Allgemeine Berichte | 08.07.2024

Remagener Freizeitbad und DLRG-Ortsgruppen Remagen feierten ausgelassen das 50-jährige Jubiläum

Spiel, Spaß, Sport, Musik und kulinarische Köstlichkeiten zum Jubiläum

Jede Menge Betrieb im und um die Becken. Fotos: AB

Remagen. Zu einem tollen Fest, das drei Tage gefeiert wurde, wurde das 50-jährige Jubiläum des Remagener Freizeitbades und der DLRG-Ortsgruppe Remagen. Am Freitagabend war der offizielle Festkommers der DLRG-Ortsgruppe Remagen angesagt.

Neben Grußworten von Bürgermeister Björn Ingendahl, Kreisbeigeordnetem Friedhelm Münch, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Michael Zimmermann, der Präsidentin des Sportbunds Rheinland Monika Sauer und dem Vizepräsidenten des DLRG-Landesverbandes Rheinland-Pfalz Christoph Reh wurden fünf langjährige und verdiente Mitglieder besonders geehrt. Volker Pütz wurde mit dem Verdienstabzeichen der DLRG in Gold ausgezeichnet. Kevin Wassong, Timo Wassong, Regina Wassong und Christina Dung wurden mit dem Verdienstabzeichen in Silber geehrt. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden die Gründungsmitglieder Egon Reufel und Bernhard Bitzen geehrt und für 40-jährige Mitgliedschaft Jürgen Muth und Norbert Muth. Im anschließenden geselligen Kreis wurden die Ehrungen der absoluten Aktivposten in der DLRG gefeiert.

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der Musik, zu der natürlich auch ausgiebig getanzt wurde. Fans der schwedischen Popband ABBA kamen da voll auf ihre Kosten. Die Tributeband „Abbamaniac“ sorgte mit Songs wie „Waterloo“ oder „Mama Mia“ für Hochstimmung. DLRG-Vorsitzender Kevin Wassong zeigte sich noch am Sonntag beim Familienfest restlos begeistert. Mit knapp 600 Gästen sei das Konzert so gut wie ausverkauft gewesen und die Stimmung einfach nur bestens. Vor der Bühne hätten Alt und Jung zu den allseits bekannten Songs gemeinsam getanzt und gesungen. Das dreistündige Konzert sei super angekommen und auch die kulinarische Versorgung sei zu moderaten Preisen bestens angekommen. Der Jubiläumssonntag stand dann ganz im Zeichen der Familien. Ohne Eintritt konnten alle das Familienfest im Remagener Schwimmbad genießen. Ein Getränkepavillon sorgte für kühle Genüsse, bei der DLRG gab es leckerste Sahnetorten und am Kiosk gab es wie gewohnt kulinarische Genüsse, bei denen die goldgelben Kartoffelstäbchen natürlich nicht fehlten. Im Festzelt gab es ebenfalls kühle Getränke. Ob Wasser oder Sekt, ob Bowle oder Cocktails, für jeden Geschmack war etwas dabei. Und wer sich sportlich oder spielerisch amüsieren wollte, für den boten die Lebensretter eine ganze Reihe von Mitmachaktionen.

Einen angenehm kurz gehaltenen Festakt gab es gegen Mittag im Festzelt. Bürgermeister Björn Ingendahl begrüßte hier zahlreiche Gäste. Sein besonderer Gruß galt den Landtagsabgeordneten Susanne Müller und Alexander Fuhr, Landrätin Cornelia Weigand, der fast kompletten Riege der Remagener Ortsvorsteher und ihrer Stellvertreter, einer großen Anzahl von Stadtratsmitgliedern, ehemalige und neu gewählte, Fritz Langenhorst vom Landessportbund, der mitfeiernden Ortsgruppe der DLRG Remagen und natürlich dem Schwimmbadpersonal um Badleiter Michael Dillenberger.

„Ohne die Hilfe von der DLRG hätten wir dieses Fest nicht auf die Beine stellen können“, galt der Dank des Stadtchefs der DLRG und auch dem Badpersonal. In einem Blick zurück erinnerte der Bürgermeister an den damaligen Stadtchef Hans Peter Kürten, der zur Einweihung des Remagener Freizeitbades vor 50 Jahren mit Anzug und Krawatte vom Dreimeterbrett ins Wasser gesprungen sei. Dies wolle er sich aber sparen. Er habe ja auch keine Krawatte an. Der ein oder andere im Festzelt war schon auf dem Sprung eine solche zu besorgen, doch zum Sprung des Stadtchefs ins kühle Nass kam es trotzdem nicht. Ingendahl erinnerte an die Badöffnung am 24. August 1974. Nach fünf Jahren der Planung und des Bauens sei es soweit gewesen. Fünf Millionen Mark habe das Bad mit 50-Meter-Bahn, Winterumkleide und Wärmehalle damals gekostet. Im Jahr 1983 kam die 87 Meter lange Riesenrutsche als weiterer Publikumsmagnet dazu. Investiert wurde auch in den energetischen Bereich mit einem Blockheizkraftwerk ein Jahr später. Im Jahr 2012 erhielt das Bad eine Absorberanlage auf dem Schwimmbaddach, die Sonnenlicht in Wärme umwandelt. Im Jahr 1975 habe das Bad 137 500 Gäste gehabt, im Jahr darauf schon 140 000. „Durch die Verkürzung der Saison ausschließlich in den warmen Monaten auf 92 Öffnungstage sind es im Schnitt täglich 800 Besucher, die das Bad beehren, 74.000 waren es im vergangenen Jahr“, so Ingendahl, der natürlich auch die Sanierungskosten des Bades für die nächsten 50 Jahre ansprach.

„Wenn wir das Bad für den Preis sanieren könnten, den das Bad vor 50 Jahren gekostet hat, könnten wir wirklich jubeln“, betonte Ingendahl. Laut Kostenschätzung lägen die Sanierungskosten bei 18 Millionen Euro. Sechs Millionen Euro gebe der Bund aus einem Fördertopf hinzu. Der Rest liege bei der Stadt Remagen.

Große Bedeutung des Remagener Freizeitbades

Landrätin Cornelia Weigand hob die große Bedeutung des Remagener Freizeitbades hervor, das von 800 Menschen pro Öffnungstag besucht werde. Das Bad sei eines der schönsten zwischen Bonn und Koblenz.Wie wichtig das Bad nicht nur für Freizeitgäste ist, bekräftigte Landrätin Cornelia Weigand, indem sie auf den wichtigen Bildungsauftrag des Schwimmunterrichts hinwies und eine Forsa-Umfrage der DLRG zitierte, in der Erschreckendes festgestellt wurde: Demnach können 20 Prozent der sechs bis zehnjährigen Kinder nicht schwimmen. Weigand betonte, dass Schwimmen zu können auch überleben zu können bedeute. „Das wissen wir im Ahrtal sehr genau“, erinnerte Weigand an die Flutkatastrophe vom Juli 2021. 2000 bis 3000 Kinder hätten seit der Ahrflut im Remagener Freizeitbad Schwimmen gelernt. Wichtig sei es auch, dass die Kinder das Erlernte in ihrer Freizeit im Remagener Schwimmbad vertiefen können. Den DLRG-Mitgliedern dankte die Landrätin von Herzen zu ihre herausragenden Ehrenamt.

Badleiter Michael Dillenberger, der das Bad nun schon seit 15 Jahren leitet, verlieh seiner Freude darüber Ausdruck, dass das Bad inzwischen wieder zu seinen täglichen Öffnungszeiten zurückkehren konnte. Mit dem Badleiter sorgt ein achtköpfiges Schwimmbadteam für einen reibungslosen Ablauf im Remagener Freizeitbad. Hinzu kommen noch zwei saisonale Kräfte und saisonale Kräfte von der Fachhochschule an der Schwimmbadkasse. AB

Bürgermeister Björn Ingendahl und Landrätin Cornelia Weigand.

Bürgermeister Björn Ingendahl und Landrätin Cornelia Weigand.

Spiel, Spaß, Sport, Musik und kulinarische Köstlichkeiten zum Jubiläum

Jede Menge Betrieb im und um die Becken. Fotos: AB

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