Allgemeine Berichte | 08.08.2016

Kössen im Tiroler Kaiserwinkl war Reiseziel der Schützen des Bezirksverbandes Pellenz

Steile Bergstraßen, idyllische Kurorte und klare Seen

Tagesausflüge führten unter anderem nach Reit im Winkl, zur Winkelmoosalm und zum Schlierseer

Bei bestem Wetter konnten die Schützen die Region um Kössen erkunden, wie zum Beispiel die Bergkirche St. Johann. privat

Niederzissen. Der 17. vom Ehrenbundesmeister Pellenz Jürgen Rausch und seiner Frau Irene organisierte Ausflug des Schützenbezirksverbandes Pellenz begann mit dem „Aufnehmen“ der Reiseteilnehmer aus den Bruderschaften St. Seb. Alzheim, St. Hub. Bell, St. Hub. Kottenheim, St. Seb. Nickenich, St. Seb. Obermendig, St. Hub. Plaidt, St. Hub. Rieden, St. Seb. St. Johann, St. Joh. Thür und St. Hub. Wehr, sowie Gästen aus Kruft, Niedermendig, Trimbs und Rieden an den vereinbarten Abholpunkten. Der Ehrenbundesmeister begrüßte im Bus die Reisegesellschaft, nebst den amtierenden Majestäten und Ehrenoberst Franz Willi Reutelsterz, sowie den Busfahrer Wolfgang Horst. Mit einem „Vater unser“ und „Gegrüßt seiest Du Maria“ wurde um Schutz während der gesamten Reise gebetet. Das Königspaar Marie Luise und Helmut Schäfer ließ der Reisegesellschaft eine Runde flüssiges Obst zukommen. Gegen 9.10 legte man die Frühstückspause an der Raststätte Dannstadt-West ein. Irene und Jürgen Rausch versorgten die Reisegesellschaft bei herrlichem Sonnenschein mit Fleischwurst, Käse, Brötchen, Kaffee, Sekt und Orangensaft. Gestärkt und gut gelaunt ging es Richtung Denkendorf, wo im Gasthof „Zur Krone“ der Familie Hierl das Mittagessen verzehrt wurde. Die zweite flüssige Obstrunde gab das Königspaar Renate und Detlef Osiecki. Aufgrund vieler Staus, die dank des Busfahrers Wolfgang teilweise umfahren wurden, konnten das nächste Reiseziel, der Chiemsee, leider nicht mehr angefahren werden, da schlicht die Zeit „davonlief“. Gegen 19 Uhr erreichte die Gruppe das Hauptquartier, das Alpenhotel Riedl der Familie Rettenwander in Kössen-Bichlach (Tirol Kaiserwinkl). Nachdem die Zimmer zugeteilt und belegt wurden, traf man sich zum gemeinsamen Abendessen. Salat vom Büffet, eine Suppe, das anschließende Hauptgericht und der Nachtisch mundeten allen und schlossen einen harmonisch verlaufenden Tag ab.

Höhenluftkurort Reit im Winkl beeindruckt

Am sonnigen und bereits warmen Sonntagmorgen ging es nach dem ausgiebigen Frühstück (mit abschließendem flüssigen Obst vom Königspaar Walburga und Gerhard Greßler) mit der Reiseleiterin Johanna Leitl, die die Gruppe mit Informationen jeglicher Art versorgte, zu einem Ausflug in den bekannten Wintersport- und Höhenluftkurort Reit im Winkl. Beim Spaziergang durch den malerischen Ort fielen die Häuser mit der hierzulande typischen Lüftlmalerei auf. In der Ortsmitte am Kirchplatz steht die katholische Pfarrkirche St. Pankratius (im Jahr 1393 wurde die erste urkundlich genannte Kirche geweiht). Die heute unter Denkmalschutz stehende Kirche stammt aus den Jahren 1912/13. Der Neubau erfolgte aufgrund eines Brandes (1894), des Weiteren war sie durch die wachsende Gemeinde zu klein geworden. Nach dem Rundgang durch die Gemeinde zog es die Ausflügler in den Schatten und diese ließen es sich bei kühlen Getränken und Eis in einer Gaststätte gut gehen.

Bergauf zur Winkelmoosalm

Danach ging es zum Bus, um zur Winkelmoosalm zu fahren. Über die im Jahre 1956 erbaute mautpflichtige steile Bergstraße (nur im Sommer befahrbar) ging es hinauf zur Winkelmoosalm, wobei es dem Ein oder Anderen mulmig wurde, wenn man aus dem Bus nach unten schaute. Vom Busparkplatz aus ging es noch ein gutes Stück zu Fuß bergauf bis zur Winkelmoosalm. Unterhalb der Winkelmoosalm befindet sich die Bergkirche St. Johann im Gebirge. Bei strahlendem Sonnenschein auf der Winkelmoosalm angekommen, lechzte man nach einem kühlen Getränk und nahm anschließend das Mittagessen auf dem Hochplateau mit dem herrlichen Rundblick ein. Nach einem etwas längeren Aufenthalt verließ die Gruppe die Heimat der mehrfachen Ski-Olympiasiegerin von 1976, Rosi Mittermaier, und fuhr mit dem Bus die steile Bergstraße wieder hinab. Von Bayern aus ging es wieder zum Hauptquartier noch Kössen Bichlach, wo man sich für diesen Tag von der Reiseleiterin Johanna verabschiedete. Im Hotel angekommen, gab es nach einer kurzen Erfrischung das üppige Abendessen (4 Gänge-Menü). Anschließend empfing der Hotelchef die Gruppe mit einem Begrüßungstrunk und hieß alle willkommen. Anschließend saß man, bei bestem Wetter, noch gemütlich beisammen. Einige spazierten noch durch Bichlach, bevor sich alle zur Nachtruhe begaben.

Bayerns Seenlandschaft

Nach dem ausgiebigen Frühstück ging es nach Kufstein, wo bereits die Reiseleiterin Johanna wartete und die Reisenden wieder mit reichlich Informationen fütterte. Es ging durch Thiersee, hier vorbei am Passionsspielhaus (Europäisches Kulturdenkmal). Schließlich wurde Österreich verlassen und Bayern in die Gemeinde Bayrischzell im Mangfallgebirge, am Fuß des Wendelsteins, zu Füssen des Sudelfelds und unterhalb des Sudelfeldpasses erreicht. Im Bereich des heilklimatischen Luftkurortes wurde 2006 der Braunbär Bruno auf der 1500 Meter hohen Kümpflalm in der Nähe der Rotwand im Spitzingseegebiet erschossen. Jetzt ging es weiter nach Schliersee (Gemeinde und gleichnamiger See). Die Sehenswürdigkeiten: Das 1892 gegründete Schlierseer Bauerntheater ist das älteste Theater dieser Art. Das bäuerliche Leben und Arbeiten der letzten 500 Jahre ist im Schlierseer Heimatmuseum, einem der ältesten Häuser des Ortes (erbaut um 1500), dargestellt. Das Markus Wasmeier (zweifacher Olympiasieger 1994 in Lillehammer, Norwegen) Bauernhof- und Wintersportmuseum ist ein Freilichtmuseum am Südufer des Schliersees. Das Museum widmet sich dem bäuerlichen Leben zu Anfang des 18. Jahrhunderts. Alte Bauernhöfe aus dem bayrischen Oberland wurden hierzu am Originalstandort abgebaut, restauriert und im Museum wiederaufgebaut. Erwähnenswert sind noch die gotische Kapelle St. Georg aus dem 14. Jahrhundert, die Barockkirche St. Martin mit dem Jennerwein-grab und die von 1712 bis 1715 erbaute Pfarrkirche St. Sixtus. Von hier ging es weiter an den Tegernsee (Ausflugs- und Fremdenverkehrsziel in den Bayerischen Alpen – zählt zu den saubersten Seen Bayerns, durch eine in den 1960er Jahren geschaffene durchgängige Ringkanalisation rund um den See). Im Herzoglichen Bräustüberl wurde das Mittagessen, aufgrund der sehr sommerlichen Temperaturen, im Terrassenbereich unter Sonnenschirmen, zu sich genommen. Anschließend wanderte man am Tegernsee entlang und erforschten den Ort Tegernsee.

Der berüchtigte Wetter- umschwung in den Bergen

Anschließend ging es mit dem Reisebus zwischen Karwendel (das Karwendel ist eine Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen mit 125 Gipfeln, die über 2.000 Höhenmeter erreichen) und Rofangebirge (der westliche Teil der Brandenberger Alpen wird als Rofangebirge bezeichnet. Es wird „Rofan“ genannt und liegt vollständig in Tirol) zum Achensee. Der Achensee (133 Meter tiefer Gebirgssee, größter See Tirols, wird auch als Tiroler Meer bezeichnet, hat hervorragende Wasserqualität und die Wassertemperatur überschreitet kaum 20 Grad Celsius) bildet mit dem Achental die Grenze zwischen Karwendelgebirge im Westen und Brandenberger Alpen im Osten. In Pertisau wurde die Kaffeepause eingelegt. Hier ist auch die Heimat von Joschi Entner, dem 13-fachen Segel-Europameister, der hier sein Hotel „Entners am See“ führt. Auf der Seeterrasse genoss man Kaffee, Kuchen und den herrlichen Ausblick auf Achensee und die umliegenden Berge. Die schmalspurige Achenseebahn verbindet Jenbach im Inntal bis zur Südspitze des Achensees. Hier konnte ein Wetterumschwung live erlebt werden. Kaum angekommen, zeichneten sich in weiter Ferne ein paar dunkle Wolken ab. Innerhalb einer Stunde begann es zu stürmen, die dunklen Wolken „rasten“ und die ersten Regentropfen fielen vom Himmel. Gott sei Dank saß die Gruppe da aber schon im Bus, um die Reise ins Hotel anzutreten. Vorbei ging es am Panorama-Restaurant Kanzelkehre über die Inntalautobahn, vorbei an Rattenberg (flächenmäßig kleinste Gemeinde und einwohnerzahlenmäßig die kleinste Stadtgemeinde in Österreich) und mehreren Schlössern, ehe in Kufstein die Reiseführerin Johanna ausstieg. Müde erreichte die Gruppe die Unterkunft „Alpenhotel Riedl“, um nach einer „Verschnaufpause“ das reichhaltige und schmackhafte Abendessen zu genießen. Der Abend klang gemütlich bei geselligem Beisammensein aus.

Bei bestem Wetter konnten die Schützen die Region um Kössen erkunden, wie zum Beispiel die Bergkirche St. Johann. Foto: privat

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