Gesprächskreis Ahrwein
Spätburgunder ist nicht gleich Spätburgunder
Matthias Porten referiert am 16. August in der Dagernove Weinmanufaktur
Dernau. Matthias Porten vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Mosel (DLR) referiert am Dienstag, 16. August um 19 Uhr beim Gesprächskreis Ahrwein in der Eventhalle der Dagernova Weinmanufaktur in Dernau. Der Spätburgunder neigt wie kaum eine andere Rebsorte, zu Mutationen. Bei einer Mutation verändert sich das genetische Inventar der Rebsorte. Eine Mutation kann die ganze Rebsorte verändern mit der Folge, dass eine neue Rebsorte entsteht (zum Beispiel aus Spätburgunder wurde Grauburgunder) oder, wenn weniger einschneidend, zu einer neuen Klone führt. Klonen (griech. Zweig) sind wiederum „Spielarten“ innerhalb der Muttersorte (hier: Spätburgunder), die sich in Aussehen, im Geschmack, in der Ausreifung und in der Anfälligkeit gegen Rebenerkrankungen unterscheiden.
Die moderne Rebenzüchtung hat sich zum Ziel gesetzt die positiven Eigenschaften bestimmter Klone zu vermehren. Als Ergebnis gibt es mehrere Linien innerhalb des Spätburgunders wie zum Beispiel kleinbeerige, kompakte, lockerbeerige und mischbeerige Trauben. Mit der Frage, welche Klone den Anforderungen des Terroirs der Ahr (Boden, Klima etc.) besonders gerecht werden und welche mit Blick in die Zukunft geeignet erscheinen, wird sich der Gesprächskreis Ahrwein beschäftigen. Hierzu konnte mit Matthias Porten von der DLR ein exzellenter Experte auf dem Gebiet der Rebenzüchtung gewonnen werden.
Der zweite Teil des Abends ist dem Thema „Ahrwein aktuell“ gewidmet. Astrid Rickert, Kellermeisterin der Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr und Thomas Monreal, Vorstand der Dagernova Weinmanufaktur werden über das aktuelle Geschehen in Weinberg und Keller informieren. Die Einladung richtet sich an alle interessierten Winzer, Kunden und Gäste. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen beim Ahrwein e.V., Hauptstraße 80, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Tel. (0 26 41) 91 71 0 oder unter E-Mail: info@ahrwein.de.
