Traditionsreiches Krebbelschesfest in Bendorf
Sommer – Sonne – Reibekuchen
Das große Fest zu Ehren der Kartoffel
Bendorf. Ein traumhafter Sommer geht langsam zu Ende und damit auch die Zeit der großen Straßenfeste in Bendorf. Zu diesen Großereignissen gehört unbestritten ebenso das sogenannte „Krebbelschesfest“, bei diesem Familienfest sind am letzten Wochenende von den fleißigen Helfern der Kirmes und Karnevalsgesellschaft (KuK) wieder über zweitausend Kilogramm der beliebten Nutzpflanze Kartoffel zu einer Unmenge von Reibekuchen verarbeitet worden zur Sättigung der abertausend Besucher dieser weit über die Stadt hinaus bekannten Festivität. Der Verein mit seinen vielen Mitgliedern um den Präsidenten Christoph Hahn ist dafür bekannt, große Veranstaltungen professionell zu organisieren und durchzuführen. Auch in diesem Jahr meisterte die KuK mit einem engagierten und zielstrebigen Team erneut die enorme logistische Herausforderung eines solchen Großevents, unterstützt von Sponsoren und vielen Helfern aus anderen Ortsvereinen.
Bereits am Freitagabend zur Eröffnung mit dem obligatorischen Fassanstich konnte der Yzeurer Platz vor der Stadthalle die Menschenmassen kaum fassen. Vor den Ausgabestellen der begehrten Reibekuchen bildeten sich bereits lange Schlangen, die Köchinnen und Köche an den Pfannen arbeiteten auf Hochtouren, kamen aber der enormen Nachfrage nach den Krebbelchen kaum hinterher. Nach einer kleinen Rede des Vereinsvorsitzenden Jörg Kroop nahm der Erste Beigeordnete der Stadt Bendorf Bernhard Wiemer in Vertretung des verhinderten Bürgermeisters Kessler den Fassanstich vor. Mit seinem Humor zeigte Wiemer, dass er für diese ‚Amtshandlung‘ als Bürgermeistersersatz der Richtige war: „Ich habe mich bislang nur mit dem Inhalt von Fässern beschäftigt, aber noch nie mit deren Hülle“ scherzte er. Das Einschlagen des Zapfhahns ging ihm dann aber leicht von der Hand, bereits mit dem ersten Schlag gelang ihm der Anstich des Bierfasses und damit die offizielle Eröffnung des Festes, was ihm Jubel und den Beifall des zahlreichen Publikums einbrachte. In seiner Eröffnungsrede betonte Wiemer, dass dieses Fest einen weiteren Höhepunkt im Bendorfer Vereinsgeschehen darstellt und dankte allen Helfern und Unterstützern für ihr uneingeschränktes Engagement, ohne das ein solches Event nicht veranstaltet werden könne. Am Schluss wünschte er den Besuchern drei unterhaltsame und unbeschwerte Tage auf dem Bendorfer Krebbelschesfest.
Anschließend sorgten die vier Musiker der Band SAM – Sound and Music – mit einem bunten Potpourri aus deutschen und internationalen Schlagern für beste musikalische Unterhaltung und Stimmung bis spät in die Nacht. An allen Tagen gab es auch für die kleinen Festgäste allerlei Kurzweil in einer Spielbude oder auf der Hüpfburg, dazu konnten sich die ‚Pänz‘ mit Slush-Eis oder Popcorn eindecken.
Am Samstagabend hielt sich der Publikumsverkehr auf der Festmeile wohl wegen den stark gesunkenen Temperaturen etwas in Grenzen, trotzdem zauberten die „Lahntal-Musikanten“ eine locker-fröhliche Feierstimmung auf den Platz vor der Stadthalle, die den einen oder anderen Besucher zu einem wärmenden Tanz animierte. Dagegen herrschte am Sonntag bei besseren äußere Bedingungen schon kurz nach dem Öffnen der Stände ein ständiger Run auf die schmackhaften Kartoffelpuffer, um die Mittagszeit präsentierten die Veranstalter noch ein zusätzliches Schmankerl mit herzhaftem „Debbekooche“ frisch aus dem Ofen. Der Musikzug Bendorf eröffnete traditionell musikalisch den Frühschoppen, abgelöst vom Alleinunterhalter Alois Müller, weltweit bekannt als „Der Sayner“ und am Nachmittag brachten die „Nothbachtaler Musikanten“ zünftige Oktoberfeststimmung nach Bendorf. Ebenfalls schon traditionell leiteten sie mit bayrischer Polka- und Partymusik den Festausklang ein, der sich dann allerdings noch bis zum Abend hinzog.
Am Ende des Tages konnten Veranstalter und Gäste auf drei erfolgreiche und friedliche Festtage zurückblicken. Ein Besucher bracht es auf den Punkt: „Die Bendorfer verstehen es zu feiern.“
Erster Beigeordneter Bernhard Wiemer zapft den frischen Anstich.
Partystimmung mit SAM ‚Sound and Music‘