Das Projekt „Schatzsucher“ findet regen Anklang und soll zukünftig weiter ausgebaut werden
Spiel und Spaß für Groß und Klein
Cochem-Brauheck. Im September 2016 startete das Projekt Schatzsucher der evangelischen Kirchengemeinde in Cochem-Brauheck unter der Leitung von Arnd Stolpmann. Als tatkräftige Unterstützung steht ihm Mandy Schmidt an der Seite. Seit dem Sommer des letzten Jahres fährt das Spielmobil den Spielplatz in der Graf-Zeppelin-Straße dreimal pro Woche an und verwandelt diesen in ein Spieleparadies. Sehr häufig wird das Spielmobil schon unter dem Jubelgeschrei der Kinder in Empfang genommen und mit Begeisterung und einem Strahlen im Gesicht der Kinder beginnen für sie immer wieder zwei aufregende Stunden. Das Angebot erfreut Groß und Klein. Das Projekt „Schatzsucher“ trägt zudem dazu bei, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft oder Nationen die Chance erhalten, miteinander ins Gespräch und in Kontakt zu kommen. Auf dem Spielplatz gelten keine Grenzen kultureller Hindernisse, da Kinder diese emotionalen Barrieren nicht kennen.
Die Planungsphase
Die Aktion „Schatzsucher“ war ein langjähriger Traum vieler haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiter der evangelischen Kirchengemeinde Cochem. „Wir wollen uns gerne in einem Stadtteil von Cochem engagieren, in dem die Freizeitmöglichkeiten für Kinder doch sehr rar und begrenzt zur Verfügung stehen. Wir möchten allen Kindern, die in der näheren Region leben, eine Alternative bieten, in ihrer Freizeit ihr Leben in einer Gemeinschaft zu erleben. Unser Spielmobil soll jedem eine bessere Chance ermöglichen, in Gemeinschaft groß zu werden“, erklärt Pfarrer Steffen Tiemann. Das Projekt „Schatzsucher“ wurde möglich, als die Stiftung „Herzenssache“ des SWR eine großzügige Förderung bereitstellte, durch die das Spielmobil samt Ausstattung angeschafft werden konnte. Durch diese Förderung konnte zudem eine Halbtagsstelle geschaffen werden, die zur Durchführung des Projektes notwendig war. Mittlerweile sind aus unterschiedlichen Quellen weitere Fördermittel eingegangen. Was besonders sehr erfreulich ist: Diese Mittel sind vor allen Dingen von ortsansässigen Firmen eingegangen.
Das Freizeitangebot hat sich herumgesprochen und etabliert
Nicht nur die Familien aus Cochem-Brauheck wissen um das Angebot, es kommen mittlerweile auch aus umliegenden Gemeinden wie Dohr, Faid und von der Mosel Familien zum Spielenachmittag und frequentieren es gerne. Projektleiter Arnd Stolpmann berichtet: „An manchen Freitagen haben wir teilweise weit über 30 Kinder auf dem Spielplatz, die sich austoben und gemeinsam mit ihren Eltern und Großeltern spielen.“ Weiter sagt er: „Die Eltern erzählen uns, dass sie erstaunt sind, auf welche Art sie mit ihren Kindern spielen können und dies ohne Stress und Streitigkeiten. Die Kinder sind ausgeglichener, sodass sich dieser Effekt sogar positiv bis in die häuslichen Abläufe beobachten lässt. Trotz des Trubels an manchen Nachmittagen fällt hier kein böses Wort. Der Heimweg kann angetreten werden und alle sind zufrieden und glücklich.“ Durch das Spielmobil können je nach Alter die verschiedensten Grenzen ausgetestet werden. Von Bobby-Car und Tretroller für die Kleinen bis hin zu Stelzen und Kletterseilen und vielem mehr für die Größeren. Es ist ein Angebot, was ein Miteinander fördert. Bei einer kürzlich durchgeführten Säuberungsaktion engagierten sich kleine und große Teilnehmende zugunsten der dort lebenden und beheimateten Familien, die diesen Spielplatz nutzen. „Der Spielplatz Brauheck war noch nie so gut und dauerhaft besucht, wie an diesen Tagen. Dieses Phänomen habe es in Brauheck, so noch nie gegeben“, ergänzt Kai Kockoth. „Mein Traum vom Spielmobil ist noch lange nicht ausgeträumt“, sagt Arnd Stolpmann. „Als nächstes wollen wir ein großes Fest zum einjährigen Geburtstag unseres Projektes mit allen Kindern und Eltern feiern.“ Das Fest soll ökumenisch ausgerichtet werden, da auch die katholische Kirchengemeinde auf vielfältige Weise dieses Projekt mit unterstützt. Auf mehreren örtlichen Festen war das Spielmobil mit seinem Angebot bereits präsent und hat die Kinder erfreut. Details rund um die geplanten Aktionen sollen an dieser Stelle noch nicht verraten werden.
