Familienfreundlicher Pilgerweg im Koblenzer Stadtteil Moselweiß
Stadtgeschichte und Glauben verbinden
Moselweiß. Es muss nicht immer der berühmte Jakobsweg sein, pilgern geht auch vor der Haustüre. Ein neues Angebot gibt es dazu nun im Koblenzer Stadtteil Moselweiß. Während eines 3,6 Kilometer langen Rundweges erfahren Interessierte anhand von Audio-Aufnahmen allerhand über den Schutzpatron St. Laurentius, die Historie des Stadtteils, hören Passagen aus der Bibel oder auch Impulse, die zum Nachdenken anregen.
Start und Ziel ist die Pfarrkirche St. Laurentius (Koblenzer Straße 16). Dort befindet sich, wie an den nachfolgenden zwölf Stationen, ein QR-Code, der mit dem Handy abgescannt wird. Über diesen Code gelangt man zu einer etwa fünfminütigen Audio-Datei, die sich mit dem jeweiligen Standort, einer Bibelstelle und einem religiösen Impuls befasst. Am Ende gibt es eine Wegbeschreibung zur nächsten Station, dazu zählen Kirmesplatz, der Bildstock des Heiligen Wendelinus und das ehemalige Kloster. Es handelt sich um Plätze, „an denen man öfter dran vorbeigeht, aber was dahintersteckt, weiß man meistens gar nicht – das bekommt man in unseren Audios erklärt“, berichtet Petra Gotthard vom Vorbereitungsteam. Das Team, dem neben Petra Gotthard noch Silke Schanz, Tobias Jacobs und Pastor Michael Frevel angehören, hat viel Liebe in diesen Pilgerweg gesteckt, unterstützt wurden sie von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, der Stadt Koblenz und dem Bistum Trier.
Seit vier Wochen stehen die Hinweistafeln mit den QR-Codes nun im Ort. „Ein junges Pärchen, das neu zugezogen ist, hat mir berichtet, dass sie viel über Moselweiß erfahren haben und ihnen gefielen die Impulse, die nah am Leben sind“, gibt Petra Gotthard eine Rückmeldung wieder. Des Weiteren hat sie von einer Frau erfahren, deren Mann schwererkrankt ist. Der Pilgerweg habe ihr Kraft und Zeit zum Beten gegeben.
Persönlich gefällt Tobias Jacobs die Station am Mehrgenerationenplatz am besten, denn dort wachse viel, was für den Ort Moselweiß charakteristisch sei. Petra Gotthard mag insbesondere die Station an der Grundschule. „Mein Uropa, mein Opa, mein Papa, meine Kinder und ich – wir sind alle dort zur Schule gegangen. Wir haben die Geschichte ein Stück miterlebt.“ Doch auch die letzte Audio-Datei in der Kirche findet sie sehr interessant, da dort unter anderem die Fensterbilder erläutert werden. Diese letzte Station ist auch die einzige, die an Öffnungszeiten gebunden ist; die anderen können zu jeder Zeit besucht werden.
Die Gruppe denkt schon laut über mögliche „Sonderaufnahmen“ zu Ostern oder anderen Feierlichkeiten im Ort nach. Fest geplant ist allerdings schon für die letzte Station in der Kirche ein Musikstück auf der Orgel, das die Audio-Datei ergänzen soll.
Geeignet sind der Weg und die Texte für alle Interessierten ab etwa zwölf Jahren. Für die familienfreundliche Rundtour sollten Pilgerinnen und Pilger etwa 2,5 Stunden Zeit einplanen. Um die QR-Codes abzuscannen und die Audio-Dateien hören zu können, ist ein Smartphone erforderlich, dass diese Funktionen unterstützt. Informationen gibt es per E-Mail an moselweißerpilgerweg@t-online.de oder telefonisch im Pfarrbüro unter Tel. (02 61) 4 21 79.
Pressemitteilung des
Bistums Trier
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