Feierliches Pfarrfest fand in Sankt Kunibert statt
Stimmungsvolles Programm
Heimerzheim. Vor wenigen Monaten war die Wanderausstellung „ Leibhaftig - dem Geheimnis näher kommen „ zu Gast in der Heimerzheimer Pfarrkirche. Diese von der Abteilung Jugendseelsorge des Erzbistums Köln zusammengestellte Präsentation beschäftigte sich auch mit dem Geheimnis des Brotes, in dem für die Christen Jesus Christus leibhaftig und gegenwärtig ist. Die Leibhaftigkeit Jesu im Brot stand auch in der Festmesse an Fronleichnam auf dem Schulhof der Gemeinschaftsgrundschule im Mittelpunkt. Schon früh am Morgen waren die unterschiedlichen Gruppen in Aktion. Die Anwohner der Goethestraße hatten Blumen und Pflanzen der Nachbarn gesammelt, um damit den Altar auf dem Schulhof zu schmücken. Den Altar am Fronhof bauen die Pfadfinder auf und traditionell schmückte ein Blumenteppich den dritten Altar auf dem Gottfried Velten Platz, den die Mitglieder der Familie von Boeselager gestalteten. In seiner Ansprache verdeutlicht Pater Marek Madej das die Katholiken sich an diesem Tag weltweit mit Jesus Christus in der Gestalt des Brotes auf den Weg machen. Monstranz, so Marek kommt von dem lateinischen Wort „monstrare“, - „zeigen“. Auch das Wort Demonstration hat hier seinen Ursprung. So ist unsere Prozession ein Stück Demonstration. Ja, wir demonstrieren und bekennen uns so mit unserem Tun und mit unserer Teilnahme zu unserem Glauben und an die Gegenwart Christi.
Der Kirchenchor gestaltete diese Messe musikalisch unter der Leitung von Manuela Haupthoff . Wie es sich bei einem hohen Gast gehört, waren die Straßen dank der Anwohner festlich geschmückt. Messdiener führten die Prozession an und die Kommunionkinder, Pfadfinder, Chöre und viele Gemeindemitglieder machten sich singend und betend auf den Weg. Die Schützen trugen den festlich geschmückten Baldachin, der vor einigen Jahren restauriert wurde. Nach den drei Außenaltären zogen die Gläubigen abschließend in die Pfarrkirche Sankt Kunibert, wo nach dem Segen die Prozession stimmgewaltig mit dem Lied „ Großer Gott wir loben Dich“ zu Ende ging. Bei dem anschließenden Pfarrfest konnten sich die Teilnehmer dann mit Getränken, Deftigem vom Grill, Kaffee und Kuchen bestens stärken. Das Kuchenbuffet hatte dank der Heimerzheimer Bäcker und vieler Spenden der Gemeindemitglieder ein fantastisches Angebot. Auch das Programm diese Festes konnte sich sehen lassen. Die Katholische Frauengemeinschaft machte mit dem Angebot Taizélieder den Anfang.
Die Hüpfburg der Mutter Kind Gruppe wurde von den Kleinsten ständig belagert und die Kindertagesstätte Sankt Kunibert bastelte mit Filz und Holz. Pfarrer Michael Eschweiler lud die Gäste in seine Wohnung ein, um einige Kostbarkeiten aus seinem Buchregal für einen guten Zweck zu anzubieten. Dieser besondere Tag war ein willkommener Anlass die Glocken sprechen zu lassen. So beierten die Jugendlichen die eingeübten Melodien. Für die Kölsche ist das heimische Liedgut immer eine besondere Botschaft, so hatte Michael Eschweiler einige Gassenhauer wie zum Beispiel „Wenn nicht jetzt, wann dann“ - „Heimweh nach Köln“ oder auch „Du bes die Stadt“ ausgesucht, um die Texte zu erläutern. Die Messdiener hatten sich vorgenommen darüber zu informieren, dass neben dem Dienst am Altar auch viele Aktionen ihre Gemeinschaft prägen. Eine fantastische Jugendarbeit leisten in Heimerzheim seit vielen Jahren auch die Pfadfinder. Mit den Angeboten: Slackline, Infotafel, Hängematten, Kicker und Tischtennis konnte nur einiges präsentiert werden. Rainer Schmitz führte Interessierte durch die Kirche und die Kinderkurse führten das Kasperlestück „Bello die Spürnase“ auf.
Keiner wollte mit Bello Spielen und so versteckte er kurzerhand die Spielsachen von Kasperle. Auf der Suche nach den Spielsachen war dann natürlich Bello wieder sehr gefragt. Musik lag an diesem Tag besonders in der Luft und so sang der Junge Chor zum musikalischen Abschluss Oldies und Evergreens, bei denen alle Gäste eingeladen waren mitzusingen.
Die Kindertagesstätte Sankt Kunibert bastelte mit Filz und Holz.
