Allgemeine Berichte | 23.11.2020

TV Feldkirchen

Stolze Turner-Eiche ist wohl nicht mehr zu retten

Die Eiche hat den Pilz „Hallimasch“. Die Standfestigkeit ist gefährdet. Fotos: privat

Feldkirchen. Die Altvorderen des TV Feldkirchen 1886 e.V. brachten 1927 eine junge Eiche vom Turnfest in Berlin mit nach Hause. Seitdem wurde sie gehegt und gepflegt. Unter den weit ausladenden Ästen des ortsmarkanten Baumes wurde bei so manchem Vereinsfest „gelebt, geliebt und gesoffen“. Die Verantwortlichen wollten dieses Jahr eigentlich nur wieder die Arbeiten für den regelmäßigen Pflegeschnitt vergeben. Bereits in der Angebotsphase von verschiedenen Baumdiensten zeigte sich immer klarer die Erkenntnis, dass die Eiche nicht mehr gesund ist. Um eine umfassende Einschätzung zu bekommen, wurde zunächst der zuständige Förster befragt und danach Baumchirurgen und -sanierer zu Rate gezogen. Das Urteil eines Baumsachverständigenbüros bestätigte schließlich die traurige Gewissheit. Der Pilz „Hallimasch“ wird als für den Baum tödlich angesehen und die Standfestigkeit ist wegen Wurzelfäule mittelfristig gefährdet. Der Schaden sei irreversibel. Dennoch hat der Vorstand auch Sanierungsmöglichkeiten erwogen. Ein radikaler Rückschnitt um 40 Prozent mit einer unterstützenden Baumdüngung würde aber im Vergleich zur Fällung sofort das vier- bis fünffache kosten. Zudem würde der Erhaltungsversuch eine regelmäßige Standfestigkeitsprüfung erfordern mit sich daraus ergebendem Pflegerückschnitt. Damit liegen die Kosten schnell im fünfstelligen Bereich! Da es aber insbesondere mit diesen Maßnahmen keinerlei Erfolgsgarantie geben kann, wurde sich schweren Herzens, für die Fällung entschieden – es sei denn, es würde noch ein großzügiger Sponsor gefunden…

Die junge Eiche vor dem TV-Gebäude.

Die junge Eiche vor dem TV-Gebäude.

Die Eiche hat den Pilz „Hallimasch“. Die Standfestigkeit ist gefährdet. Fotos: privat

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