Allgemeine Berichte | 25.04.2016

Eifelverein Bad Breisig e.V. bietet seinen Mitgliedern viele Kulturveranstaltungen

Städte und Stätten erkundet

Fahrt nach Niederzissen und Nachtwächterführung in Bad Breisig fanden regen Zuspruch - weiteres in Planung

Der Eifelverein hatte zur Fahrt nach Niederzissen eingeladen. Dort besichtigte man die ehemalige Synagoge und erfuhr viel über das jüdische Leben in der Gemeinschaft vergangener Zeiten.

Bad Breisig/Niederzissen. Kultur- und Jüdischen Alltag und jüdische Feste kennenlernen - das war das Anliegen der Aktiven der Mittwochswanderer des Eifelvereins Bad Breisig. Zehn Interessierte machten sich per PKW- Fahrgemeinschaften auf den Weg zur ehemaligen Synagoge nach Niederzissen, wo die Gruppe von dem 1. Vorsitzenden des Kultur- und Heimatvereins, Richard Keuler begrüßt wurde. Zuerst erfolgte eine Erklärung anhand von Bildern. Dieses Gebäude sei früher in den 50er Jahren eine Schmiede gewesen. Viele Niederzissener können sich bestimmt noch heute daran erinnern.

2009 bildete sich ein Kultur- und Heimatverein, der dann mit viel ehrenamtlichem Einsatz diese Erinnerungs- und Begegnungsstätte aufbaute. Auf dem Dachboden der Schmiede fand man von der damaligen Jüdischen Gemeinde geschichtliche wertvolle einmalige seltene und gut erhaltene Fundstücke. Die jüdische Gemeinde, die schon im Jahre 1838 erstmals erwähnt wurde schuf 1841 eine Synagoge; diese bestand bis zur Kristallnacht 1938.

Mit ausführlichen Worten erzählte Herr Richard Keuler aus der Historie und dem Leben der Juden. 2012 wurde dann die Erinnerungs- und Begegnungsstätte in Niederzissen, ein kulturelles Kleinod und ein Museum, eröffnet und zeigt mittels historischer und moderner Objekte Facetten jüdischen Alltags und vermittelt jedem Besucher anhand von Originaldokumenten einen umfassenden Eindruck über jüdisches Leben im Kölner Raum. Danach wanderte man etwa 2 km zum Jüdischen Friedhof. Der Weg führte durch die Mittel- und Oberdorfstraße mit entsprechende Zwischenstopps an historischen Gebäuden und Denkmalen, wie der St. Germanus Pfarrkirche, dem Zehnthof, der Kaiserlinde, einigen Fachwerkhäusern und dem Sauerbrunnen. Der Jüdische Friedhof mit 90 Grab- und Gedenkstätten liegt an einem Hang im Neubaugebiet von Niederzissen. Ausführliche Informationen über den Glauben, das Leben und die Geschichte der Juden hinterließ bei allen Teilnehmern einen nachhaltigen Eindruck.

Es hatte sich gelohnt. Heute finden einmal im Monat in der ehemaligen Synagoge kulturelle Veranstaltungen wie z.B. Konzerte, Lesungen, Vorträge, Ausstellungen oder schulische Exkursionen statt. In einen Veranstaltungsplan bei der Tourist-Information Brohltal erhält man die erforderlichen Informationen oder auch im Internet unter

www.brohltal-tourismus.

Nachtwächterwanderung

Diesmal wollte man die Stadt Bad Breisig romantisch bei einer Nachtwächterwanderung kennenlernen. Pünktlich trafen sich um 21 Uhr 21 Mitglieder des Vereins zu einer Nachwächterwanderung an der Ecke Eulengasse am Rhein. Der Regen und die Kälte ließen die Teilnehmer eng zusammenrücken. Bei der Dunkelheit konnte man die historischen Gebäude leider nicht so gut in Augenschein nehmen. Aber die Ausführungen vom Nachtwächterführer ließen die Historie am geistigen Auge vorbeiziehen und so konnte man sich dann gut vorstellen, wie und was sich damals vor Jahrzehnten in Niederbreisig abgespielt hat. Bei einem kleinen Umtrunk wärmte man sich auf und nahm sich vor, einmal eine Stadtführung durch Bad Breisig am Tag zu genießen und sich zu informieren.

Vorschau

Im Laufe des Jahres 2016 wird als nächste Stadtführung im Monat Juni die Stadt Bad Münstereifel besichtigt. In der weiteren Planung für stehen Stadtführungen in der Stadt Andernach und Koblenz an. Weitere Kulturveranstaltungen sind in Planung, wie zum Beispiel eine Ranger-Führung bei Nideggen in der Eifel, Fahrt zur Glockengießerei in Brokscheid in der Eifel bei Gillenfeld, Führung durch das Römerbergwerk Kretz, und eine Fledermauswanderung durch Mayener Grubenfeld.

Der Eifelverein hatte zur Fahrt nach Niederzissen eingeladen. Dort besichtigte man die ehemalige Synagoge und erfuhr viel über das jüdische Leben in der Gemeinschaft vergangener Zeiten.

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