Mega-Horror-Show versetzte Tausende Besucher in Angst und Schrecken und diese hatten auch noch Spaß dabei
Stadtwald wurde zum Schreckenswald
Koblenz. Halloween war wieder angesagt und nach zwei Jahren Pause wurde der Koblenzer Stadtwald zum „Haunted Forest“. Mehr als 3000 Menschen kamen in den inszenierten „Schreckenswald“, um sich zu gruseln, aber auch, um sich zu amüsieren.
Zunächst war es ja noch ein wenig hell, als die ersten Gäste sich mit ihren Kindern in den „Zauberwald“ auf die sogenannte „Spooky Tour“ begaben. Bei dieser Show durch den Wald mussten Lehrlinge, die auch gleichzeitig die Begleiter der einzelnen Menschengruppen waren ihre Lehrlingsprüfung abschließen, ohne das sie wussten, dass es ihre Prüfung ist. Der Azubi musste dabei der schlechten Magie widerstehen und sich für das Gute entscheiden. „Manchmal ist es im Leben einfacher den einfachen und vielleicht illegalen Weg zu nehmen, anstatt sich etwas selbst auszudenken und sich guter Mächte zu bedienen. Dieser Lehrling musste sich den bösen Mächten widersetzen. So bot ihm die böse Hexe an, mit einer Zauberkarte sein Problem ganz schnell zu lösen, aber er würde sich sein Leben lang der schlechten Magie verschreiben, also widersteht er. Aber es wird auf dem Weg seiner Tour immer härter“, erläuterte Natalie lo Cicero, Chefin im MyPlace-Veranstalter-Team den Weg der „Spooky Tour“. Also nicht nur einfach eine gruselige Tour für Kinder, sondern auch noch ein pädagogischer Hintergrund.
Zudem waren die einzelnen Stationen mitten im Wald künstlerisch prima aufgebaut, mit Lichteffekten und auch künstlichem Nebel toll in Szene gesetzt und äußerst lebendig in der Darstellung. Doch als die Dunkelheit eintrat, bekamen dann einige doch so ihre Bedenken und tatsächlich waren die Gesichter nach den Touren dann etwas angespannter und manchmal auch in der Farbe stark verändert. Doch irgendwie waren alle trotzdem davon sehr begeistert. Und das freute natürlich die Veranstalter, die Active English Community MyPLace in Koblenz-Pfaffendorf, gab es ihnen doch zu verstehen, alles richtig gemacht zu haben, und die fast zweijährige Vorbereitungszeit sollte sich gelohnt haben.
240 Helfer und Akteure im Einsatz
Etwa 240 Helferinnen, Helfer und Akteure hinter den „Kulissen“ waren im Einsatz und dafür sprach Natalie lo Cicero ihren Dank aus. Auch sehr viele Vereine und ganze Gruppen haben sich gemeinsam bei diesem außergewöhnlichen Event engagiert, lobte Natalie weiter.
Aufgelockt wurde das nächtliche Spektakel durch einen „Halloween Markt“ mit vielen Spielen, Kinderschminken, einem Fotowettbewerb, vielen kleinen Aktionen und ganz viel Essen und Trinken, mit tollen Namen wie zum Beispiel: Killer, Zombie, Monsterblut, Monster-Energie, Drachenblut (Glühwein), Piratenplörre (Kinderpunsch), Monsterbowle (Limo) oder auch die schwarze Pest (Kaffee) waren im Angebot.
Am Abend ging es dann für die Erwachsenen auf die besonders gruselige, schauderhafte und monstermäßige „Scary Tour“. „Schlimmer kann es nicht sein“; „Der Wahnsinn schlechthin, aber trotzdem irgendwie schaurig schön“; „Grausamer geht nicht“; „Nie wieder, mir zittern immer noch die Knie“. Das waren nur einige Stimmen der Besucher als sie am Ende aus der Tour wieder aus dem „Haunted Forest“ kamen. Kein Wunder, mussten sie doch einiges miterleben. Ob Kettensägen mit ohrenbetäubendem Lärm, blutige Schweineköpfe, Monster, Geister und Dämonen versetzten die Besucher in Angst und Schrecken.
„Zoombie-Footballer“ aus Montabaur
Mitgemacht haben auch die „Fighting Farmes“, ein Footballverein aus Montabaur. Diese waren „Zoombie-Footballer“ und warfen dieses Mal nicht mit Footballs, sondern mit Köpfen und anderen Körperteilen, die natürlich alle künstlich waren. In einem „Kloster“ wurde man in eine blutige Hochzeit geführt, die von zwanzig Darstellern gespielt wurde.
Ein Keyboarder, ein Priester und ganz viele Bräute, gespielt von den „Roller Derby Girls“, den Chaos Crashers aus Koblenz, darunter auch ein lesbisches Brautpaar, versetzten die Besucher in eine andere Welt. Die Schreie der Menschen im Wald waren im weiten Umfeld zu hören, was die Besucher am Start der Tour doch etwas zum Zweifeln brachte, ob man da jetzt wirklich hinein möchte. Doch insgesamt ein grandioses Schauspiel, eine Mega-Horror-Show, die in der weiten Region ihres Gleichen sucht. Ob es im nächsten Jahr wieder dieses Spektakel geben wird, ließen die Veranstalter noch offen, doch einige werden wieder sehnsüchtig darauf warten, wenn der Schrei zum Start des nächsten „Haunted Forest“ wieder in den Wald hallt: „Bring out the Dead“. US
Die Darsteller bereiteten den Besucherinnen ein gruseliges Spektakel.
