Erstes Kanzelfest auf dem Krahnenberg war ein voller Erfolg
Sternwanderung, „Kanzel-Cup“ und vieles mehr
Andernach. Die Stadt Andernach hatte am vergangenen 1. Mai alle Andernacherinnen und Andernacher sowie Gäste zum ersten Kanzelfest eingeladen. „Wir möchten mit diesem Fest der Bevölkerung den Krahnenberg und den Platz vor der neu gestalteten Kanzel wieder nahebringen und ihn wieder zu einem Ausflugsziel und Ort der Begegnung für die Zukunft machen. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, die Gemeinschaft von Andernach mit einem Volksfest zu feiern,“ so Oberbürgermeister Christian Greiner im Vorfeld. Und er hatte Recht - zu Hunderten strömten bereits am frühen Mittag die Gäste auf „den Hausberg“. Es waren extra kostenfreie Shuttle-Services angeboten, Sternwanderungen oder Fahrradfahrten aus den Ortsteilen wurden stark genutzt. Das tolle Wetter tat sein Übriges und es herrschte ein reges Treiben rund um die Kanzel. Auf dem Gelände gab es Picknickmöglichkeiten für die ganze Familie, denn für Speisen und Getränke war bestens gesorgt. Für Kinder gab es Bogenschießen, Spielmobil und viele weitere Spiele. Höhepunkt der Veranstaltung war ein lustiger, sportlicher Wettkampf („Game of Kanzel“) um den Kanzel-Cup, vergleichbar dem früheren Spiel ohne Grenzen oder heutigen spaßigen TV-Duellen. Der Turner Bund 1867 e.V. Andernach und das Sportamt der Stadt hatten sich einige sportliche Spiele für die Teams ausgedacht, bei denen es in erster Linie um den Spaß und die gemeinsame Freude in einem Wettbewerb ging, aber natürlich auch um den Sieg und den Gewinn des Kanzel-Cups, eines Wanderpokals, den die Stadt Andernach ausgelobt hatte. Acht Mannschaften mit jeweils sechs bis zehn Teilnehmer/innen gingen an den Start. Nach spannenden und lustigen Spielen ging am Ende das Team der Stadtverwaltung Andernach als Sieger hervor und erhielt somit den Wanderpokal. Zweiter wurde das Team der Eicher Möhnen gefolgt vom TBA-Team. Es war ein rundum gelungener Tag, der wahrscheinlich mit einem zweiten Kanzelfest eine Fortsetzung finden wird.
Zur Historie der Kanzel
Die Kanzel auf dem Krahnenberg in Andernach ist ein historisches Aussichtsbauwerk mit besonderer Bedeutung für die Region. Sie wurde im Jahr 1926 errichtet. Der Krahnenberg selbst ist ein beliebtes Ausflugsziel, benannt nach dem mittelalterlichen Hafenkran in Andernach. Die Kanzel entstand als Teil eines touristischen Erschließungsprojekts in der Zwischenkriegszeit, das den Naherholungstourismus fördern sollte. Sie wurde in einer architektonisch schlichten, aber funktionalen Form erbaut und fügt sich harmonisch in die natürliche Umgebung ein. Über die Jahrzehnte hinweg diente die Kanzel nicht nur als Aussichtspunkt, sondern auch als Ort der Begegnung und des stillen Gedenkens – insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg.
Die „neue“ Kanzel heute
Die neue Kanzel wurde im Jahr 2024 feierlich eröffnet und ersetzt das frühere Bauwerk, das im Laufe der Zeit stark verwittert war. Der moderne Aussichtspunkt wurde in einem zeitgemäßen, aber bewusst schlichten Design errichtet, das sich harmonisch in die Natur des Krahnenbergs einfügt und dabei den historischen Charakter des Ortes respektiert. Mit ihrer offenen, teils schwebenden Konstruktion bietet die neue Kanzel einen Panoramablick über das Rheintal, die Stadt Andernach und die umliegenden Höhenzüge. Die Gestaltung setzt auf nachhaltige Materialien wie Holz und Stahl sowie eine barrierearme Zugänglichkeit, wodurch die Kanzel für Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen attraktiv ist. Das Projekt wurde von der Stadt Andernach gemeinsam mit lokalen Initiativen und Fördermitteln realisiert und ist Ausdruck eines neuen Selbstverständnisses: Die neue Kanzel steht für Offenheit, Naturverbundenheit und eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der regionalen Identität.
WAM
Es herrschte ein reges Treiben rund um die Kanzel.
Oberbürgermeister Christian Greiner und Bürgermeister Claus Peitz weihten die neu gestaltete Kanzel ein.
Höhepunkt der Veranstaltung war ein lustiger, sportlicher Wettkampf („Game of Kanzel“).
