Ortsverband Dierdorf-Anhausen feierte sieben Jahrzehnte Bestehen im evangelischen Gemeindehaus Dierdorf
Sozialverband VdK, heute so gefragt wie vor 70 Jahren
Dierdorf. Wer seinen 70. Geburtstag feiert, lässt es normalerweise im Leben etwas ruhiger angehen. Nicht so der VdK-Ortsverband Dierdorf-Anhausen, der am Wochenende das 70-jährige Bestehen des Sozialverbands in den beiden Gemeinden feierte. 1949 trafen sich in beiden Orten Menschen und waren der Überzeugung, dass ein Sozialverband für die Kriegsopfer und Hinterbliebenen dringend erforderlich sei. Seitdem hat sich der Verband zu einer starken Gemeinschaft entwickelt, die in vielen Notlagen des heutigen Lebens berät und unterstützt. Hans Werner Kaiser, Vorsitzender des Kreisverbands Neuwied, sagte in seiner Festrede im evangelischen Gemeindehaus in Dierdorf: „Die Geschichte des VdK auf Länder- wie auf Bundesebene ist zugleich ein Stück Geschichte des sozialen Rechtsstaats der Bundesrepublik Deutschland.“ Die Mitgliederzahlen im Kreis Neuwied entwickelten sich rasant: von 150 bei der Gründung - der Kreisverband entstand 1947 - innerhalb von zehn Jahren auf 4.900 Mitglieder. Heute sind es knapp 7.000.
Die Entwicklung im Ortsverband in der jüngeren Vergangenheit fasste Vorsitzender Friedrich Weber zusammen. 2009 erfolgte der Zusammenschluss der Ortsvereine Dierdorf und Anhausen mit dem neuen Namen Sozialverband VdK Dierdorf-Anhausen, der damals 240 Mitglieder zählte. Die erste Vorsitzende war Marianne Schwarz, die aber im Sommer 2010 aus persönlichen Gründen ihr Amt zur Verfügung stellte. Friedrich Weber wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Die weiteren Mitglieder des Vorstands waren seinerzeit: Manfred Ehrenstein (Schriftführer und Kassenverwalter), Jochen Schumacher, Marita Klose, Berthold Schmidt, Herbert Klubertz (alle Beisitzer), Gerhard Rothe und Karl-Heinz Knappe (Revisoren).
Bei den Vorstandswahlen 2017 wurde Friedrich Weber erneut zum Vorsitzenden gewählt. Neben ihm gehören dem Vorstand an: Jochen Schumacher, Angelika Reiner, Manfred Ehrenstein, Gaby Lohrmann-Höbel, Herbert Klubertz, Wilfried Hofmann, Karl-Heinz Knappe und Wolfgang Landmann. Eine Reihe von Veranstaltungen bietet der Ortsverband im Jahresverlauf an: Neujahrsempfang, Mitgliederversammlung bzw. Ortsverbandstag, Mehrtagesreise, Grillfest, Tagesfahrt im September, Kaffeenachmittag in Anhausen im Oktober.
Friedrich Weber resümierte: „Wir waren in den Jahren sehr reisefreudig. Die Reiseziele der Mehrtagesreisen der letzten Jahre waren Belgien und Holland, Allgäu, Wangerland, Böhmerwald und Linz, Schwarzwald/Elsaß und der Spreewald.“ Aktuell hat der Ortsverband Dierdorf-Anhausen 383 Mitglieder, das älteste ist 98 Jahre alt.
Zur Jubiläumsfeier waren als Ehrengäste Verbandsbürgermeister Horst Rasbach gekommen sowie für die Stadt Dierdorf Stadtbürgermeister Thomas Vis und aus Anhausen Ortsbürgermeisterin Heidelore Momm. Sie, wie auch Pfarrer Patrique Koelmann, lobten den VdK für seine wertvolle Arbeit und boten ihre Unterstützung an. Im Rahmen der Feier wurden Mitglieder für zehn- und zwanzigjährige Zugehörigkeit zum Ortsverband geehrt: Klaus Schmitt (10 Jahre), Horst Dreidoppel-Kochhan (20 Jahre, der ehemalige Vorsitzende des Ortsvereins Anhausen wurde gleichzeitig zum Ehrenmitglied ernannt), Christa-Ingeborg Schnell, Udo Stein, Heidrun und Bruno Krätz, Gertrud Blum. Weiteren, bei der Veranstaltung nicht anwesenden langjährigen Mitgliedern, werden ihre Urkunden persönlich überbracht.
Kreisverbandsvorsitzender Hans Werner Kaiser hielt die Festansprache bei der Jubiläumsfeier des Ortsverbands Dierdorf-Anhausen. Er skizzierte die schwierige Situation in Deutschland in den Aufbaujahren nach dem Zweiten Weltkrieg.
Einen gemütlichen Nachmittag verbrachten die Gäste der Jubiläumsfeier im evangelischen Gemeindehaus von Dierdorf. Zuletzt gab es noch ein leckeres Abendessen.
