Allgemeine Berichte | 04.03.2026, 10:01 Uhr

Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“

Standorte von Verteilerkästen überdenken

Kommt es zum Anprall eines Kraftfahrzeugs – etwa durch Fahrfehler oder Glätte – können Kabelverzweiger und Glasfaserkomponenten erheblich beschädigt werden.
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Koblenz. Der Kommunikationsausfall in Teilen der Koblenzer Innenstadt durch einen Verkehrsunfall mit Beschädigungen an Verteilerkästen hat es eindringlich deutlich gemacht:

unsere Infrastruktur ist gefährdet und in Teilen unzureichend geschützt.

Kommunikationsverteilerkästen sind ein zentrales Element der städtischen Infrastruktur. Sie versorgen Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen mit Internet- und Telefonverbindungen.

Dennoch stehen sie im Straßenraum oft ungeschützt am Fahrbahnrand oder auf schmalen Gehwegen. Es müssen noch nicht einmal Anschlagsszenarien (wie in Brandenburg und zuletzt in Berlin) ausschlaggebend für Beschädigungen sein. Kommt es zum Anprall eines Kraftfahrzeugs – etwa durch Fahrfehler oder Glätte – können Kabelverzweiger und Glasfaserkomponenten erheblich beschädigt werden. Die Folgen sind (wie das letzte Wochenende in Koblenz zeigte): Ausfall von Internet- und Telefonanschlüssen, besonders schwerwiegend die Beeinträchtigung von Notruf- und Alarmsystemen, aber auch Störungen in Betrieben, Behörden, im Homeoffice und auch bei digitalen Abrechnungssystemen. So hat sich gezeigt, dass in einer Stadt ein einzelner Verteilerkasten hunderte Anschlüsse betreffen kann. Neben Versorgungsunterbrechungen entstehen aber auch zusätzliche Gefahren: freiliegende Leitungen, Stromschlag- oder Brandrisiko vor allem die Gefährdung von Verkehrsteilnehmern (insbesondere Fußgängern).

Der Anprall eines Kfz an einen Verteilerkasten zeigt die Verwundbarkeit urbaner Netzinfrastruktur. Angesichts zunehmender Digitalisierung sind einfache Schutzmaßnahmen wie Poller, Rammschutz oder eine bessere Standortwahl entscheidend, um Ausfälle und wirtschaftliche Schäden zu vermeiden.

Daraus abgeleitet stellt sich natürlich auch die Frage, inwieweit solche sensible Bereiche (insbesondere da hier auch die Notrufnummern über Festnetz gestört waren) besser, respektive an anderen Orten als Verteilerkästen aufgestellt werden können. Dem erheblichen Einsatz von Personal und Fachfirmen war es zu verdanken, dass hier eine schnelle Wiederherstellung auf den Weg gebracht wurde. Nichtsdestotrotz verbleibt die Frage warum an dieser so frei zugänglich (und wie sich zeigte auch gefährdeten Stelle) solche wichtigen Verteilerkästen positioniert und damit einer Gefahrenlage ausgesetzt sind.

Das Ereignis zeigt zudem, dass der öffentliche Raum in seiner Resilienz gestärkt werden muss und Stadtplanung zum „Neu- resp. Umdenken“ gezwungen ist. Konkret bittet die Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ nach der Wiederherstellung der Unfallstelle in der Pfuhlgasse diesen Standort grundsätzlich zu überdenken.

Pressemitteilung Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“

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Kommt es zum Anprall eines Kraftfahrzeugs – etwa durch Fahrfehler oder Glätte – können Kabelverzweiger und Glasfaserkomponenten erheblich beschädigt werden. Foto: privat

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