Allgemeine Berichte | 11.02.2020

Die „Gruuße“ präsentierte eine hinreißende Sitzung

Stimmung war auf dem Höhepunkt

Akrobatische Höchstleistungen wurden präsentiert. Fotos: HH

Koblenz. Die Mutter aller Sitzungen im Koblenzer Karneval ist nach dem Prinzenjahr wieder auf den Samstagabend zurückgekehrt. Bevor die „Gruuße“ jedoch mit ihrer Sitzung startete, wurden Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, sowie Vertreter befreundeter Karnevalsvereine ab 18.30 Uhr, beim Ordensappell mit dem neuen Orden geehrt. Um 19.30 Uhr öffnete sich die Tür und unter der musikalischen Begleitung vom Fanfarenzug TGO Lahnstein marschierte der Elferrat mit den Garden, ein. Sitzungspräsident Georg Heinz, der erstmalig durch den Abend führte, begrüßte dann auch direkt zu Anfang das Kinderprinzenpaar „Prinz Felix“ und „Prinzessin Chantal“ von den Rheinfreunden aus Neuendorf.

Nach dem Ausmarsch aller Beteiligten - ohne Elferrat - stieg „Ex-Prinz Hubertus von Rhenus und Mosella“ (Hubertus Kleppel) als erster in die Bütt. Unter dem Motto „Der neue Hofstaat doht die Händ sich reiwe, ich war mal Prinz on dorft et net bleiwe“, berichtete er voller Wehmut über seine Zeit als Prinz, die leider vorbei ist.

Ein Augenschmaus folgte anschließend mit dem Gardetanz der GKKG. Mehrere Generationen, die trainiert werden von Christina Becker, Cathrin Wieczorek, Judith Christ und Janina Steinel - verantwortlich für Kinder und Jugend, sind hier vereint.

Wenn es eine erste Liga für Protokoller geben würde, Dieter Jäger stünde bestimmt auf einem der vorderen Plätze, wenn nicht sogar ganz oben. Sein Protokoll, dass in feinster Reimform die großen Probleme beinhaltete, war ein Genuss, der mit viel Applaus oftmals unterbrochen wurde. Mit dem Vers „Wir retteten den Baum, den Wald u.s.w. bis zum Jahr 2020, da heißt die Devise „rette sich wer kann“ hielt es das närrische Publikum nicht mehr auf den Stühlen.

Die „Altstadtpänz“ unter Dirk Grecelius und Daniel Ferber, brachten den Saal anschließend zum Schunkeln. Das musikalisch einfühlsame „Altstadt-Lied“ widmeten sie Ralf „Kniff“ Rosenbaum, Koblenzer Musiker, der vor Kurzem seiner schweren Krankheit erlegen ist.

Anschließend kam „Et Tusnelda – die Wuchtbrumme – aus dem Langweiler Land“ alias Serap Boos, auf die Bühne. Serap Boos ist eine Institution auf den Sitzungen bei den „Kesselheimer Kapuzmänner“ und brachte mit ihren Reise-Erlebnissen zum Ballermann, mit Sprüche wie: „ich fühle mich wie eine Avocado – weiche Schale – harter Kern und drumherum lauter Fett“ oder „high heels – die Königsklasse bei den Schuhen“, den Saal zum Kochen.

Daniel Ferber sang sich anschließend mit seinen Liedern in Kowelenzer Platt, in die Herzen des närrischen Publikums. Der Showtanz der Kinder und Junioren - ebenfalls trainiert von Christina Becker, Cathrin Wieczorek, Judith Christ und Janina Steinel - ließ nicht nur die Herzen der Damen höherschlagen.

Prinz und Confluentia gaben sich die Ehre

Natürlich ließen sich das Koblenzer Tollitätenpaar „Prinz Marco I. vom Geisbach“ und ihre Lieblichkeit „Confluentia Kim“ es sich nicht nehmen, der „Gruuße“ ihren Besuch abzustatten. Für die „Hofmamaschall“ Verena Müller-Dötsch, hielt Sitzungpräsident Georg Heinz eine kleine Überraschung bereit. Sie durfte es sich während des ganzen Prinzenbesuches auf einem Liegestuhl mit Sekt und Kuchen, bequem machen.

Wenn jemand auf dem Bahnsteig auf den Zug wartet, kann es passieren, dass man unfreiwillig von Leuten angesprochen wird. Dies passierte Stefan Strunk, als er auf seinen Zug nach Weimar wartete und von einer Person (Petra Gerhartz) angesprochen wurde. In diesem Zwiegespräch ging es um einen antiken Schreibtisch von Herrn Schiller, der in Weimar von Herrn Schaller verkauft wird.

Anschließend ging´s mit dem Solotanz, getanzt vom Solomariechen Nadine Kuhlmann und dem Paartanz von Julia Wilsdorf und Martin Wieczorek auf der Bühne im Programm weiter.

Neun junge Musiker aus Koblenz brachten mit ihrem „MegaBrass“ den Saal zum Toben. Was einem alles als Feuerwehrmann passieren kann, darüber berichtete der „Feuerwehrmann Kresse“.

Mit dem Männerballett „Flinke Sohle“ der GKKG - trainiert von Janina Steinel, mit Unterstützung von Leonie Castor und Sarah Fritz - näherte man sich immer mehr dem Ende der Sitzung und die Stimmung im Saal blieb weiterhin auf dem Höhepunkt.

Der Showtanz der „Senioren“ - trainiert von Sandra Hamm und Julia Wilsdorf - entführte das Publikum mit einem wunderbaren Tanz und herrlichen Melodien zum Thema „Küssen verboten“, was nicht ernst genommen werden muss.

Mit einem großen Finale verabschiedete sich Sitzungspräsident Georg Heinz vom Publikum, seinem Verein, allen Helfern und bedankte sich für die wunderbare Veranstaltung. „Nau eran fängt ahn die Hotzels die säin dran“ sang dann noch traditionsgemäß die „Hotzelsfamillisch“ mit viel Radau zum Ausmarsch.

Die hauseigene Band „Zitz on Zores“ sorgte vor und nach der Sitzung noch für tolle Stimmung.

Stimmung war auf dem Höhepunkt

Stimmung war auf dem Höhepunkt

Akrobatische Höchstleistungen wurden präsentiert. Fotos: HH

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