Arbeitskreis „Stolpersteine Swisttal“
Stolpersteine für Heimerzheim
Heimerzheim. Die Verlegung der Heimerzheimer Stolpersteine findet am Samstag, 19. Dezember ab 9:30 Uhr auf der Kirchstraße statt. Der Kölner Bildhauer Demnig erinnert mit seinen Stolpersteinen an Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten, selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in den Bürgersteig einlässt. Inzwischen liegen Stolpersteine in über 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. Bereits im März hatte der Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss, auf Vorschlag der Swisttaler Grünen, beschlossen, eine Projektgruppe „Stolpersteine für Swisttal“ zu gründen. Unter dem Vorsitz von Udo Ellmer entwickelte die Projektgruppe in diesem Zusammenhang den Leitgedanken: „Nicht Schuld, sondern historische Verantwortung“. Unter dieser Prämisse gelang es, Unterstützer gegen das Vergessen zu finden. „Ganz besonders freuen wir uns aber, dass sich auch viele junge Menschen für das Projekt interessieren“, hebt der Vorsitzende der Projektgruppe hervor. Deshalb werden sich an den Feierlichkeiten auch Schülerinnen und Schüler der Georg-von-Boeselager-Schule und Konfirmandinnen und Konfirmanden beteiligen. Pastorin Müller-Bück hat mit ihrer Heimerzheimer Konfirmandengruppe das Lied „oseh shalom“ aus dem jüdischen Kaddisch vorbereitet, das sinngemäß „Der Frieden stiftet in seinen Himmelshöhen, stifte Frieden unter uns und ganz Israel, sprechet Amen“ bedeutet. In der Heimerzheimer Sekundarschule befasst man sich gegenwärtig ebenfalls intensiv mit dem Dritten Reich. „Wir sind bei dem Themenkomplex der Judenverfolgung und Diskriminierung angelangt und erörtern gerade die Nürnberger Gesetze, um dann im Anschluss die Deportationen und die systematische Ermordung zu thematisieren. Dies soll verknüpft mit den lokalen Biographien aus Heimerzheim geschehen,“ so Jonas Weichel, Lehrer an der Sekundarschule. „Die Einbeziehung junger Menschen in das Thema ist von besonderer Bedeutung für das Projekt und für die Weitergabe der historischen Verantwortung an die folgenden Generationen“, lobt Udo Ellmer die Initiativen. „Wir würden uns am 19. Dezember aber auch sehr über eine gute Resonanz aus der Bevölkerung und über eine rege Teilnahme in der Kirchstraße freuen,“ so Ellmer weiter. Fragen zum Projekt „Stolpersteine“ werden unter folgender Mailadresse gerne beantwortet: Stolpersteine-Swisttal@web.de. Wer sich durch Spenden beteiligen möchte, kann dies zugunsten folgender Bankverbindung tun: Kreissparkasse Köln, Kontonummer: 05 90 02 00 6, Bankleitzahl: 37 05 02 99, IBAN: DE 17 37 05 02 99 00 59 00 20 06, BIC: COKSDE33, Verwendungszweck: 90 95 00 00 56 37 Projekt „Stolpersteine Swisttal“. Wenn eine Spendenquittung gewünscht wird, bitte Namen und die Adresse des Spenders auf der Überweisung angeben. Dies gilt auch für Organisationen und Vereine.
Pressemitteilung des
Arbeitskreises
„Stolpersteine Swisttal“
