Allgemeine Berichte | 27.10.2022

Stadt Rheinbach sucht dringend mehr privaten Wohnraum zur Anmietung

Rheinbach.Die Anzahl von Menschen, die nach Deutschland flüchten, ist wieder enorm angestiegen, auch durch den seit Februar dieses Jahres andauernden Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Die Stadt Rheinbach erwartet deshalb Engpässe bei der Unterbringung geflüchteter Menschen.

Zurzeit leben in Rheinbach 376 geflüchtete Menschen (258 Herkunftsland Ukraine, 118 andere Herkunftsländer). 273 dieser geflüchteten Menschen sind in städtischen Unterkünften untergebracht (166 Herkunftsland Ukraine, 107 andere Herkunftsländer).

Als sogenannte „Hochwasserkommune“ war Rheinbach bis zum 30.09.2022 von der Zuweisung Geflüchteter ausgenommen. Seit Oktober greift auch für Rheinbach wieder die Zuweisung von Geflüchteten durch die Bezirksregierung Arnsberg mit einer aktuell zu erfüllenden Aufnahmequote von über 100 Personen, die voraussichtlich noch deutlich steigen wird.

Bereits jetzt ist absehbar, dass die Unterbringung entsprechend der Aufnahmequote in den vorhandenen städtischen Unterkünften nicht mehr vollständig möglich sein wird und sich das Defizit an Unterbringungsplätzen vermutlich weiter erhöhen wird.

Standen in der Flüchtlingswelle 2015 noch Unterbringungsmöglichkeiten durch Anmietung privater Wohnungen zur Verfügung, hat sich die Lage diesbezüglich aufgrund der Unwetterkatastrophe in 2021 und dem akuten Bedarf geflüchteter Menschen aus der Ukraine zu Beginn des Jahres erheblich verschlechtert. Dennoch hofft die Stadt Rheinbach in diesem Bereich auf weitere Unterstützung.

Privater Wohnraum wird verstärkt zur Anmietung gesucht

In der Ratssitzung am 24. Oktober 2022 wurde die Anmietung geeigneter Objekte und ggf. auch die dafür notwendigen Umbauarbeiten zur Unterbringung geflüchteter Menschen beschlossen.

Die Stadtverwaltung sucht dringend Gebäude oder Wohnungen, die sie für die Unterbringung von Flüchtlingen anmieten kann. „Bitte prüfen Sie wohlwollend, ob Sie freien bewohnbaren Wohnraum für die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge zur Verfügung stellen können“, appelliert Bürgermeister Ludger Banken.

Angebote für Mietobjekte können an die Stadt Rheinbach, Liegenschaften, Schweigelstraße 23, 53359 Rheinbach, Tel. 02226-917-323 oder per E-Mail an bauverwaltung@stadt-rheinbach.de gerichtet werden.

Erweiterung der Wohnanlage am Schornbuschweg

Darüber hinaus beschloss der Rheinbacher Stadtrat, die Wohnanlage am Schornbuschweg um ein viertes und fünftes zweigeschossiges Containergebäude zu erweitern. Die Lieferung und Errichtung des Erweiterungsbaus ist aufgrund der hohen Nachfrage und entsprechender Lieferzeiten nicht vor Frühjahr 2023 möglich.

Vorplanung von Notunterkünften

Für den Fall, dass die Unterbringungskapazitäten nicht ausreichen, um die zugewiesenen geflüchteten Menschen aufzunehmen und unterzubringen, muss auch über Notunterkünfte nachgedacht werden. Eine Entscheidung darüber, ob die Stadtverwaltung eine oder mehrere Notunterkünfte vorplanen soll, wurde auf die nächste Ratssitzung am 7. November 2022 verschoben.

Pressemitteilung Stadt Rheinbach

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