Eifelverein Remagen wählte zum Anmarsch auf die Teufelsley den Weg von Ahrbrück
Statt Kanonendonner herrliche Ruhe
Wanderfreunde genossen Landschaft und Felsformationen
Remagen. Nie und nimmer ist die Teufelsley oberhalb von Liers im Ahrtal ein Werk des Teufels. Dazu ist dieser 80 Meter lange und stolze 18 Meter hohe Quarzitfelsen hoch oben auf dem Bergrücken viel zu schön und beeindruckend. Und ein lohnendes Wanderziel ist er immer wieder aufs Neue.
Diesmal wählten die Eifelfreunde aus Remagen zum Anmarsch den Weg von Ahrbrück. Erst kurvenreich in Serpentinen, dann mehr oder weniger geradeaus, aber ununterbrochen sanft ansteigend. Schließlich liegt Ahrbrück nur 200 Meter über NN, die Teufelsley aber volle 300 Meter höher. Dieser Weg verläuft wunderschön durch einen herrlichen Hochwald. Nur einmal öffnet er sich ganz überraschend an der Abbruchkante zum Ahrtal und gibt den Blick frei weit nach Westen, wo der Aremberg im Vordergrund an seiner markanten Trapezform sofort zu erkennen ist. Von der Felsenspitze der Teufelsley könnte man einen noch viel großartigeren Blick genießen, über die Baumkronen hinweg frei nach allen Richtungen, doch bleibt dieser hochalpinen Kletterkünstlern vorbehalten mit Seil und Haken. Die Eifelfreunde begnügten sich mit einer Umrundung des ganzen, riesigen Quarzitblockes und bewunderten ihn von allen Seiten. Ein großes, weites Feld gleich anschließend erinnert an die traurige Zeit von 1937 bis 1945. Hier übte die Wehrmacht den Einsatz von Flugabwehrkanonen jeden Kalibers. Für die Errichtung eines militärischen Sperrgebietes von 100 Quadratkilometern Ausdehnung wurden zwölf Eifeldörfer geräumt. 400 Familien mit 2200 Personen verloren so ihre Heimat. Damals donnerten hier oben die Kanonen, heute herrscht dort wieder in idyllischer Natur eine herrliche Ruhe. Zurück ging es abwärts durch das Daufenbachtal mit seinen dunkel drohenden, von seltenen Farnen überwucherten Felsformationen, und dann immer dem Dennbach folgend durch dessen verschwiegenes, schönes Tal.
