Allgemeine Berichte | 14.06.2017

Zentrum für Kinderheilkunde im Universitätsklinikum Bonn

Stofftier-Schnecke Lucy hat extreme Bauchschmerzen

Teddy-Krankenhaus behandelt vom 21. bis 23. Juni kranke und verletzte Kuscheltiere

Bonn. Experten für Stofftierheilkunde im Einsatz: Vom 21. bis 23. Juni richtet das Universitätsklinikum Bonn gemeinsam mit der AOK Rheinland/Hamburg, dem Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn e. V. sowie den Fachschaften Medizin und Pharmazie wieder eine Teddy-Klinik ein. Auf dem Gelände des Zentrums für Kinderheilkunde, Adenauerallee 119, erwarten Stofftier-Ärzte und -Apotheker an diesen drei Tagen von 9 bis 16 Uhr 60 angemeldete Kindergartengruppen.

Am Freitag, 23. Juni, ist das Teddy-Krankenhaus zusätzlich von 13 bis 16 Uhr offen für Familien mit Kindern.

„Gut, dass die Teddy-Klinik wieder ihre Türen öffnet“, sagt Jürgen Engels, Regionaldirektor der AOK Rheinland/Hamburg in Bonn. Denn 1.200 Kindergartenkinder warten auf die Behandlung ihrer Kuscheltiere und Puppen. Egal ob der Teddy ein Knopfauge verloren hat, das Erdmännchen nicht mehr stehen kann oder die Schildkröte sich ihren Panzer verstaucht hat, nichts macht ihnen mehr Spaß, wenn ihre plüschigen Freunde krank sind.

Doch die Kleinen haben Glück, denn die Experten des Teddy-Krankenhauses sind auch auf seltene Stofftier-Krankheiten und komplizierte Operationen gut vorbereitet. Bereits zum 14. Mal verwandelt sich das Gelände der Bonner Universitäts-Kinderklinik für drei Tage in ein Teddy-Krankenhaus mit Anmeldung, Wartezone, Behandlungsräumen, OP, Röntgenabteilung, Krankenwagen und einer Apotheke.

An der Anmeldung erzählen die besorgten „Eltern“, welche Beschwerden ihre Spielgefährten plagen. Medizinstudenten behandeln unter anderem Erkältungen, Beinbrüche, abgerissene Ohren und sogar ein Loch im Herzen.

Dazu stehen ihnen Anamnese-Bögen, gängige und etwas außergewöhnlichere Untersuchungsmethoden wie Röntgen oder Ultraschall sowie, falls erforderlich, verschiedene Operations-Techniken zur Verfügung. Zum Schluss gibt es von den Pharmazie-Studenten in der Apotheke noch ein paar heilende „Gesundbären“ auf Rezept. So sind alle Sorgen schnell vergessen.

Spielerisch mit dem Thema „Kranksein“ auseinandersetzen

In der Teddy-Klinik können Kinder den Aufenthalt in einem Krankenhaus erleben, ohne selbst als Patient betroffen zu sein.

„Wir wollen dazu beitragen, dass die Kinder weniger Ängste haben, falls sie selbst einmal betroffen sind“, sagt Prof. Dr. Johannes Breuer, Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Kinderheilkunde am Universitätsklinikum Bonn. Auch für die Studenten sind die Besuche von Teddy & Co wertvoll: Sie können den Umgang mit künftigen Patienten üben.

Die Resonanz auf das Teddy-Krankenhaus ist nach wie vor groß und viele Kindergärten sind Stammbesucher.

Immer wieder sind die Kinder begeistert bei der Sache.

Sie profitieren langfristig davon, weiß Ingrid Beckmann-Singerhoff von der AOK Rheinland/Hamburg: „Das zeigt sich besonders dann, wenn die Kinder selbst in die Klinik müssen. Die kleinen Patienten gehen sehr viel unbefangener mit dieser neuen Situation um. Schließlich waren sie bereits einmal in der Klinik, als ihr Kuscheltier erkrankt war und so kennen sie den Ablauf schon.“

Infos gibt es auch unter /www.teddykrankenhaus.uni-bonn.de/

uni-bonn.tv hat die Stofftierärzte bei ihrem neunten Einsatz begleitet. Den Podcast dazu gibt es unter www.youtube.com/watch?v=_1u1QQhQojM

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