Allgemeine Berichte | 21.02.2017

Kolpingball in Nievern

Super Stimmung in einer rappelvollen Narrhalla

Der Elferrat begrüßte die Gäste des Kolpingball in Nievern. MFU

Nievern. Wochenlang war der Vorstand der „Kolpingfamilie Nievern-Fachbach-Nievern“ damit beschäftigt, um den Besuchern der bereits seit über dreißigjährigen Tradition „Auf jedem Fall zum Kolpingball“ unter dem diesjährigen Motto „Grusel und Horror-Show“, einen bunten und abwechslungsreichen Abend zu präsentieren.

Schon vor Beginn der Großveranstaltung „Kolpingball“ herrschte in der bunt geschmückten Sporthalle eine super Stimmung. Die Musikkappelle „Perplex“ sorgte mit bekannten Stimmungsliedern für das „Warmup“, bevor es dann richtig losging.

Licht aus,- Spot an! Nebel drang durch die Luft. Gruselige Gestalten betraten die Bühne. Unter ihnen Graf Dracula, Hexen, der Sensemann und das Phantom. Der Damen- und Herrenelferat stellte sich schaurig vor.

Das war auch das einzig Schaurige an diesem über fünfstündig andauernden Programm mit Hochkarätern aus Nah und Fern.

Marco Herrmann (das Phantom) begrüßte die Gäste mit einem herzlichen Helau und freute sich über einen ausverkauften Saal.

„Schön, dass ihr alle den Weg in unsere bunte Narrhalla gefunden habt. Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, um euch ein kurzweiliges Programm zu bieten, auf den garantiert jeder auf seine Kosten kommen wird. Bevor wir aber mit den jüngsten Tänzerinnen an diesem Abend beginnen, lassen sie mich noch kurz ein paar Ehrengäste begrüßen“.

Altbürgermeister und Ehrenbürger von Nievern Franz Lehmler, Bürgermeister Lutz Zaun, 1. Vorsitzende der Kolpingfamilie Nastätten-Schönau, Werner Schleicher, Erster Beigeordneter der Stadt Bad Ems Oskar Flöck, Diakon Bernhard Müller, Bezirksvorsitzender der Kolpingfamilie Peter Bertram aus Lahnstein sowie eine Abordnung des Früchter-Karnevals-Club.

Die Kinder der Showtanzgruppe „Tanzmäuse“ von der Kolpingfamilie Nievern-Fachbach-Miellen und vom Fachbacher Carnevals Verein zeigten mit bunten Tüchern, keinen Gang auf dem Kriegspfad, sondern eine tolle Tanzdarbietung nach der Musik „Ich geh als Indianer“. Seit fünf Jahren gibt es diese Gruppe und trainiert werden die Kinder im Alter von vier bis neun von Melanie Hilgert, Katja Patzig-Schäfer, Judith Klein und Daniela Beisel. Der Berg ruft: die Tänzerinnen und Tänzer des HCV (Horcheimer Carnevalsverein) tanzten auf den Brettern der Hüttengaudi. Temperamentvoll, mit Schwung und Akrobatik wurde im Saal ordentlich eingeheizt. „Auf gehts, jetzt ist’s wieder so weit, auf gehts, heut wird nichts bereut. Komm, zeig mir no a bisserl, i wills a bisserl wissen, rock mi heut Nacht. Tanz ma a bisserl“ ,... weitere Ohrwürmer ließen die Skihasen durch die Luft fliegen.

Mit einem Gardemarsch marschierte die Traditionsgarde Rot-Weiß Lahnstein ein. Nach den Grußworten des Kommandanten „Schunkelt und tanzt mit, die Kleinsten schwingen für euch die Beinchen und die Röckchen“, hieß es: „Stellt euch auf zum Gardetanz, Mariechen tanzt“. Kindermarschballett und Marschballett zeigten ihren Gardetanz in Rot-Weißer Uniform.

Wie es einem Ehemann ergeht, der ein weinig in die Jahre gekommen ist und mit seiner Frau ins Kino muss, um sich den Film „Fifty shades of grey“ anzusehen, das erfuhren die Jecken von Michael Münch vom CCO Lahnstein. „Einst war ich ihr treuer Ehemann, heut will sie mit mir im Bett Experimente machen. Das ist gar nicht mehr zum Lachen“.

Gesanglich klagte er dann auch noch „Wie soll ein Mensch das ertragen? Dich alle Tage zu sehen, ohne es einmal zu wagen, dir in die Augen zu sehen“.

Weiter ging es im Programm mit der amtierenden Deutschen Meisterin im Gardetanz Kelly Carey (14), Tanzmariechen des Carneval Comité Oberlahnstein e.V. (CCO). Sie wirbelte über die Bühne, zeigte schwierige Tanzpassagen gepaart mit turnerischen Elementen im Einklang mit der Musik und erntete tosenden Beifall des Publikums.

Für märchenhafte Stimmung sorgte das Männerballett „The Crazy Dudes“ vom Kamper Karnevals Club mit ihrem tollen Showtanz „Arabian Night“. Auf einem fliegenden Teppich kam Aladin auf die Bühne. In farbenprächtigen Kostümen zeigten die elf Herren tänzerisch, was sie so drauf haben und ließen Frauenherzen höher schlagen. Direkt im Anschluss ging es orientalisch weiter mit den „Wilden Hühnern FCV“. Was sich alles so im letzten Jahr ereignet hatte, das wurde auf lustige Weise im Wechsel mit musikalischen Parodien vom Nieverner Jung alias Lars Hilgert erzählt. Wusste er doch gekonnt die Politik auf den Arm zu nehmen. Eins kann mir keiner nehmen und das ist die pure Lust am Leben. Toll fand er, dass es jetzt einen „Kassen Drive Inn“ im REWE von Bad Ems gibt. Auch wenn es ernst wird, gibt es einen „der immer lacht, der immer lacht“. So mahnte der „Jung“ auch am Schluss „Nicht Facebook oder Twitter – die Fasenacht hält euch fitter“.

Hoher Besuch kündigte sich an und sorgte für ein wunderschönes farbenfrohes Bühnenbild. „Ach wär ich nur ein einzig Mal, ein schmucker Prinz im Karneval“. Ihre Lieblichkeit Lahno-Rhenania Anna I., Sr. Tollität Prinz Dirk I. von Blitz und Funken mit Fahnfarenzug, Funken Blau-Weiß und dem CCO Elferrat zogen in den Saal ein. „Egal, aus welchem Verein ihr seid, egal welche Hautfarbe ihr habt, wir alle feiern doch die selbe Fasenacht, drum stimmt mit ein für unseren Brauch und tragt es in die Welt hinaus. Stimmt mit ein auf unser Sessionslied „Echte Fründe“.

Mit ihren synchronen und zugleich anmutigen Bewegungen, ihrem Gefühl für Takt und Musik, zeigten die jungen Damen der Lahngarde (SV-Fachbach) ihren Funkentanz. Noch mehr Tanzdarbietungen, gab es von den „Palettis“ (TGO Lahnstein) die es im Karton rappeln ließen, weil die Kinder nachts im Kinderzimmer nicht schlafen können. Die „Hot Chocolate“ machten eine Reise zurück in die Twist und Rock and Roll Zeit. Solomariechen Laura Meisner, ebenfalls von den „Hot Chocolate“ imponierte mit toller Ausstrahlung und Rhythmus im Blut. Mit Humor und Kreativität zeigte sich das zweite Männerballett an diesem Abend in besonderem Licht. Die Lahnochsen in Strumpfhosen, die sich in Zeiten der Sparsamkeit je ein Hosenbein teilten und im Schwarzlicht so richtig zur Geltung kamen. Nicht weniger imposant war die Darbietung der Showtanz-Gruppe „New Generation of Dufty Movie“ (EKG) die mit Wildwest Manie und einem fetzigem Can-Can im Wechsel die Narren begeisterten.

Mitgebracht hatte diese fantastische Truppe, Prinz Willi 2.0 „der Närrische Reporter“ mit seinen „Drei Engel für Willi“, Nadine Willig, Ildiko Koparan und Laura Ivanov.

Für weitere Lachsalven sorgte Natascha Bayer aus Vallendar als „Eine Therme-Animateurin“. Sie klagte lauthals darüber, dass ihr Beruf als Schwimmmeister vom Aussterben bedroht ist und es nur noch Warmduscher gibt und Kinder heute nicht mehr Schwimmen lernen, weil alles auf Wellness steht. Lutz Zaun musste auch sogleich zeigen, ob er noch den „Frosch – Hampelmann – Fisch“ kann. Ja und da war das ständige Leid mit der „Hallebadcap“.

Musikalisch ging es dann auch zu fortgeschrittener Stunde weiter mit dem Schlagerprinz Andreas Berger und Andy, die die Narren von den Plätzen holten.

25 Tänzerinnen aus Oberlahnstein vom CCO-Showtanzballett

waren zum ersten Mal Gast in Nievern und überzeugten mit ihrer tollen Show, den funkelnden Kostümen im Scheinwerferlicht als vorletztes Highlight.

Julia Schmidt aus Nievern brachte mit ihrer Schlagerparty das Stimmungsbarometer auf den Höhepunkt des Abends.

Ein grandioser Abend mit einem Feuerwerk an Höhepunkten zusammengestellt von Lars Hilgert, souverän und mit Perfektion moderiert von Marko Herrmann ging zu Ende. Nievern aber rockte noch bis in den frühen Morgen. Auf jeden Fall zum Kolpingball! Helau!

Super Stimmung in einer rappelvollen Narrhalla

Super Stimmung in einer rappelvollen Narrhalla

Super Stimmung in einer rappelvollen Narrhalla

Super Stimmung in einer rappelvollen Narrhalla

Super Stimmung in einer rappelvollen Narrhalla

Super Stimmung in einer rappelvollen Narrhalla

Der Elferrat begrüßte die Gäste des Kolpingball in Nievern. Fotos: MFU

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