Team informiert über das Begleiten von demenzkranken Patienten
St. Elisabeth Mayen sucht Ehrenamtliche
Mayen. Der Umgang mit dementen Patienten gehört für Krankenhäuser zu den großen Herausforderungen der Zukunft. Allein in Deutschland rechnen Experten bis 2050 mit einer Verdopplung der an Demenz erkrankten Patienten auf etwa vier Prozent der Gesamtbevölkerung – etwa drei Millionen. Diese Herausforderung nimmt auch das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, St. Elisabeth Mayen mit verschiedenen Maßnahmen an. So werden beispielsweise bereits bei der Aufnahme die besonderen Bedürfnisse von möglicherweise an Demenz Erkrankten berücksichtigt. Mit Hilfe eines Biografiebogens werden Gewohnheiten, Vorlieben und Konfliktauslöser des Demenzkranken erhoben, die dann in den Pflegealltag integriert. „Dadurch können die pflegerischen Maßnahmen individuell gestaltet und im besonderen Maße auf die krankheitsbedingte Pflegebedürftigkeit eingegangen werden“, erläutert Pflegedienstleitung Mechthild Annen. Nun soll das Programm ausgeweitet werden – wie, erläutert das Team bei einem Informationsabend am Mittwoch, 18. Mai, von 18:30 bis 20 Uhr in der Cafeteria des Mayener Krankenhauses. Oberärztin Dr. Jeni Alecu erläutert die Demenzerkrankung und die Gerontopsychiatrische Fachkraft Renate von Ritter stellt das Konzept „Ehrenamtliche Demenzbegleiter“ vor. Ziel ist es, dass sich diese um die betroffenen Patienten kümmern, ohne aber pflegerische Aufgaben zu übernehmen. Zum vielfältigen Aufgabenspektrum gehört vor allem die Beschäftigung dementer Patienten bei Unruhe, der Kontakt zu Angehörigen, die Begleitung zu Untersuchungen und nicht zuletzt die Anwesenheit bei den Mahlzeiten, um leichte Unterstützung leisten zu können.
Pressemitteilung Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, St. Elisabeth Mayen
