Wesentliche Verbesserung der Nahversorgungssituation in der Gemeinde Swisttal
Spatenstich in Heimerzheim
22 Wohnungen entstehen in einem Mehrfamilienhaus
Heimerzheim. Als eine wesentliche Verbesserung der Nahversorgungssituation in der Gemeinde Swisttal sieht Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner (CDU) die geplante Erweiterung des Nahversorgungszentrums am nördlichen Ortsrand von Heimerzheim. Gegenüber dem Rewe- und dem Netto-Markt führte sie jetzt gemeinsam mit Swisttaler Kommunalpolitikern aller Ratsfraktionen sowie dem Investor Rudi Nettekoven von der Projektentwicklungsgesellschaft FN Projekt GmbH (Bornheim) sowie Prokurist Yannick Haske vom Generalunternehmer Haske Bau GmbH & Co. KG (Oelde) den offiziellen Spatenstich durch, obwohl die Tiefbauarbeiten bereits in vollem Gange sind.
Pachtverträge auf 15 Jahre abgeschlossen
Nach dem Nutzungskonzept des Projektentwicklers sind dort eine Reihe von Umzügen und Neuansiedlungen sowohl auf der neuen Fläche wie auch auf dem bereits vorhandenen Gelände auf der anderen Straßenseite des „Metternicher Weges“ geplant. So soll der bestehende Rewe-Supermarkt mit seinen derzeit 1300 Quadratmetern Verkaufsfläche auf bis zu 1800 Quadratmeter vergrößert werden, indem die 500 Quadratmeter große Verkaufsfläche des benachbarten KiK-Bekleidungsfachmarktes als Rewe-Getränkemarkt umgenutzt wird. KiK zieht seinerseits in einen Neubau auf der gegenüberliegenden Straßenseite um und erweitert dort seine Verkaufsfläche auf 600 Quadratmeter. Das Gleiche gilt für den Netto-Discounter, der sich auf der anderen Straßenseite von bisher 800 auf 1050 Quadratmeter vergrößern will. Von der Dützhofer Straße dorthin umziehen möchte auch der Aldi-Discounter und zugleich seine Verkaufsfläche von bisher 800 auf dann 1200 Quadratmeter erweitern. Neu hinzu kommt ein dm-Drogeriemarkt mit bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche. Die Pachtverträge mit Aldi, Netto, dm und KiK seien bereits unter Dach und Fach und mit einer Laufzeit von 15 Jahren abgeschlossen, so Nettekoven.
Am jetzigen Netto-Standort soll sich künftig auf jeden Fall ein Non-Food-Discounter ansiedeln, der laut Kalkbrenner schon sein Interesse für den Standort signalisiert habe. Doch damit nicht genug, soll in direkter Nachbarschaft des neuen Netto-Marktes in der Straße „Im Kammerfeld“ ein zweieinhalbgeschossiges Mehrfamilienhaus entstehen, in dem 22 seniorengerechte und barrierefreie Wohnungen vermietet werden. Die Nachfrage sei schon jetzt enorm, obwohl die Wohnungen frühestens im kommenden Jahr fertig seien, berichtete Nettekoven.
Schon im Septembersoll die Eröffnung sein
Schon im September sollen allerdings die ersten Einkäufe in den neuen Märkten getätigt werden können, wenn alles nach Plan läuft. Um einen reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten zu gewährleisten, habe das Bauunternehmen nämlich schon im Sommer alle notwendigen Baumaterialien gekauft und in diversen Lagerhallen in der Region zwischengelagert.
„Die Preisentwicklung bei den Baumaterialen ist ein Problem, die Preise haben sich in den vergangenen anderthalb Jahren mehr als verdoppelt“, so Haske. Und auch die Löhne für die Handwerker seien extrem gestiegen, ergänzt Nettekoven.
Dennoch soll hier schon in einem dreiviertel Jahr ein moderner Nahversorgungsstandort entstehen, der nicht nur die Kaufkraft der heimischen Bevölkerung in der Gemeinde Swisttal halten, sondern auch den Status von Heimerzheim als Swisttaler Zentrum der Nahversorgung und der Schulen stärken soll. Hier könnten künftig alle Geschäfte des täglichen Bedarfs an einem Ort erledigt werden, was die Kunden heutzutage sehr zu schätzen wüssten, erläuterte Nettekoven. Zumal es dort künftig auch Ladestationen für Elektro-Autos und E-Bikes geben soll. Zumindest auf dem Dach des Aldi-Marktes soll auch eine Fotovoltaikanlage installiert werden, bei den anderen Gebäuden sei er diesbezüglich noch in Gesprächen mit den künftigen Mietern.
Zuversichtlich über die künftige Entwicklung des Sondergebietes zeigten sich jedenfalls die Ratsmitglieder Gertrud Klein (CDU), Tobias Leuning (SPD), Stephan Faber (Grüne), Peter Langes (BfS) und Monika Wolf-Umhauer (FDP) ebenso wie der neue Heimerzheimer Ortsvorsteher Hermann Menth. Wobei das enorme Engagement seines kürzlich verstorbenen Vorgängers Hermann Leuning noch einmal ausdrücklich gewürdigt wurde. JOST
Offizieller Spatenstich für die geplante Erweiterung des Nahversorgungszentrums am nördlichen Ortsrand von Heimerzheim mit (von links) den Kommunalpolitikern Gertrud Klein, Stephan Faber, Peter Langes, Tobias Leuning, Hermann Menth, Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner, Investor Rudi Nettekoven, Bauunternehmer Yannick Haske, Kommunalpolitikerin Monika Wolf-Umhauer und Stadtplanerin Melina Dülberg von der Gemeindeverwaltung. Foto: JOST
