Allgemeine Berichte | 20.07.2021, 11:43 Uhr

Themenradweg Rheinische Apfelroute wird noch interessanter

Streuobstwiese und Honigbiene bilden eine perfekte Partnerschaft

An der „Alten Höhle“ in Kürrighoven erwartet jetzt eine von zwölf Erlebnisstationen Radfahrer aller Generationen mit Informationen zu Honigbiene und Streuobstwiese

Offiziell in Dienst gestellt wurde jetzt die neue Erlebnisstation in Kürrighoven zum Thema „Streuobstwiese und Honigbiene – eine perfekte Partnerschaft“. Mit dabei waren (von links) Monique Lebahn (RTV), Herbert Luhmer (Luhmer Maschinenbau GmbH), Stefan Thomas (Streuobstwiesenverein Wachtberg), der Erste Beigeordnete Swen Christian und Bürgermeister Jörg Schmidt. Foto: Jost
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Von unserem Mitarbeiter Volker Jost

Wachtberg. Der Themenradweg „Die Rheinische Apfelroute“ macht schon seit Mai 2019 auf 124 Kilometern Länge die Schönheit und Vielseitigkeit des größten Obst- und Gemüseanbaugebietes Nordrhein-Westfalens erlebbar. Zwölf neugestaltete Rastplätze mit Erlebniselementen und Informationstafeln laden zu einem informativen und kurzweiligen Zwischenstopp ein und machen die Route noch interessanter. Eine dieser Stationen ist in Wachtberg entstanden, an der „Alten Höhle“ in Kürrighoven geht es um das Thema „Streuobstwiese und Honigbiene – eine perfekte Partnerschaft“. Bürgermeister Jörg Schmidt (CDU) und der Erste Beigeordnete Swen Christian stellten die Erlebnisstation jetzt zusammen mit Monique Lebahn vom Verein Rhein-Voreifel-Touristik (RVT) offiziell vor. „Eine wunderbare Sache für das touristische Angebot im Drachenfelser Ländchen“, fand der Bürgermeister.

Auf interaktive und spielerische Weise vermittelten die zwölf Rastplätze auf jeweils individuelle Art und Weise einzelne Aspekte des übergreifenden Themas „Landwirtschaft und Kulturlandschaft“, erläuterte Lebahn. „Vor allem Familien mit Kindern dürfen sich von dem Angebot angesprochen fühlen“, glaubt sie. Denn nicht nur die Informationstafeln zieren die neuen Standorte, sondern auch mehrere Fahrradständer aus Metall sowie eine gemütliche Picknick-Sitzgruppe mit Platz für eine ganze Familie.

Überdimensionale Biene als Fotoobjekt

Die Station bei Kürrighoven steht unter der Überschrift „Streuobstwiese und Honigbiene – eine perfekte Partnerschaft“. Dort begrüßt eine zwei Meter große Biene aus Eichenholz und Metall die Radfahrer und zeigt so, welches Thema hier im Fokus der Erlebnisstation steht. Natürlich ist die überdimensionale Biene auch ein beliebtes Fotoobjekt, zumal die Flügel beweglich sind und zum „flattern“ einladen. Informationen zur Bedeutung der Honigbiene, deren Wirtschaftsleistung enorm ist und die dennoch oft unterschätzt wird, gibt es auch auf der dazugehörigen Informationstafel. Die wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Imkerbund erarbeitet, der seinen Sitz in Wachtberg hat. So erfährt man alles über die Honigbiene an sich und das Leben im Bienenstock, aber auch, dass die Arbeit des Imkers von großer Verantwortung geprägt ist, damit am Ende ein leckerer Honig herauskommt. In einem Schaubienenkasten, der von Imker Lothar Jentsch betreut wird, kann man zu jeder Jahreszeit live erleben, was gerade in einem Bienenvolk passiert.

Zudem enthält die Infotafel auch jede Menge Wissenswertes zu Streuobstwiesen, beigesteuert vom Streuobstwiesenverein Wachtberg, dessen Vorsitzender Stefan Thomas das Zusammenspiel mit dem Imkerbund ebenfalls lobt. Der Streuobstwiesenverein hat darüber hinaus vier Hochstamm-Obstbäume gepflanzt, die im Laufe der nächsten Jahre Schatten und Obst spenden sollen. Und je älter die Bäume werden, desto wertvoller werden sie aus ökologischer Sicht, denn Baumhöhlen, Spalten und Totholz bieten unzähligen Kleintieren und Insekten Lebensräume.

Zweite Erlebnisstation im Aufbau

Die zweite Wachtberger Erlebnisstation ist noch im Aufbau und beschäftigt sich mit dem Thema „Von der Plantage auf den Teller – Ein Apfel auf Reisen“. Hier wird erläutert, wie ein Apfel überhaupt ins Geschäft und von dort zu den Kunden nach Hause kommt. Was wird alles getan, bis er dort landet und welche Schritte sind hierzu notwendig – demnächst in der Nähe des Wachtberg-Ehrenmals bei Berkum zu erleben.

Entlang der regionalen Fahrradschleife zwischen Alfter und Wachtberg halten derzeit 53 zertifizierte Partnerbetriebe besondere Leistungen für ihre Gäste bereit. Sie haben sich auf die Bedürfnisse der Radler eingestellt, und bieten unter anderem fahrradbezogene Services, wie Werkzeugkoffer zur Pannenhilfe, Informationsmaterial, Trockenräume, ausreichende Abstellgelegenheiten sowie jede Menge Apfelroute-Produkte an. Eine Liste der Partner sowie weitere Informationen sind im Internet auf der Homepage www.apfelroute.nrw zu finden. Dort gibt es auch Informationen über die Nebenschleifen, denn in jeder der sechs beteiligten Kommunen ergänzt eine Ortsrunde die eigentliche Apfelroute.

Blick von der Fritzdorfer Mühle

Die 18 Kilometer lange Nebenschleife in Wachtberg führt von Berkum über Fritzdorf und Adendorf wieder zurück nach Berkum und stößt dabei bis an die südliche Grenze zu Rheinland-Pfalz vor. Die alte Fritzdorfer Mühle ist sicherlich ein Highlight, denn von ihr hat man einen schönen Blick in Richtung Ahrtal und die Nachbargemeinde Grafschaft. Weitere Höhepunkte sind die weitläufigen Obstplantagen, die besonders blühend im Frühling oder vollbehangen mit Früchten im Herbst zum Staunen einladen.

Schließlich ist auf den Informationstafeln auch jeweils noch eine Information zum Thema „Rücksicht macht Wege breit“ zu finden. Ein Großteil der Strecke führt nämlich über Wirtschaftswege entlang der Felder und Plantagen in der Region. Mit der Aktion „Rücksicht macht Wege breit“ macht der RVT seine Gäste und Wegenutzer auf die verschiedenen Bedürfnisse der unterschiedlichen Nutzergruppen vor Ort aufmerksam. „Mit der Kampagne wollen wir zu einem freundlichen Miteinander aufrufen und unseren Besucher sagen, dass es durchaus sein kann, dass ein Weg auch einmal verschmutzen kann. Schließlich handelt es sich um einen Arbeitsweg für die Landwirtschaft“, erläutert Monique Lebahn. JOST

Offiziell in Dienst gestellt wurde jetzt die neue Erlebnisstation in Kürrighoven zum Thema „Streuobstwiese und Honigbiene – eine perfekte Partnerschaft“. Mit dabei waren (von links) Monique Lebahn (RTV), Herbert Luhmer (Luhmer Maschinenbau GmbH), Stefan Thomas (Streuobstwiesenverein Wachtberg), der Erste Beigeordnete Swen Christian und Bürgermeister Jörg Schmidt. Foto: Jost

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