Allgemeine Berichte | 17.02.2016, 12:39 Uhr

15. Diakonische Konferenz

Solidarität hilft

Treffen bot Gelegenheit zum Informations- und Erfahrungsaustausch in der Flüchtlingsarbeit

Die Referenten der Diakonischen Konferenz.
15

Swisttal. Fünf Referenten standen bei der diesjährigen Diakonischen Konferenz Rede und Antwort zu Fragen um Fluchtursachen, Rechtsstatus, Wohnen, Arbeitsmarkt und Integration von Kindern. Über 120 Gäste hatten Gelegenheit, konkrete Problematiken zu klären, die sie aus ihrer haupt- und ehrenamtlichen Arbeit mit Flüchtlingen mitgebracht haben. Traditionell startete die Diakonische Konferenz zu der die evangelischen Kirchengemeinden Rheinbach, Swisttal und Meckenheim sowie das Diakonische Werk Bonn und Region geladen hatten mit der Begrüßung durch die gastgebende Kirchengemeinde. In diesem Jahr wurde die repräsentiert durch Pfarrerin Claudia Müller-Bück. Es folgten die Grußworte der Swisttaler Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner und des Sozialdezernenten des Rhein-Sieg-Kreises Hermann Allroggen. Alle drei stellten die Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement in den Vordergrund. Herrmann Allroggen plädierte außerdem dafür, sich von den Flüchtlings-Zahlen nicht verschrecken zu lassen und diese in Relation zu betrachten. Nach dieser Einstimmung stellten die fünf Referenten des Tages kurz sich selbst und ihr jeweiliges Thema vor: Landeskirchenrat Pfarrer Rafael Nikodemus, Ursachen und Status quo; Rechtsanwalt Jens Dieckmann, Rechtsstatus der Flüchtlinge; Synodalbeauftragter für Flüchtlinge Jürgen Hein, Wohnen; Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg Manfred Kusserow, Integration im Arbeitsmarkt; Axel Fuhs, Lehrer an der Georg-von-Boeselager-Schule in Heimerzheim, Integration der Kinder. Die Gäste der Konferenz hatten dann die Gelegenheit, sich in Gruppen mit den genannten Themen zu beschäftigen. Der Tenor aus den Runden war einheitlich: Die Gespräche waren intensiv und emotional und der Input der Referenten, so unterschiedlich sie waren, eine Bereicherung für die tägliche Arbeit. Einig waren sich Gäste und Referenten darin, dass es wichtig ist, Haltung zu zeigen und dass auch Kirche, die unabhängig von Wahlperioden ist, ihre Stimme erheben muss. Superintendent Mathias Mölleken appellierte in seinem Schlusswort: „Solidarität braucht gute Erfahrungen und Bestätigung.“ Wichtig sei es deshalb, gut Geschichten zu erzählen, ohne dabei Probleme zu verkennen oder kleinzureden.

Pressemitteilung Diakonie Bonn

Über 120 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil.privat

Über 120 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil.Fotos: privat

Die Referenten der Diakonischen Konferenz.

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