Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten

Spiegel: „Ermutigendes ‚Feuerwehr-Projekt‘ zur Rettung des Mosel-Apollofalters“

Mit der „Aktion Grün“ fördert das rheinland-pfälzische Umweltministerium mit fast 160.000 Euro Maßnahmen an der Untermosel zum Erhalt der weltweit einzigartigen Schmetterlingsart

05.03.2021 - 13:31

Region. „Waren es 2015 noch knapp 2.000 Falter, ist der Bestand des Mosel-Apollos im vergangenen Sommer auf nur noch rund 100 Exemplare dramatisch gesunken. Durch den zunehmenden Verlust geeigneter Lebensräume und nicht zuletzt durch den immer weiter voranschreitenden Klimawandel droht jetzt der endgültige Verlust dieser faszinierenden Schmetterlingsart. Mit ihrer vorbildlichen gemeinsamen Initiative haben die Landkreise Cochem-Zell und Mayen-Koblenz ein umfassendes Rettungsprojekt gestartet, um das Aussterben dieser äußerst seltenen Spezies zu verhindern und eine Trendwende einzuleiten“, sagt Staatsministerin Anne Spiegel zur finanziellen Förderung des Projektes durch das rheinland-pfälzische Umweltministerium.


Insgesamt erhalten die beiden Landkreise in diesem und im kommenden Jahr 157.640 Euro für Maßnahmen, die sie von Cochem bis Winningen entlang der Untermosel gemeinsam mit den Verbands- und Ortsgemeinden sowie mit Winzerbetrieben umsetzen wollen. Hierzu zählen unter anderem Freistellungsmaßnahmen auf rund vier Hektar, Erfassungen der Kernvorkommen und gegebenenfalls die Nachzucht von Faltern, um die bestehenden Vorkommen zu stützen. Auch sollen speziell auf Schmetterlinge abgestimmte Blühmischungen ausgesät werden, damit das Nahrungsangebot für die Falter verbessert wird. Weiterhin ist eine punktgenaue Erfassung der aktuellen und ehemaligen Vorkommen vorgesehen, um die verbliebenden Vorkommen genau abgrenzen zu können. Hinzu kommt eine Analyse von Ausweichlebensräumen zur Ermittlung möglicher neuer Biotope. Schließlich soll gemeinsam mit lokalen Akteurinnen und Akteuren sowie Winzerinnen und Winzern die Schmetterlingsart bekannter gemacht und deren Schutz durch die gesamte Region unterstützt werden. „Das Projekt zur Rettung des Mosel-Apollofalters ist ein ermutigendes Beispiel im Kampf gegen das Artensterben. Der Schutz der heimischen Tier- und Pflanzenwelt kann aber nur erfolgreich sein, wenn es gelingt, den Klimawandel zu stoppen. Naturschutz ist ohne Klimaschutz nicht möglich – und umgekehrt. Nur wenn wir das Klima schützen, sichern wir langfristig auch unsere Artenvielfalt“, betont Spiegel abschließend.


Hintergrund


Der Bereich des unteren Moseltals in den Kreisen Cochem-Zell und Mayen-Koblenz ist das einzige Verbreitungsgebiet des Mosel-Apollofalters weltweit. Das aktuelle Verbreitungsgebiet erstreckte sich auf den Bereich zwischen Bremm/Calmond und den Hängen bei Winningen. Aufgrund der wenigen Vorkommen und des geringen Verbreitungsgebietes wurde er in der „Roten Liste der Schmetterlinge von Rheinland-Pfalz“ als vom Aussterben bedrohte Art eingestuft. Der Mosel-Apollofalter gehört zu den streng geschützten Arten nach § 7 des Bundesnaturschutzgesetzes.

Pressemitteilung des

Ministeriums für Umwelt,

Energie, Ernährung und Forsten

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Kommentare
juergen mueller:
Ja, nicht nur in bekannten Problemvierteln sondern auch in Rübenach lodert es. Wer, was sich von einer solchen Aktion was verspricht (oder nicht), wird es wohl selbst nicht wissen. Man kann nur spekulieren, wen und was denjenigen zu einem solchen Vorgehen antreibt. Registriert man, was sich an Jugend...
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