Wertvolle Stücke lockten zahlreiche Gäste ins Haus von der Leyen
Stadtmuseum zeigte neue Schätze
Andernach. Im Rahmen der Kulturnacht öffnete auch das Stadtmuseum seine Pforten zu nächtlicher Stunde. Anlässlich der langen Museumsnacht hatten Museumsleiter Dr. Kai Seebert und sein Team eine Sonderausstellung zusammengestellt: Unter dem Motto „Taufrisch! Neues aus dem Stadtmuseum“ wurden zahlreiche Objekte erstmalig gezeigt, die im Laufe der letzten zwölf Monate neu in die Sammlung gekommen waren.
Viele der Ausstellungsstücke stammten aus dem Nachlass der im Frühjahr verstorbenen Andernacherin Regina Pickel-Bossau (1948 - 2021).
Darunter befanden sich kunstvolle Bleiglasbilder aus der Werkstatt des Andernacher Glasermeisters Heinrich Weißenburg, gen. Meister Hein (1875 - 1969), dem Großvater Pickel-Bossaus. Durch die Vermittlung von Büroleiterin Barbara Vogt wurde dem Stadtmuseum auch die wertvolle Familienchronik der Weißenburgs als Dauerleihgabe überlassen. „Wir wussten aus einem alten Zeitungsartikel der 1950er-Jahre, dass es diese Chronik gab. Sie ist ein großer Schatz, enthält sie doch unzählige Dokumente zur Andernacher Geschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Den Nachfahren von Meister Hein gilt daher großer Dank“, so Seebert. Neben archäologischen Fundstücken und zahlreichen historischen Fotografien stellte auch eine lange verschollen geglaubte Bronzeplastik der gebürtigen Andernacher Künstlerin Lilli Wislicenus-Finzelberg (1872 - 1939) ein Highlight der Ausstellung dar.
Vor dem Stadtmuseum sorgten die „Andernacher Orgelsleute“ mit der Drehorgel für musikalische Untermalung. Rund 100 Gäste besuchten an dem Abend die Sonderausstellung im Stadtmuseum, das derzeit eigentlich wegen Umbauarbeiten geschlossen hat. Ab dem 10. Oktober öffnet das Museum mit der neuen Sonderausstellung „800 Jahre Mariendom zu Andernach am Rhein“ erneut seine Pforten.
Pressemitteilung Stadt Andernach
