Allgemeine Berichte | 06.11.2018

700 Besucher auf der großen Lego-Schau im Puderbacher Dorfgemeinschaftshaus

Star-Wars-Millenium-Falke war gelandet

Gerd und Martina Drebitz stellten in Puderbach den weltgrößten Millenium-Falken aus Lego vor. Das Ufo besteht aus 35.000 Einzelteilen, die Bauzeit betrug zwei Jahre.KER

Puderbach. Nicht nur Kinderaugen können leuchten. Auch Erwachsene kamen ins Schwärmen auf der großen Lego-Schau im Puderbacher Dorfgemeinschaftshaus am vergangenen Sonntag. Häuser, Städte, Fahrzeuge, Figuren, ganze Landschaften oder ein sich drehendes Karussell: einfach faszinierend, diese bunte Welt aus kleinen Steinen, der seit Jahrzehnten keine Grenzen gesetzt sind und die sich immer weiterentwickelt. Und dabei mittlerweile längst alle irdischen Dimensionen überwunden hat und sogar den Weltraum erobert. Das intergalaktische Raumschiff „Millenium-Falke“ aus den Star-Wars-Trilogien war in Puderbach gelandet und konnte dort bestaunt werden – natürlich auch ein Lego-Kunstwerk. Nach Angaben seines Herstellers der größte Lego-Millenium-Falke weltweit.

Gebaut hat ihn der Schreiner Gerd Drebitz aus Roth bei Hamm an der Sieg. 72 Kilogramm schwer ist das einzigartige Stück, das bisher erst drei Mal in der Öffentlichkeit gezeigt wurde, zuletzt jetzt in Puderbach. Die 35.000 Legosteine, die Drebitz in den zwei Jahren Bauzeit zusammengesetzt hat, gibt es heute zum größten Teil nicht mehr zu kaufen. Den reinen Sachwert schätzt der Konstrukteur des 1,24 Meter mal 1,83 Meter großen Ufos auf 3500 Euro.

Das ganze Spektakel möglich gemacht hat der Puderbacher Lego-Enthusiast Stefan Klein. Vor drei Jahren organisierte er die erste Lego-Börse. Das Besucher- und Ausstellerinteresse wächst von Jahr zu Jahr. Auf mindestens 700 nach Puderbach gekommene Lego-Fans schätzt der Macher das Publikumsaufkommen. Die zur Verfügung stehenden Ausstellungstische waren komplett mit der Ware der zum Teil von weit her angereisten Anbieter belegt.

Ganz allein konnte Klein diese Großveranstaltung natürlich nicht organisieren. Rund zehn Personen groß ist sein Helferteam. Neben dem Millenium-Falken wurden in der Ausstellung weitere Star-Wars-Modelle gezeigt, auch etwas Mittelalter, Legotechnik und andere Themenwelten. Auf den Verkaufstischen lag Gebraucht- und Neuware. Klein sagt: „Vielen Besuchern geht es darum, Ersatzteile zu finden. Die haben auf einem Flohmarkt ein altes Set erworben, dann fehlt aber etwas. Dafür gehen sie dann auf einen Basar wie bei uns und suchen sich in den Wühltischen die passenden Teile.“

Die müssen nicht unbedingt teuer sein. Bei einzelnen Steinen handelt sich meist um Cent-Beträge. Bei kompletten Sets gibt es preislich nach oben aber kaum Grenzen. Klein: „Manches, was Lego früher als Sonderedition für 300 Euro herausgebracht hat, kostet heute zwischen 5000 und 7000 Euro.“ In Zeiten von Null-Prozent-Guthabenzinsen keine schlechte Wertanlage. Und dabei auch noch ästhetisch von besonderem Wert. So gibt es, erzählt der Puderbacher Lego-Kenner, zum Beispiel auch den Pariser Eiffelturm als Bausatz.

Ab drei Jahren kann jeder mit dem Bauen beginnen, dafür bietet Lego die größeren Duplo-Steine an. Danach gibt es neben den verschiedenen Serien wie City, Creator oder Star Wars die eigene Sparte Technik mit eingebauter Elektronik. Mittlerweile habe sich um das Lego-Spielzeug ein regelrechter Hype entwickelt, berichtet Klein, den vor allem die sammelbegeisterten Erwachsenen anfeuern.

Das trifft auch auf ihn selbst zu, der sich selbst als passionierten Sammler bezeichnet, der von Kindesbeinen an von Lego fasziniert ist.

Papa und Sohn waren gleichermaßen begeistert von der bunten, vielfältigen Legowelt, die im Puderbacher Dorfgemeinschaftshaus bestaunt werden konnte.

Papa und Sohn waren gleichermaßen begeistert von der bunten, vielfältigen Legowelt, die im Puderbacher Dorfgemeinschaftshaus bestaunt werden konnte.

Das Kinderkarussell hatte es diesen beiden Besuchern angetan – am Ende steckte es in der Einkaufstasche und liegt vielleicht am 24. Dezember unterm Weihnachtsbaum.

Das Kinderkarussell hatte es diesen beiden Besuchern angetan – am Ende steckte es in der Einkaufstasche und liegt vielleicht am 24. Dezember unterm Weihnachtsbaum.

Zum dritten Mal hatte Stefan Klein die Lego-Börse organisiert. Die Aussteller haben sich schon wieder fürs nächste Jahr angemeldet.

Zum dritten Mal hatte Stefan Klein die Lego-Börse organisiert. Die Aussteller haben sich schon wieder fürs nächste Jahr angemeldet.

Gut 700 Besucher erfreuten sich am Sonntag an den unzähligen ausgestellten Lego-Welten. Viele nutzten die Gelegenheit, fehlende Einzelteile nachzukaufen.

Gut 700 Besucher erfreuten sich am Sonntag an den unzähligen ausgestellten Lego-Welten. Viele nutzten die Gelegenheit, fehlende Einzelteile nachzukaufen.

Gerd und Martina Drebitz stellten in Puderbach den weltgrößten Millenium-Falken aus Lego vor. Das Ufo besteht aus 35.000 Einzelteilen, die Bauzeit betrug zwei Jahre.KER

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