen, die im Licht durchfluteten Saal einen ganz besonderen Reiz entfachen, das ist nur der genialen Bauweise des Architekten Richard Meier zu verdanken. „Henry Moore – Vision. Creation. Obsession“, der Stolz auf das Wirken des Zusammenspiels der 46 ausgestellten Werke, das nicht nur Kunstkenner begeistern muss, sprach aus den Worten von Kornhoff – offener Applaus von den Ratsmitgliedern.

„Das ganz Kleine oder das ganz Große übt eine zusätzliche Wirkung aus“, diesen Worten von Henry Moore kann der Betrachter sich nicht entziehen. Egal ob bereits vor dem Eingang im Museum die „Draped Reclining Figure“ sich in ihrem makellosen Weiß in eindrucksvollem Kontrast zur Wiese und das Monumentale des Werks sich in der Außergewöhnlichkeit der Rheinlandschaft liegend, harmonisch einbringt: Faszination ist Pflicht. Besonders auch bei der von ganz besonderer formgebenden Schwerkraft zeugenden Plastik „Three Piece Sculpture“ auf der Terrasse vor dem Waldesrand, die die Zuschauer in ihren Bann zieht, und man einfach verweilen möchte. Sollte es vor mehr als zehn Jahren, als es im Stadtrat um die Entscheidung ging Museum Ja oder Nein unterschiedliche Meinungen zum Meier-Bau gegeben haben, dieses ist nach dem Besuch der Moore-Ausstellung, sicher nicht mehr der Fall. AB

Werke des Künstlers zogen die Besucher in ihren Bann. Foto: AB

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