Ausflug der CDU-Seniorenunion des Gemeindeverbandes Mendig
Spannende Führung durch die Sayner Hütte
Mendig. Mit Stöhnen wurde bei etwa 40 Grad von 41 CDU-Seniorinnen und -senioren die Fahrt mit privaten PKWs in Fahrgemeinschaft nach Bendorf-Sayn angetreten, wobei die gefühlte Temperatur noch heißer war. Nach halbstündiger Anreise wurden die leicht erhitzten Körper beim Eintreffen mit eiskaltem Sprudelwasser erfrischt, und die Stimmung wechselte im ebenso gut gekühlten Empfangsgebäude sofort in fröhlich. Von zwei sehr netten Damen wurden Begrüßungsworte gesprochen, und die Führung begann in zwei Gruppen. Im ersten Programmteil erhielten die Gruppen umfassende technische Erklärungen über die Umwandlung von Erzgestein in Eisen im Hochofen der ursprünglichen Art und die spätere Weiterentwicklungsweise dieser Technik.
Wechselvolle Geschichte
Spannend und unterhaltsam fanden alle Gäste die Erklärungen geschichtlicher Art über den Gründer, Kurfürst Clemens Wenzelslaus von Trier, der die exponierte Lage für die Eisengewinnung 1769 erkannt hatte. Die Hüttenverwalter Ziller und andere waren bis 1777 von ihm als verantwortliche Leiter eingesetzt worden.
Danach war es Hütteninspektor Bergrat Schöffler, der die Geschicke der Hütte bis in das Jahr 1854 leitete. In diesem Zeitraum wurden hier in erster Linie Öfen, Denkmäler, Gitter, Zierbrunnen, Medaillons und andere Objekte angefertigt, ab 1820 allerdings auch Geschütze.
Schon 1803 war die Hütte in den herzoglich-nassauischen Besitz übergegangen. Am 1. Juli 1815 gingen die Eigentumsrechte an den preußischen Staat.
1867 kaufte Friedrich Krupp das gesamte Anwesen, und zwischen 1907 und 1909 wurde von ihm das Werk stillgelegt – weiterhin aber als Erholungsheim für Angestellte der Fa. Krupp genutzt. Somit können die Epochen in etwa in kurtrierische, preußische und Krupp’sche Zeit eingeteilt werden.
Kaffee und Kuchen im Schloss
Es folgten weitere Informationen über die Architektur der Bauten und Einzelheiten über die Rettung der Hütte als Denkmal, die Nutzung der umliegenden Gebäude, deren ursprüngliche Nutzung sowie den besonderen Reiz der Umgebung durch das Sayner Schloss, den Schmetterlingspark und die zahllosen Spazierwege.
Nach einer Frage- und Antwort-Diskussion sprach Lothar Tentler, Organisator der eindrucksvollen Tour, den beiden Damen ein besonderes Dankeschön aus. Im zweiten Tagesziel, dem Sayner Schloss, warteten zur Abrundung dieser herrlichen Exkursion leckerer Kaffee und Kuchen auf die Besucher.
Pressemitteilung CDU-
Seniorenunion des
Gemeindeverbandes Mendig
