- Anzeige - Stabilität, Veränderungsbereitschaft und neue Impulse
St. Elisabeth Lahnstein entwickelt sich positiv
Lahnstein. Seit der Übernahme durch die BBT-Gruppe hat sich St. Elisabeth Lahnstein in kurzer Zeit positiv entwickelt. Das Haus, das zur BBT-Region Koblenz-Saffig gehört, konnte 2025 ein deutlich positives Jahresergebnis erzielen – ein Erfolg, der in der Krankenhauslandschaft derzeit keineswegs selbstverständlich ist. Grundlage dafür waren stabile Strukturen, erfahrene Mitarbeitende, neue Impulse und eine hohe Veränderungsbereitschaft im Team.
Im Interview spricht Sabine Saal, Kaufmännische Direktorin am St. Elisabeth Lahnstein, über die Faktoren hinter der positiven wirtschaftlichen Entwicklung, über neue fachliche und personelle Perspektiven, sowie über die nächsten baulichen und inhaltlichen Schritte am Standort.
Frau Saal, das St. Elisabeth Lahnstein ist noch nicht lange Teil der BBT-Gruppe. Dennoch ist es bereits gelungen, eine positive wirtschaftliche Entwicklung zu erreichen. Geben Sie uns einen Einblick: Wie wurde das möglich?
Ich glaube, uns ist in Lahnstein eine sehr gute Mischung gelungen. Auf der einen Seite konnten wir erfahrene Mitarbeitende und stabile Strukturen vom vorherigen Träger übernehmen. Auf der anderen Seite sind neue Menschen ins Unternehmen gekommen, die weitere Impulse eingebracht haben. Diese Kombination aus Kontinuität und neuen Ideen hat uns sehr geholfen.
Hinzu kommt eine große Veränderungsbereitschaft der Mitarbeitenden vor Ort. Wir konnten viele Prozesse weiterentwickeln, neue Ansätze einbringen und zusätzliche Kolleginnen und Kollegen für uns gewinnen. Ich würde sagen: Es ist diese Mischung aus Stabilität, Innovation und Veränderungsbereitschaft, die die Entwicklung in Lahnstein möglich gemacht hat.
Wirtschaftlich positiv ausgewirkt haben sich auch die Budgetverhandlungen, die wir für das Haus geführt und umgesetzt haben. In Lahnstein war über eine längere Zeit nicht verhandelt worden. Entsprechend niedrig und nicht kostendeckend waren die Tagessätze, die wir den Kostenträgern in Rechnung stellen konnten. Durch die ersten erfolgreichen Verhandlungsergebnisse konnten wir hier eine deutlich bessere Situation erreichen.
Ein weiterer wichtiger Schritt war die Gewinnung von Dr. Esther Jacobi als neue Chefärztin und Ärztliche Direktorin. Mit ihr sind noch einmal viele fachliche Impulse und gute Ideen in den Veränderungsprozess gekommen. Durch ihr Wirken ist es uns unter anderem gelungen, weitere Fachärztinnen und Fachärzte zu gewinnen – auch 2026 sind noch einmal zwei Mediziner hinzugekommen. Das ist sowohl für die Qualität der Versorgung sehr wertvoll, als auch für unser Ziel, am Standort weiter zu wachsen.
Nächste Schritte am Standort Lahnstein
Ein zentrales inhaltliches Thema ist für uns, die Situation in der Pflege weiter zu stabilisieren. Wir suchen weiterhin Pflegekräfte, die gerne in der Psychiatrie bei uns in Lahnstein tätig werden möchten. Die Situation ist heute schon deutlich besser als noch vor einem Jahr. Aber wir möchten weiter wachsen und zugleich die Arbeitssituation für unsere Mitarbeitenden verbessern.
Sehr erfreulich ist, dass wir in Lahnstein erstmals wieder eigene Auszubildende in der Gesundheits- und Krankenpflege beschäftigen. Das ist für uns ein wichtiges Signal und ein großer Schritt mit Blick auf die Zukunft des Standortes.
Parallel dazu beschäftigen uns mehrere große Bauprojekte. Wir möchten den Außenbereich für unsere geschützte Station baulich umsetzen, um die Situation für die dort untergebrachten Patientinnen und Patienten deutlich zu verbessern. Gerade für Menschen, die geschützt untergebracht sind, ist ein geeigneter Außenbereich ein wichtiger Beitrag zu einer besseren Versorgung und zu mehr Lebensqualität im stationären Alltag.
Darüber hinaus planen wir im dritten Obergeschoss eine neue Station für gerontopsychiatrische Patientinnen und Patienten. Dort sollen ältere Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen gezielt versorgt werden können. Außerdem bereiten wir die Erweiterung des Therapiezentrums im Untergeschoss vor. Geplant sind dort ambulante Heilmittelpraxen. Dieses Projekt steht aktuell kurz vor dem Bauantragsverfahren.
Wenn Sie einen Wunsch für St. Elisabeth Lahnstein hätten: Was würden Sie gerne in den nächsten Jahren verwirklicht sehen?
Mein Wunsch wäre, dass wir im Sommer 2028 den Außenbereich für die geschützte Station umgesetzt haben und unsere Patientinnen und Patienten dort von einer deutlich entspannteren Situation profitieren können.
Außerdem wünsche ich mir, dass wir die Gerontopsychiatrie bis dahin in Betrieb nehmen können – mit einer guten baulichen Lösung und einer starken personellen Aufstellung. Wenn uns das gelingt, wäre das für St. Elisabeth Lahnstein ein großer Entwicklungsschritt und ein wichtiger Beitrag zur Versorgung älterer Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen in der Region.
Was macht für Sie persönlich in Ihrer kaufmännischen Tätigkeit aus, entschieden für Menschen zu arbeiten?
Ich würde das gerne noch erweitern: Für mich geht es nicht nur darum, entschieden für Menschen zu arbeiten, sondern auch entschieden mit Menschen. Das ist für mich ganz wesentlich.
Gerade in schwierigen Situationen zeigt sich, ob eine Organisation oder ein Team gut funktioniert. Im Gesundheitswesen erleben wir solche Herausforderungen sehr häufig – durch enge Zeitpläne, neue gesetzliche Anforderungen oder durch Patientinnen und Patienten, die sich in besonders belastenden Lebenssituationen befinden.
In Lahnstein durfte ich sehr oft erleben, dass das Team gerade in solchen Momenten hervorragend zusammenarbeitet. Das beeindruckt mich. Diese Erfahrung, gemeinsam mit Menschen Lösungen zu finden und dadurch die Versorgung für andere Menschen zu verbessern, macht meine Tätigkeit für mich besonders wertvoll.“
Sabine Saal freut sich als kaufmännische Direktorin des St. Elisabeth Lahnstein besonders über die positive wirtschaftliche Entwicklung. Foto: Angela Nachtsheim
