Allgemeine Berichte | 01.02.2020, 09:53 Uhr

Patenschaft für Bäume – Neuanpflanzung von Bäumen im Stadtwald

Stark gegen den Sturm: Wurzeln, Früchte und Holz

Die Wiederaufforstung geschieht mithilfe von Edelkastaniensetzlingen sowie anderen Buchenarten, die dem Klimawandel gut trotzen können

Forstamtsrat Achim Kern und Projektbeauftragter Hans-Christoph Becker (v.l.n.r) bei der Begutachtung der Wiederaufforstungsfläche im Stadtwald Vallendar. Foto: privat
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Vallendar. Der kranke Zustand des deutschen Waldes war selten zuvor für jedermann so deutlich erkennbar wie gegenwärtig. Und das trifft sichtbar auch auf das Forstrevier Vallendar zu. Wesentlich zum Absterben vieler Bäume beigetragen haben die langen Trockenperioden in den beiden vergangenen Jahren, mit der Folge von explodierendem Käferbefall. Hinzu kamen ganze Waldflächen vernichtende Stürme.

Wald ist für 80% aller Landlebewesen notwendige Heimat – lebens- und überlebenswichtig. Für Menschen ist er auch ein Ort der Ruhe, Erholung und Freizeit. Und damit die Basis einer lebenswerten Umwelt. Zu deren Erhaltung möchte der Lions Club Vallendar mit einem bisher beispiellosen Projekt einer Patenschaft für Bäume beitragen und zur Nachahmung anregen. Lionsfreund und Projektbeauftragter Hans-Christoph Becker stellte nun einen gemeinsam mit Revierleiter Forstamtsrat Achim Kern abgestimmten Plan vor, der eine für die Wiederaufforstung ausgewählte Schadfläche von 10.000 Quadratmetern vorsieht. Dieser Plan wurde vom zuständigen Stadtbürgermeister Wolfgang Heitmann und dem Stadtrat Vallendar gebilligt und verabschiedet.

Die Wiederaufforstung ist ein kostspieliges Projekt. Die verwüstete Fläche muss vorbereitet, die erforderlichen Setzlinge müssen angekauft und gepflanzt werden. Hinzu kommt ein den gegebenen Wildbeständen angepasster Verbissschutz. Dafür hat der Lions Club Spendenmittel in Höhe von 7.000 EUR zur Verfügung gestellt, die unter anderem aus dem Verkauf von Christstollen des Vallendarer Weihnachtsmarktes 2019 stammen. So sollen im Frühjahr ab März Edelkastanien, zu ihnen gehören Esskastanien und Beimischungen wie z.B. Hainbuche und andere, gesetzt werden. Die Esskastanie, in Deutschland Baum des Jahres 2018, stammt aus der Familie der Buchengewächse. Sie bildet ein umfangreiches Wurzelgeflecht mit Pfahlwurzel aus und ist daher weniger sturmgefährdet als z.B. Fichten. Sie liebt mildes Klima, das auch im hiesigen Rheintal, durch den Klimawandel auch in weiteren Gebieten, gegeben ist. Früchte und Holz sind wirtschaftlich begehrte Produkte. Die in der Pfalz unseres Bundeslandes seit vielen Jahren vorhandenen Edelkastanienflächen erlauben vorzeigbare Beispiele.

Forstamtsrat Achim Kern und Projektbeauftragter Hans-Christoph Becker (v.l.n.r) bei der Begutachtung der Wiederaufforstungsfläche im Stadtwald Vallendar. Foto: privat

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