Interessengemeinschaft „Schutz gegen Bahnlärm und Erschütterungen e.V.“
Stephan Wefelscheid unterstützt die Bürgerinitiativen
Neuwied. Auf der 58. Dienstags-Demo gegen Bahnlärm vor dem Bahnhof in Neuwied hatten sich wieder über 50 Teilnehmer eingefunden. In seiner Ansprache sagt Stephan Wefelscheid, Landesvorsitzender der Freien Wähler, den Bürgerinitiativen die volle Unterstützung zu.
Er lobte das Engagement der einzelnen Bürgerinitiativen, von Wiesbaden bis Bonn, in Sachen Bahnlärm. Es sei bekannt, dass Lärm krank mache und dass das Wohlbefinden stark beeinträchtigt werde Es könne nicht sein, dass die Region Mittelrhein zu einem Frachtkorridor für Güterzüge verkomme. Der Lärm, der durch die Güterzüge verursacht werde, müsse an der Quelle bekämpft werden. Das heißt, die Umrüstung der Güterwagen auf die sogenannte Flüsterbremse müsse schneller vorangetrieben werden.
Flickschusterei statt Investition
Das Argument, der Bahn oder dem Bund fehle es an Geld, könne man nicht gelten lassen. Deutschland betreibe hier Flickschusterei, statt vernünftig in neue Güterzugtrassen zu investieren. Wenn die Umrüstung weiter verschleppt werde, müssten die Trassenpreise angehoben werden und ein Nachtfahrverbot für alte und laute Güterwaggons müsse eingeführt werden. Dies sei zwar kein Allheilmittel, aber als Druckmittel könne es von Nutzen sein.
Man müsse am Ball bleiben und immer wieder auf den Missstand des Bahnlärms hinweisen, so Wefelscheid.
Nächste Demo am 14. November
Heinz-Günter Heck von der Interessengemeinschaft „Schutz gegen Bahnlärm und Erschütterungen“ eV. Bad Hönningen weist auf die nächste Demo hin. Am 14. November, wie gewohnt um 19 Uhr vor dem Bahnhof in Neuwied, wird Frank Puchtler, Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, in Neuwied zu Gast sein und zu den Demonstranten sprechen.
Verfassungsbeschwerde eingereicht
Die Bürgerinitiative gegen Bahnlärm Bad Hönningen begrüßt die eingereichte Verfassungsbeschwerde gegen die Gesundheitsschädigung durch Schienenlärm von der Bundesvereinigung gegen Schienenlärm (BVS). Gleichfalls werden die Parteien des neuen Bundestages aufgefordert, dem Schutz der Gesundheit der von Schienenlärm Betroffenen einen deutlich höheren Stellenwert einzuräumen.
Die Bürgerinitiative lädt alle Bürger ein, zu den Dienstags-Demos zu kommen und die lärmgeplagten Anwohner entlang der Eisenbahntrassen zu unterstützen. Übrigens finden die Demos bei jedem Wetter statt.
Pressemitteilung Interessenge-
meinschaft „Schutz gegen Bahnlärm und Erschütterungen e.V.“
