Mit Geschichtsverein und Dekanat Nassauer Land auf Spuren jüdischen Lebens in Bad Ems unterwegs
Stadtspaziergang bewegt auf Schritt und Tritt
Bad Ems. Es waren nicht viele, aber sehr bewegende Stationen, die der Bad Emser Stadtarchivar und Historiker Dr. Hans-Jürgen Sarholz jetzt mit interessierten Gästen in Bad Ems ansteuerte: „Auf den Spuren jüdischen Lebens“ war der Spaziergang durch die Kurstadt überschrieben, zu dem der Bad Emser Geschichtsverein in Kooperation mit dem evangelischen Dekanat Nassauer Land eingeladen hatte.
„Das waren Bürger wie du und ich“, sagte Sarholz, als er die informative Tour im Bad Emser Stadtmuseum zusammen mit Dekanin Renate Weigel startete. Dort erinnerte eine Ausstellung unter anderem mit einem Fenster der ehemaligen Synagoge und einer Steuerliste aus dem 18. Jahrhundert an das Leben und die Schicksale jüdischer Bürger in Bad Ems. „Dann gibt es das, was einem immer wieder unter die Haut geht“, sagte der Historiker, bevor er aus einem Abschiedsbrief von Fanny Königsberger vorlas, die 1942 nach Theresienstadt deportiert wurde, anstatt wie aus dem Brief hervorgeht, ihrem Leben in Bad Ems selbst ein Ende zu setzen. „Sie war sich im Klaren, dass das eine Reise ohne Wiederkehr sein wird.“
Es folgte ein Gang durch die Römerstraße zur Max-Jacob-Kultur-Passage, wo sich einst das jüdische Altersheim befand, weiter zum Standort der Synagoge (Römerstraße 65), von der nur durch Zufall ein Foto erhalten ist. Der Gang erstreckte sich bis hinauf zur Römerstraße 18 und 12 zum Haus von Fanny Königsberger und dem ehemaligen Hotel „Stadt Wiesbaden“, das zu den israelitischen Traditionshäusern des 19. Jahrhunderts zählte und wo auch Jacques Offenbach immer wieder abstieg. Zudem passierten die Teilnehmer des Rundgangs Stolpersteine, die an in Bad Ems einst lebende Juden und deren Wohnhäuser erinnern.
Sarholz erläuterte große historische Bögen, wie beispielsweise schon seit dem 13. Jahrhundert in der Hoffnung auf wirtschaftlichen Aufschwung jüdische Geschäftsleute in die Region gelockt wurden. Interessant sei beim Lesen alter Akten aus der NS-Zeit wie der zur „Arisierung jüdischen Besitzes“, wie akkurat und „gewissenhaft“ das Grauenvolle vorbereitet und behördlich abgewickelt wurde. Er lenkte den Blick während des historischen Spazierganges aber auch aufs alltägliche Zusammenleben. So zeigte er ein Foto, auf dem die Familie Bernstein in der Römerstraße 64 mit ihren katholischen Mietern einträchtig unter dem Weihnachtsbaum zusammen saß und das christliche Fest feiert. „Das war hier ganz normaler Alltag“, beschrieb Sarholz das friedliche Miteinander ums Jahr 1930. Dem wurde mit den gewaltsamen Übergriffen ab dem 9. beziehungsweise in Bad Ems besonders dem 10. November 1938 ein jähes Ende bereitet. „Zum Zeitpunkt, als das Foto entstand, hätte sich das niemand vorstellen können.“
Wer einen Einblick ins jüdische Leben in Bad Ems gewinnen möchte, dem sei die Nummer 320 der Bad Emser Hefte empfohlen, die der Bad Emser Geschichtsverein im Stadtmuseum (Römerstraße 97) bereithält. Pressemitteilung
Dekanat Nassauer Land
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