Allgemeine Berichte | 05.02.2018

„Sombreros säit me überall - bei us im Thürer Karneval“

„Sombreros säit me überall - bei us im Thürer Karneval“

Als „Supergirls“ machten die Tanzmäuse eine tolle Figur.FRE

Thür. Zahlreiche fantasievoll kostümierte Närrinnen und Narren erlebten am vergangenen Samstag in der Thürer Mehrzweckhalle eine Damensitzung, die an humorvollen und feurigen Vorträgen und Darbietungen nichts zu wünschen übrig ließ.

Unter dem Motto: „Sombreros säit me überall - bei us im Thürer Karneval“ hatte der Karnevals- und Theaterverein Thür ein etwa fünf Stunden währendes Programm der Extraklasse auf die Beine gestellt. Bereits beim Einmarsch des Sitzungspräsidenten Dominik Mittler, des Elferrates, der Möhnen und der Gardegirls herrschte in der bis auf den letzten Platz besetzten Narhalla eine Stimmung, die man sich nicht besser hätte wünschen können. Zunächst jedoch begrüßte Sitzungspräsident Dominik Mittler unter den zahlreichen Närrinnen und Narren insbesondere die Ehrenpräsidenten Friedel Arndt und Jockel Fuchs, das amtierende Prinzenpaar Prinz Jockel I. vom närrischen Rat und seine Lieblichkeit Prinzessin Sandra I. vom Kaiserplatz sowie den „Sheriff“ von Thür, Ortsbürgermeister Rainer Hilger.

Während die Tanzmäuse sich zunächst als tolle „Supergirls erwiesen und mit ihrer unter der Leitung von Trainerin Ilona Krings dargebotenen Tanzshow die Herzen der Zuschauer im Sturm eroberten, begab der Ex-Sitzungspräsident Andi Weiler sich in die Bütt und gab eine mit viel Humor gespickte Anleitung zum Kampfsaufen.

Sodann waltete der 1. Vorsitzende der KG Thür, Sascha Ebke seines Amtes und zeichnete zunächst Johannes Schneider für dessen Verdienste, beziehungsweise 40 Jahre währende Mitgliedschaft in der KG Thür mit einer entsprechenden Anstecknadel aus.

Mottogerechtes Bühnenbild begeisterte die Gäste

Großen Applaus gab es auch für die Thürer Künstlerin Steffi Pung, die ein beeindruckendes, zum Motto der Sitzung passendes Bühnenbild geschaffen hatte. Während Sascha Ebke beiden den Sitzungsorden verlieh, überreichte er Johannes Schneider eine Flasche Wein und für Steffi Pung gab es Blumen. Die aus Norddeutschland stammende Künstlerin wies jedoch darauf hin, dass es sich bei dem Bühnenbild um ein Gemeinschaftsprojekt handele. Sie habe kurz nachdem sie den Auftrag für das Bühnenbild erhielt, spontan eine Malschule gegründet und gemeinsam mit ihren Schülerinnen Lena Berresheim, Imke Born, Natalie und Anna Pauls, Marita Ellerich, Elvira Schorn, Claudia Pauken und Luzie Pung das riesige Bühnenbild gemalt.

Kölsche Hits und Büttenreden mit Rakete gefeiert

Die erste Rakete des Abends galt den „Bad-Hair-Boys“ (Jonathan Schneider, Max Hagen und Johannes Heuft), die mit einigen kölschen Hits die herrlich geschmückte Narhalla rockten. Als Zugabe intonierten sie gemeinsam mit dem amtierenden Prinzenpaar samt Hofstaat und Kaiserplatzgarde das Prinzenlied „Unser Stammbaum“ (Originalversion von den Bläck Fööss).

Eine mehr als verdiente zweite Rakete gab es dann für „Die ahl Tösch“, alias Andrea Nett. Während sie zunächst die männlichen Jecken im Saal aufforderte: „Männer, ihr könnt ruhig klatschen. Nehmt nur die Händ´ us de Täsch, dann tut´s nicht mehr so weh!“. Sodann lieferte das karnevalistische und vor allem schauspielerische Multitalent ein Pointen-Feuerwerk allererster Güte! Dabei verschonte sie weder die Ehrengäste, noch den Sitzungspräsidenten mit ihren treffsicheren und zwerchfellerschütternden Kommentaren. Die Kunst ihrer Spitzendarbietung bestand jedoch darin, dass sie niemanden mit ihren Worten verletzte. Ein weiteres Highlight war der Auftritt des Mendiger Dreigestirns: Prinz Nico I. von den 11 singenden Husaren, Bauer Luki - Husarenkanonier von de Wasserschöpp und Jungfrau Marvin - Elferrätin von der Hobelbank mit seinem sympathischen Hofstaat. Während Prinz Nico I. beim Anstimmen der beiden Prinzenlieder zum x-ten Mal in dieser Session mit seiner ausdrucksstarken Stimme punktete, animierte sein Hofstaat die Jecken im Saal gekonnt zum Mitsingen.

Vor der Pause beeindruckten die Gardegirls mit einer hinreißenden Choreographie, die sie unter der Leitung ihrer Trainerin und Geschäftsführerin der KG Thür, Verena Köhn einstudiert hatten.

Nach der Pause ging es schwungvoll weiter

Nach der „Halbzeit“ gab Dorothee Sesterhenn (Mutter des Sitzungspräsidenten) sich als „Miss Marple von Thür“ die Ehre und erntete für ihre mit trockenem Humor gewürzten Witze brausenden Applaus.

Temperamentvoll ging es bei den Hot Bunnys zu, die ihren fantasievollen Tanz dem Thema „Bollywood“ widmeten. Eine hervorragende Visitenkarte auch für die Trainerinnen Daniela Stanic und Svenja Monschau. Die als Omas verkleideten Möhnen zeigten mit ihrem Tanz zu Michael Jacksons „Thriller“, dass sie der jüngeren Generationen in Sachen Fitness noch einiges vormachen können. Auch die „Mädche und Jungs vom Somp“ bewiesen mit ihrem „Zirkus“-Tanz Können und Klasse !

Wie jedes Jahr gaben auch diesmal Michael und Caroline Hamann aus Mendig sich die Ehre und hatten mit ihren köstlichen Anekdoten aus ihrem Eheleben wieder einmal alle Lacher auf ihrer Seite.

Bevor sich alle Akteure noch einmal zum Finale auf der Bühne versammelten, brachte das als Mexikaner auftretende Herrenballett Thür das Stimmungsbarometer im Saal auf tropische Temperaturen. Getreu dem Motto: „Sombrero´s säit me üverall - bei us im Thürer Karneval“ tanzten sie sich in Herzen der Jecken und mussten diese nicht lange bitten, mitzutanzen. Karneval in Rio muss so ähnlich sein! FRE

Das Mendiger Dreigestirn zeichnete Sitzungspräsident Dominik Mittler und Geschäftsführerin Verena Köhn mit dem Prinzenorden aus

Das Mendiger Dreigestirn zeichnete Sitzungspräsident Dominik Mittler und Geschäftsführerin Verena Köhn mit dem Prinzenorden aus

„Die ahl Tösch“, alias Andrea Nett begeisterte wieder einmal mit einem einmalig-originellen Vortrag

„Die ahl Tösch“, alias Andrea Nett begeisterte wieder einmal mit einem einmalig-originellen Vortrag

Als „Supergirls“ machten die Tanzmäuse eine tolle Figur.Fotos: FRE

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