Allgemeine Berichte | 11.03.2015

Naturschutz Rheinbach-Voreifel e.V.

Sorge um Vereinszukunft

Der neue Vorstand, von links: Michael Schütt, Hans Troullier (Vorsitzender), Ruth Pomp und Klaus Törber (2. Vorsitzender). privat

Rheinbach. Lebhaft diskutierten fast 50 Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung des Naturschutzvereins Rheinbach Voreifel (NRV) die Zukunft ihres Vereins.

Naturschutz beginnt vor der Haustür - von dieser Aufgabe fühlen sich viele Vereinsmitglieder weiter kompromisslos angesprochen. Doch trotz der erfolgreichen Arbeit im Natur- und Artenschutz und seiner ausgewogenen Kassenlage klagt der Verein über akuten Nachwuchsmangel. „Den jungen Leuten fehlt es gar nicht an ökologischem Verantwortungsgefühl. Heutzutage scheint einfach die Zeit für Bachpatenschaften oder Pflanzaktionen mit dem Ziel der Erhaltung bedrohter Arten zu knapp zu sein.“, so der scheidende stellvertretende Vorsitzende Dr. Eckehard Ehrenberg.

Die Meinungen darüber, ob und in welcher Form sich der NRV zur Fortsetzung seiner naturschützerischen Arbeit zukünftig enger an die NABU-Kreisgruppe Bonn anschließen sollte, gingen bei den Mitgliedern weit auseinander. Auf dem Spiel steht die Unabhängigkeit des Rheinbacher Vereins, dessen Tradition für viele untrennbar mit den „Vogelfreunden“ unter dem damaligen Vorsitzenden Klaus-Alfred Schwarzlose verbunden ist. Nahezu Einigkeit bestand am Ende darüber, dass Vorsitzender Hans Troullier in den nächsten Monaten mit dem NABU Bonn über neue Organisations- und Koordinationsformen intensiv verhandeln wird.

Bei den vielfältigen Tätigkeiten des Vereins im vergangenen Jahr standen wieder die regelmäßigen Pflegemaßnahmen am Regenrückhaltebecken und verschiedenen örtlichen Biotopen und Streuobstwiesen (unter anderem Flerzheim, Merzbach, Straßfelder Maare, Dünstekovener Wildkrautacker) auf dem Programm sowie die natur- und vogelkundlichen Wanderungen und Vorträge. Daneben wurde das Krötenschutzprogramm sowie die Betreuung der zahlreichen Nistkästen weiter geführt. Das größte Projekt in 2014 war jedoch der Ausbau des Artenschutzturms in Ludendorf: Die vom RWE dem Verein übereignete nicht mehr genutzte Trafostation erhielt mit Unterstützung von Holzbau Grommes und Malermeister Boyaala ein neues Dach sowie einen neuen Anstrich, wobei der Verein nur die Materialkosten tragen musste. In Kooperation mit den „Neuen Pfaden“ und der Freiwilligen Feuerwehr soll in 2015 nun der Innenausbau mit Nistmöglichkeiten für Schleiereulen, Mauersegler und Fledermäuse erfolgen. Ein Insektenhotel und eine Streuobstwiese sollen das Projekt abrunden.

Bei den folgenden Vorstandswahlen wurde Hans Troullier, seit vier Jahren Vorsitzender der Naturfreunde, in seinem Amt bestätigt. Zum zweiten Vorsitzenden wurde Klaus Törber gewählt. Er löst Dr. Eckehard Ehrenberg ab, der nicht mehr kandidierte. Kassenwart bleibt weiter Michael Schütt, Schriftführerin Ruth Pomp.

Der neue Vorstand, von links: Michael Schütt, Hans Troullier (Vorsitzender), Ruth Pomp und Klaus Törber (2. Vorsitzender). Foto: privat

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