Allgemeine Berichte | 17.07.2018

60 Jahre KAB-Ring - Feier mit historischer Reise von Beginn an bis heute

Straßenfest bei strahlendem Sonnenschein

Neue Bewohner sagten zum Straßenfest, da sind wir dabei

Schülerchor des St. Joseph Gymnasiums in Rheinbach.privat

Rheinbach. Die Bewohner des KAB-Ringes feierten kürzlich bei strahlendem Sonnenschein und mit viel guter Laune das 60-jährige Bestehen ihrer Siedlung. Bei kühlem Getränk, Kaffee und Kuchen, Gegrillten und bunten Salaten feierten sie ab Nachmittag bis in den späten Abend. Für die musikalische Untermalung sorgte eine Band mit bekannten Künstlern. Fotowand, Videos und viele Gespräche mit Zeitzeugen führten die Besucher in eine historische Reise von Beginn an bis heute. Nach den Stimmen vieler Teilnehmer ließ das Straßenfest keine Wünsche offen.

Für was steht denn das „KAB“?

Egal aus welchem Grund die Bewohner des KAB-Ring ihre Anschrift kundtun, werden sie oftmals ungläubig angeschaut und gebeten, den Straßennamen doch besser zu buchstabieren. Für was steht denn da im Straßennamen bloß das „KAB“? Die alt eingesessenen Bewohner lüfteten dann sehr schnell das Geheimnis. „KAB“ stand für „katholische Arbeiterbewegung“. Eine Organisation, die damals dieses Bauprojekt unterstützte und dem Ring seinen Namen verlieh. Daneben wurde das Vorhaben auch von der Kolpingfamilie gefördert. Die Siedlung wurde damals auf Kirchenland errichtet. Zum Teil gehört auch heute noch das Land der katholischen Kirche.

Eine sehr eingeschworene Gemeinschaft - seit den Gründerjahren gehörte es zum gemeinsamen Leben der Bewohner des KAB-Ringes dazu, Feste zu feiern. Egal ob es sich um Ehejubiläen, Jubiläen der Siedlung, Kommunion, runde Geburtstage, Polterabend oder eben nur um den Beginn oder das Ende der Grillsession handelt, es wird gemeinsam gefeiert. Als Besonderheit verfügt der Ring sogar über einen zwar nicht gewählten aber von den Bewohnern des Ringes ernannten Bürgermeister dieser Siedlung. Die Nachbarn überraschten Clemens Spittel vor ein paar Jahren und verliehen ihm augenzwinkernd dieses Ehrenamt. Zu besonderen Anlässen - wie auch dem Straßenfest - trägt er als Zeichen die Bürgermeisterkette mit Würde. Er ist der 4. Bürgermeister nach Franz Schnitzler, Anna Pieke und Meinrad Schumacher.

Von „Kollege zu Kollege“

Am Samstag war es dann soweit, den Bewohnern zum sechzigjährigen Bestehen ihrer Siedlung zu gratulieren. Bevor das Straßenfest allerdings starten konnte, gab es noch einiges zu tun. Den vielen helfenden Händen der Bewohner war es schließlich zu verdanken, dass pünktlich um 15 Uhr das Straßenfest beginnen konnte.

Clemens Spittel begrüßte zur Eröffnung des Straßenfestes alle Bewohner und Gäste. Er begrüßte, sozusagen von „Kollege zu Kollege“, den Bürgermeister der Stadt Rheinbach, Stefan Raetz. Er lobte alle, die zum Gelingen des Festes durch Organisation, Hilfe, Salat, Kuchen oder Geldspenden beigetragen haben. Sein Lob galt auch den Familien, die in den letzten Jahren den Weg in den KAB-Ring gefunden haben. Sie haben sich voll in die Gemeinschaft eingegliedert und auch zum Gelingen dieses Festes beigetragen. Er begrüßte auch das jüngste Mitglied, Elisa Katharina Julius, dass vor ein paar Tagen das Licht der Welt erblickte und die Gemeinschaft des KAB-Ring deutlich verjüngt hat. Im Namen der Gemeinschaft beglückwünschte er die glücklichen Eltern.

In Anschluss begrüßte der Bürgermeister der Stadt Rheinbach Stefan Raetz die Bewohner des KAB-Ring und alle Gäste. Er bedankte sich augenzwinkernd und mit einem breiten Lächeln bei seinem „Bürgermeisterkollegen“ Clemens Spittel für die Einladung. Er betonte die starke Gemeinschaft im KAB-Ring, die schon so viele Jahre hält. Vor allem haben es die Bewohner geschafft, diejenigen die neu dazugekommen sind, so in die Gemeinschaft aufzunehmen, dass diese sofort gesagt haben, da sind wir dabei. Die älteren Bewohner haben vor sechzig Jahren vieles auf sich genommen, um was Neues in Rheinbach Nord zu errichten. Stefan Raetz resümierte. Behalten Sie vor allem diese tolle Gemeinschaft, behalten Sie auch das, was sie auszeichnet, das füreinander da zu sein. Pflegen sie diese gute Nachbarschaft, dann werden sich alle weiterhin glücklich und zufrieden im KAB-Ring fühlen.

Das Leben im KAB-Ring

Eine Fotowand zeigte die Entstehung des Ringes, das gemeinsame Leben und Feiern der Bewohner im KAB-Ring. Eine Wand widmete sich dem Ursprung der Siedlung mit Bildern des ersten Spatenstichs der von Weihbischof Ferche, Dechant Laßleben, Stadtdirektor Dr. Römer und Dr. Kröger von der Siedlungsgesellschaft im Jahre 1957 vorgenommen wurde, sowie der Grundsteinlegung und des Richtfestes. Das Interesse der Gäste war groß, die die stellenweise sechzig Jahre alten Fotographien eingehend studierten. Bei der Gelegenheit tauchten verborgene Erinnerungen wieder auf, wie das damals so war. Nicht wie heute, wo alles perfekt organisiert werden kann, war damals oftmals auch beim Bau der Siedlung viel Improvisationstalent gefordert, um am Ende zum Ziel zu gelangen. Damals musste das Motorrad noch laufen, damit man beim Bau ein bisschen Licht hatte. Gerade junge Leute können sich das heute kaum noch vorstellen. Der im Zelt angebrachte Beamer projizierte zunächst einen Bildervortrag von der Entstehung der Siedlung und dann einen Film über die Feier zum vierzigjährigen Bestehen des Ringes auf eine Leinwand. Sichtlich amüsiert schauten die Bewohner diesen Film von den Feierlichkeiten am 22. August 1998 an. Zeigte er doch viele Bewohner, die auch heute noch im KAB-Ring zu Hause sind. Es schien, als sei die Zeit vor 20 Jahren einfach stehen geblieben.

Musikalische Überraschungen und Highlights

Der Siedlungsbürgermeister überraschte die Bewohner und Gäste zu Beginn mit einem Drehorgelspieler, der plötzlich im Zelt stand. Er entpuppte sich als sein Bruder von Christian Spittel, der dem Fest mit seinen musikalischen Darbietungen einen nostalgischen Glanz verlieh. Mit Musikstücken wie z. B. den Schneewalzer erinnerte er an die damalige Zeit. Auch unser Siedlungsbürgermeister entlockte der Drehorgel anschließend so manche Melodie. Als weitere Überraschung sang ein Chor aus Schülerinnen und Schülern, die dieses Jahr ihr Abitur am St. Joseph Gymnasium ablegten und den Festakt umrahmten. Im Anschluss daran heizten dann Bernd und Arno Schumacher von der ehemaligen Rheinbacher Band die Tiebreaker mit Günter und Uli Spittel (Sohn mit Enkel unseres Siedlungsbürgermeisters) den Bewohnern und Gästen des Straßenfestes ordentlich ein. Zu bekannten Liedern und Songs tanzten und schunkelten alle Bewohner und Gäste bis in den späten Abend. Als die Band sich zu später Stunde verabschieden wollte, wurde sie vom Publikum durch frenetischen Applaus und Rufe nach musikalischer Zugabe darin gehindert. Dem Publikum zu urteilen, hätte die Band die ganze Nacht weiterspielen können. Zwischendurch sang die zwölfjährige Lilli Sommerfeld ein Solo an der Gitarre und begeistere das anwesende Publikum mit ihrer musikalischen Einlage. Zum Ausklang des Festes zogen die Bewohner und Gäste unisono Bilanz, dass das Straßenfest zum sechzigjährigen Bestehen des KAB-Ringes alle Erwartungen weit übertroffen habe. Eigentlich müsste ein solches Straßenfest – wie früher - viel häufiger stattfinden.

Bernd Schumacher, Uli Spittel, Arno Schumacher und Günter Spittel (v. l.).

Bernd Schumacher, Uli Spittel, Arno Schumacher und Günter Spittel (v. l.).

Die beiden Bürgermeister Clemens Spittel und Stefan Raetz (v. l.).

Die beiden Bürgermeister Clemens Spittel und Stefan Raetz (v. l.).

Fotowand über das Leben und gemeinsame Feiern im KAB-Ring.

Fotowand über das Leben und gemeinsame Feiern im KAB-Ring.

Schülerchor des St. Joseph Gymnasiums in Rheinbach.Fotos: privat

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