Allgemeine Berichte | 20.04.2016

Feierlicher Einführungsgottesdienst in der Meckenheimer Christuskirche

„Stück für Stück erobere ich meine Arbeitsbereiche“

Für Pfarrerin Susanne Back-Bauer gehören Spiritualität und Engagement, Beten und Arbeiten zusammen

Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Geistlichen wurde Susanne Back-Bauer (M.) in ihr neues Amt eingeführt. StF

Meckenheim. Mit einem feierlichen Gottesdienst unter der Leitung von Superintendent Mathias Mölleken wurde Susanne Back-Bauer als neue Pfarrerin in der Christuskirche in Meckenheim eingeführt. Ihre schwäbische Heimat kann die neue Pfarrerin freilich nicht verleugnen. Dabei ist die Theologin schon seit fast 20 Jahren im Rheinland tätig. Nun wird sie mit einem Dienstumfang von 75 Prozent in Meckenheim Mathias Mölleken entlasten. Gottesdienste, Konfirmandenunterricht und Schulgottesdienste, Bibelgespräche und Diakonie: Seit Mitte Februar befindet sich Back-Bauer in der „Einarbeitungsphase“, wie sie selber sagt. „Stück für Stück erobere ich meine Arbeitsbereiche. Das ist spannend, aufregend und sehr intensiv.“ Als Pfarrerin kommt es ihr ganz besonders darauf an, dass Spiritualität und Engagement, Beten und Arbeiten zusammen gehören. „Das bedeutet für mich lebendige, für alle offene Gottesdienste und Zuwendung zu denen, die in unserer Gesellschaft am Rande leben.“ Außerdem ist ihr Raum für seelsorgerische Begleitung und Offenheit für die, die von der Kirche nichts mehr erwarten, wichtig. „Die Kirche muss mitten im Leben stehen und die drängenden Probleme unserer Zeit aufgreifen“, so die 59-Jährige wörtlich. In Meckenheim erwartet sie ein Team von Haupt- und Ehrenamtlichen, das war nicht immer selbstverständlich.

Berufstart vor 30 Jahren

Zu ihrem Berufsstart vor 30 Jahren war sie lange die einzige Pfarrerin im Dekanat auf der schwäbischen Alb. 1956 in Stuttgart geboren, studierte Susanne Back-Bauer in Tübingen und Erlangen Theologie. 1983 begann ihr Vikariat in Tübingen. Von 1985 bis 1997 war sie in Baden-Württemberg an mehreren Stationen als Gemeindepfarrerin, Klinikseelsorgerin und Landesblindenpfarrerin tätig. 1998 folgte sie ihrem Mann ins Rheinland und wurde Klinikseelsorgerin in Bonn. Zuletzt arbeitete sie bis 2013 mit halber Stelle als Gemeindepfarrerin in Alfter. Es folgte eine „Sabbat-Zeit“, die sie auch zum Besuch von Lehrveranstaltungen an den Universitäten Bonn und Bochum nutzte. Seit 2007 gehört sie zum Vorstand der Telefonseelsorge Bonn/Rhein-Sieg. Noch einmal eine neue Aufgabe in Meckenheim übernehmen zu dürfen, bezeichnete Back-Bauer als „großen Glücksfall“.

Herzliche Willkommensworte

Dass die neue Pfarrerin auf die Menschen zugehen kann, das konnte jeder Besucher auch nach dem Einführungsgottesdienst erkennen, denn Kommunikation ist eine ihrer Stärken. „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“ mit diesem Vers aus dem Johannes-Evangelium will sie ihr Werken in Meckenheim verstehen. Beim Empfang gab es daher auch viele Willkommensworte, unter anderem auch von Bürgermeister Bert Spilles, der die neue Pfarrerin auch ganz offiziell in der Apfelstadt und in ihrem Amt willkommen hieß. Aber auch Andreas von Gadow als Vorsitzender des Presbyteriums fand herzliche Worte. Aber auch zahlreiche weitere Geistliche feierten die Amtseinführung; neben Superintendent Mathias Mölleken auch Pfarrerin Cordula Siebert, Pfarrerin Ingeborg Dahl, Pfarrer Radomir Nosek und Pfarrer im Ruhestand Jochen Siebel, der als erster Pfarrer an der Christuskirche gewirkt hatte.

STF

Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Geistlichen wurde Susanne Back-Bauer (M.) in ihr neues Amt eingeführt. Foto: StF

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