Allgemeine Berichte | 12.02.2019

Eifelverein Remagen:

Stürmische Höhenwanderung rund um den Laacher See

Großes Basaltkreuz wurde 1906 aus Dankbarkeit errichtet

Der Eifelverein stellte sich zum Gruppenfoto vor dem Hochkreuz auf. Foto: privat

Remagen. Richtige Wellen auf dem Laacher See, manche sogar mit kleinen Schaumkronen - das war wirklich ein seltenes Bild, das sich den Remagener Eifelfreunden auf dem Höhenrundweg um den Laacher See bot. Dazu brauste mit großem Getöse ein Sturm durch den hochstämmigen Wald. Immer wieder setzte auch etwas Regen ein, aber gut ausgerüstet ließ er sich ertragen. Vom Gasthaus „Waldfrieden“ gelangt man im Uhrzeigersinn nach wenigen Kilometern zum rötlichen Tuffsteinbruch, in dem einst auch ein großer Teil der schönen Steine der Klosterkirche Maria Laach gewonnen wurde. Tief unter dem weiteren Verlauf des Weges ließ Abt Fulbert im 12. Jahrhundert einen 880 Meter langen Stollen anlegen zur Absenkung des Seespiegels. Da der See keinen natürlichen Abfluss besitzt, wäre das ganze Kloster sonst im Laufe der Zeit im See versunken. Ein kleiner Anstieg führte hinauf zum Hochkreuz. Von dort konnten die Wanderer den See aus ungewohnter Perspektive bewundern. Abt Fidelis (*1871, †1947) ließ dieses beeindruckend große Basaltkreuz 1906 aus Dankbarkeit für seine glückliche Rückkehr von einer Reise nach Jerusalem errichten. Für den Besuch der berühmten Klosterkirche nahmen sich die Wanderer ausreichend Zeit, bevor sie ihren Rundweg zum Lydiaturm fortsetzten. An einem solch stürmischen Wintertag mit jagenden, finsterdunklen Wolken am Himmel ist der Blick von diesem Aussichtsturm ganz besonders beeindruckend. Von dort hat man auch den besten Überblick über die ungeheure Gewalt der Vulkanexplosion vor 12.930 Jahren, die rings um den heutigen See einen im Mittel 125 Meter hohen Ringwall zurückließ. Sie war die stärkste Eruption der letzten 100.000 Jahre weltweit. Entgegen landläufiger Meinung war sie aber nicht die Jüngste in Deutschland. Das Ulmener Maar ist 2.000 Jahre jünger und auch das Booser Doppelmaar scheint jüngeren Datums zu sein. Sie werden nicht die letzten Vulkanausbrüche in der Osteifel gewesen sein. Ob der nächste aber in zehn oder in 10.000 Jahren kommt, weiß niemand zu sagen. Einen Grund zur Beunruhigung gibt es nicht. Die Beobachtungsmethoden sind heute so verfeinert, dass eine Warnung lange im Voraus sichergestellt ist. Im „Waldfrieden“ klang diese stürmische Wanderung in fröhlicher Runde aus.

Der Eifelverein stellte sich zum Gruppenfoto vor dem Hochkreuz auf. Foto: privat

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