Allgemeine Berichte | 22.01.2026, 10:19 Uhr

Starke Rückkehr mit historischem Fahrzeug

Pascal Heimermann überzeugt im Slalomsport 2025.  Fotos: MS Fotoservice
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Region. Nach einer von technischen Rückschlägen geprägten Motorsportsaison 2024 ist Pascal Heimermann im Jahr 2025 eindrucksvoll in den Slalomsport zurückgekehrt. Unterstützt von der noBaxx / Rimko GmbH aus Sinzig, brachte der Sinziger seinen inzwischen 47 Jahre alten VW Scirocco GTI wieder zuverlässig an den Start – und knüpfte dabei an frühere Erfolge an.

Zwei schwere Motorschäden hatten die Vorsaison frühzeitig beendet. Für 2025 wurde das Aggregat daher umfassend revidiert. Die Investition zahlte sich aus: Mit wiedergewonnener technischer Zuverlässigkeit konnte Pascal die neue Saison konstant bestreiten und sowohl im ADAC Clubslalom als auch in der DMSB-Slalom-Meisterschaft konkurrenzfähig auftreten.

Seit über einem Jahrzehnt ist Pascal Heimermann fester Bestandteil der ADAC Clubslalom-Meisterschaft Mittelrhein und konnte diese bereits auch 2015 und 2016 für sich entscheiden, Mehrere Vizemeister sowie dritte Plätze gab es in den vergangenen Jahren ebenfalls zu verbuchen. Parallel startete er regelmäßig in der DMSB-Slalom-Meisterschaft, bei der für ihn weniger der Titelkampf als vielmehr der sportliche Anspruch und der Fahrspaß im Vordergrund stehen. Aufgrund des hohen Fahrzeugalters tritt er dort mit einem weitgehend seriennahen Fahrzeug gegen technisch deutlich leistungsstärkere sowie modernere Konkurrenz an.

Der Saisonauftakt erfolgte Ende Mai bei einer reinen DMSB-Veranstaltung im Rahmen des ADAC Slaloms vom MSC Odenkirchen in der Mercedes-Arena am Nürburgring. Bei teils regnerischen und äußerst rutschigen Streckenverhältnissen lag der Fokus zunächst auf einem kontrollierten Einstieg in die Saison. Zwei solide Platzierungen im Mittelfeld bildeten eine verlässliche Grundlage für den weiteren Saisonverlauf.

Ende Juni folgte ein intensives Slalomwochenende auf dem Flugplatz Bitburg, ausgerichtet vom MSV Osann-Monzel. An insgesamt vier Läufen, innerhalb von zwei Tagen ging Pascal Heimermann an den Start. Der Samstag begann mit einem Clubslalom, den er souverän für sich entscheiden konnte. Beim anschließenden DMSB-Lauf in der stark besetzten Gruppe H führte ein Torfehler infolge eines optimistischen Lastwechselmanövers jedoch zu erheblichen Strafsekunden, wodurch er im Klassement weit nach hinten durchgereicht wurde. Am Sonntag präsentierte sich der Sinziger erneut in starker Form. Der morgendliche Clubslalom wurde erneut gewonnen. Beim abschließenden DMSB-Slalom am Sonntagnachmittag gelang mit einem vierten Platz von acht Startern ein versöhnlicher Abschluss des Wochenendes.

Anfang August stand eine reine Clubslalom-Doppelveranstaltung des MSC Mainz-Finthen auf dem Flugplatz Mainz-Finthen auf dem Programm. Die Strecke erwies sich als äußerst eng und kam weder Heimermann noch dem Scirocco entgegen. Die Asphalteigenschaften erinnerten eher an eine Rallyepiste als an einen klassischen Slalomkurs.

In der morgendlichen Veranstaltung konnte Heimermann einen Abflug in die Böschung nur durch beherztes Eingreifen verhindern. Drei gefallene Pylonen und die daraus resultierenden Strafsekunden führten zu einer Platzierung im hinteren Mittelfeld. Am Nachmittag zeigte sich ein ähnliches Bild: Ohne Servolenkung war es auf dem engen Parcours kaum möglich, das Tempo der Konkurrenz mitzugehen, sodass am Ende eine Platzierung im vorderen Mittelfeld zu Buche stand.

Ende August kehrte der Slalomtross erneut nach Bitburg zurück – diesmal zu einer reinen DMSB-Veranstaltung. Bereits am Anreisetag wurde Pascal Heimermann von gesundheitlichen Beschwerden begleitet, entschied sich jedoch dennoch für einen Start. Am Samstag konnte er zeitentechnisch mit der Spitze seiner Klasse mithalten. Ein Pylonenfehler im zweiten Wertungslauf verhinderte zwar den möglichen Sieg, dennoch stand ein starker zweiter Platz im DMSB-Klassement zu Buche.

Am Sonntag lief es schließlich nach Plan. Mit einem fehlerfreien Lauf und konstantem Tempo gelang es Heimermann, den lange ersehnten Sieg im DMSB-Slalom mit dem nobaxx/ Rimko Scirocco einzufahren.

Heimspiel mit sportlicher Fairness

Das letzte Slalomwochenende der Saison fand Mitte September im Rahmen eines Heimspiels des ASC Ahrweiler auf dem Sportflugplatz Bengener Heide oberhalb von Bad Neuenahr statt. Am Samstag konnte Heimermann im DMSB-Slalom mit der starken Konkurrenz mithalten. Ein Verbremser im zweiten Wertungslauf kostete zwar den Sieg, dennoch sicherte er sich mit lediglich drei Zehntelsekunden Rückstand einen souveränen zweiten Platz in der Klasse.

Am Sonntagmorgen folgte die zweite DMSB-Veranstaltung des Wochenendes, bei der erneut ein zweiter Klassenplatz erzielt wurde. Am Sonntagnachmittag stand schließlich der Lauf zur ADAC Clubslalom-Meisterschaft an, den Heimermann souverän gewann.

Besondere Beachtung fand dabei die sportlich faire Geste Heimermanns: Da sein Hauptkonkurrent und zu diesem Zeitpunkt Führender der Clubslalom-Meisterschaft am Morgen einen Motorschaden erlitten hatte, ließ Heimermann diesen mit seinem eigenen Fahrzeug an den Start gehen. Trotz des Klassensieges verfehlte er dadurch den Meistertitel knapp – setzte jedoch ein deutliches Zeichen für Fairness im Motorsport.

Am Ende der Saison konnte Pascal Heimermann, welcher für den ASC Ahrweiler an den Start ging, dennoch ein äußerst positives Fazit ziehen. Mit dem Vizemeistertitel in der Gesamtwertung der ADAC Clubslalom-Meisterschaft sowie einem neunten Gesamtrang in der DMSB-Slalom-Meisterschaft bestätigte er eindrucksvoll seine konstante Leistung – und bewies, dass auch ein 47 Jahre altes Fahrzeug im modernen Slalomsport noch konkurrenzfähig sein kann.

Ebenfalls möchte sich Pascal bei allen Helfern und Gönnern bedanken, ein besonderes Dankeschön gilt auch der Firma nobaxx / Rimko Schädlingsbekämpfung aus Sinzig.

Pascal Heimermann überzeugt im Slalomsport 2025. Fotos: MS Fotoservice

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