Rotary Club Adenau-Nürburgring
Spende für Familienplanungskampagne
Projekt in Nigeria soll Gesundheitssystem stärken
Adenau. Auch der Rotary Club Adenau-Nürburgring unterstützt mit einer Spende von 1.000 Euro das internationale Projekt zur landesweiten Familienplanungskampagne in Nigeria. Dieses Projekt wurde von einer Vielzahl von Rotary Clubs und Rotary Distrikten aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Nigeria initiiert und ins Leben gerufen.
Ziel der Kampagne ist es, in enger Zusammenarbeit mit dem nigerianischen Bundesgesundheitsministerium und den insgesamt 37 Landesgesundheitsministerien, das Gesundheitssystem in Nigeria zu stärken. Dies erfolgt durch Trainings, Aufklärung in Gemeinden und Schaffung eines verbesserten Zugangs zu professionellen Familienplanungsdienstleistungen, auch in bisher vernachlässigten entlegenen Gebieten Nigerias.
Familienplanung als Maßnahme gegen Klimaerwärmung
Dies vor dem Hintergrund, dass die wachsende Weltbevölkerung die Menschheit nicht nur vor Herausforderungen im Bereich Ernährung und Gesundheit stellt, sondern auch in Fragen zu Energie, Klima und Umwelt. Die Weltbevölkerung wächst besonders rasant in Afrika. Viele Frauen und Männer können aufgrund fehlender oder mangelhafter Familienplanungsdienste immer noch nicht selbstbestimmt handeln. Laut UN-Schätzungen haben weltweit rund 214 Millionen Frauen keinen adäquaten Zugang zu Verhütungsmitteln. Daraus resultieren weltweit 89 Millionen ungewollte Schwangerschaften im Jahr.
Daher gilt die Familienplanung auch als eine der zehn wichtigsten Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimaerwärmung. Die Förderung von selbstbestimmter Familienplanung kann einen kosteneffizienten Beitrag zum Erreichen der globalen Klimaziele leisten. Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) – Dr. Gerd Müller – hat am 4. Juni als Gastredner bei der Rotary Convention in Hamburg die „Landesweite Familienplanungskampagne in Nigeria“ von Rotary als Leuchtturmprojekt hervorgehoben und deren wichtigen Beitrag für den Marshallplan mit Afrika unterstrichen. Ferner gab er eine Co-Finanzierung dieses Projekts durch das BMZ mit bis zu 1,5 Millionen Euro bekannt.
