Wandergruppe aus Erftstadt besucht ehemalige Synagoge
Statt Jakobsweg rund um Niederzissen
Niederzissen. Nach fast viermonatiger Pause besuchte erstmals wieder eine Gruppe die ehemalige Synagoge Niederzissen. Für eine Wandergruppe aus der Region Erftstadt war dieser Besuch der krönende Abschluss eines Ausfluges, der, so der aus Niederzissen stammende Organisator Dr. Berthold Loth, durch das tolle Wandergebiet um Bausenberg, Rodder Maar und Königssee führte. Seine Wanderfreunde hätten damit nicht nur die schöne Landschaft um Niederzissen kennen gelernt, sondern auch als Highlight einen bleibenden Eindruck von dem ehemaligen jüdischen Gotteshaus, der Geschichte der einst bedeutenden Gemeinde und dem eindrucksvollen jüdischen Museum bekommen.
Die Wandergruppe besteht schon seit vielen Jahren, wanderte von Erftstadt nach Trier, setzte sich zum Ziel, über den Jakobsweg zu pilgern und erreichte schließlich 2013 Santiago de Compostela. Seither wandern sie jedes Jahr eine Woche auf verschiedenen Pilgerwegen. So war in diesem Jahr der Jakobsweg vom Kloster Hornbach in der Westpfalz bis nach Metz geplant. Da diese Wanderung coronabedingt nicht möglich war, hatte jeder von ihnen stattdessen eine Tageswanderung organisiert, wovon eine nun ins mittlere Brohltal und mit Führung durch Richard Keuler vom Kultur- und Heimatverein in die ehemalige Synagoge Niederzissen führte.
