Erster Rheinbacher Benefizlauf war ein voller Erfolg
Sommerfest zog so viele Gäste wie nie zuvor an
Rheinbach. So viele Gäste gab es noch nie beim Sommerfest des Kinderheimes Dr. Dawo, und so sportliche schon gar nicht. Beim ersten Benefizlauf zugunsten des Kinderheimes starteten unter dem Motto „Mit Laufen Gutes tun“ mehr als 200 ambitionierte Läufer aller Altersstufen. Der erste Startschuss erfolgte mit dem 1.000-Meter-Schülerlauf für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren. Höhepunkt war jedoch der 10,5-Kilometer-Hauptlauf, an dem sich auch einige regionale Topläufer beteiligten. Das Startgeld floss komplett als Spende an das Kinderheim. Dank der Unterstützung von 16 Sponsoren wurde im Vorfeld auf 20 Großplakaten auf den ersten Rheinbacher Benefizlauf hingewiesen. Kinderheim-Geschäftsführer Oliver Stölben dankte in seiner kurzen Ansprache den Sponsoren für ihre Unterstützung und freute sich über die gelungene Premiere der sportlichen Wohltätigkeitsveranstaltung, die im nächsten Jahr in Form eines City-Laufes wiederholt werden soll. Mit einem Start-Ziel-Sieg zeigte Ulrich Trautmann der Konkurrenz die Hacken und siegte in 38:26 Minuten. Damit lag der 33-jährige Bonner immerhin 27 Sekunden vor Thomas Gilbert (DJK Ochtendung). Dritter wurde Lokalmatador Sebastian Müller aus Rheinbach in 39:08 Minuten. Noch etwas deutlicher fiel der Gesamtsieg bei den Frauen aus, hier gewann Katrin Benecke (KSK Köln) in 51:05 Minuten vor Karin Gensch und Linda Hönigl aus Rheinbach.
Die 160 Mitarbeiter hatten sich derweil große Mühe gegeben, den derzeit 70 dort untergebrachten, körperlich und geistig mehrfach behinderten Kindern und jungen Erwachsenen sowie ihren zahlreichen Besuchern ein gemütliches Sommerfest zu bieten. Zum Erfolg hatten auch hier zahlreiche Sponsoren beigetragen. „Jeder Euro wird dringend benötigt für wichtige Projekte im Kinderheim“, unterstrich Stölben den unersetzlichen Wert von privaten Spenden für das Fortbestehen des Kinderheims, dessen laufende Kosten vom Landschaftsverband Rheinland getragen werden. In den vergangenen Jahren habe man mit den zahlreich eingegangenen Spenden beispielsweise ein Snoezelraum mit Wasser- und Lichteffekten, eine Musik- und eine Hundetherapie geschaffen.
Mit Hüpfburg, Kinderschminken und Waffelessen war nicht nur für die Kinder eine Menge geboten. Musikalisch sorgten „Uwe und die Kinder“ für Stimmung mit ihren bekannten Kinderliedern zum Mitmachen. Auch der Heimbewohner Markus versuchte sich erfolgreich als Schlagersänger. Die Fangruppe „Rollsplitt“ begeisterte die Besucher mit ihrem Potpourri aus dem Musical „Starlight-Express“ und selbst genähten, sehenswerten Kostümen.
Gegründet wurde das Kinderheim von dem Ehepaar Dr. Alfons und Adelheid Dawo, die schon 1952 den Bedarf für eine Heimstätte für mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche erkannten. Ursprünglich war das Heim auf verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche ausgerichtet. Doch mit der Zeit veränderten sich die Anforderungen und so fördert, betreut und pflegt das Kinderheim nun schon seit über 30 Jahren behinderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Die etwa 160 Mitarbeiter decken die Betreuung der 70 Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen rund um die Uhr ab. Das Leben der Kinder findet in den jeweiligen Wohngruppen statt, die ein hohes Maß an Autonomie und Verantwortlichkeit besitzen. Jede Wohngruppe wird von einer Gruppenleiterin geführt, die verschiedene Aufgaben hat.
Das Kinderschminken, das vom Team von Friseur Haarscharf by André betreut wurde, war ein Anziehungspunkt beim Sommerfest.
