Allgemeine Berichte | 02.05.2016

Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn

Supervision soll ehrenamtliche Flüchtlingslotsen unterstützen

Caritas bietet in Montabaur regelmäßige Treffen für Helfer an

Westerwaldkreis. „Die Solidarität mit Fremden, insbesondere mit Flüchtlingen, und die Begegnung mit anderen Kulturen sind Kernbestandteile der christlichen Identität. Eine große Anzahl von Menschen in unserer Region begleiten Geflüchtete und helfen mit, die ‚Willkommenskultur‘ zu schaffen und zu erhalten“, sagt Dorothea Westermayer, Abteilungsleiterin Beratungsdienste beim Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn, und weist auf die vielen Ehrenamtlichen hin, die sich bereits zu sogenannten Flüchtlingslotsen haben ausbilden lassen.

Für ihr Engagement investieren die ehrenamtlichen Helfer viel Zeit und vor allem Herzblut. Nicht zuletzt deshalb ist es der Caritas auch ein Anliegen, die Lotsen nach erfolgreicher Qualifizierung nicht gänzlich sich selbst zu überlassen, sondern sie auch weiterhin zu unterstützen und ihnen bei ihrer Arbeit zur Seite zu stehen. Aus diesem Grund bietet die Flüchtlingshilfe der Caritas demnächst eine Supervision für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer im Westerwaldkreis an. In den regelmäßigen Treffen wird es die Möglichkeit geben, die erlebte Praxis in der Arbeit mit Geflüchteten zu überschauen, Erfahrungen anderer zu hören und Ideen zum Umgang auch mit belastenden Situationen zu bekommen. „Die Lotsen benötigen Unterstützung in ihrer Arbeit. Es ist wichtig, dass sie zwischen den dringlichen Problemlagen der Geflüchteten auch mal zur Ruhe kommen, um nachdenken zu können“, sagt Rainer Lehmler, Koordinator „Flüchtlingslotsenprojekt“ beim Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn, und weist gleichzeitig darauf hin, dass sich bei dem hohen Pensum der zu leistenden Arbeit in der Flüchtlingshilfe dafür oftmals kaum Platz findet. „Wir wollen dennoch einen Platz schaffen“, betont Lehmler und erklärt: „Menschen die Menschen begleiten brauchen Räume zur gemeinsamen Reflexion des ‚Erreichten‘ und des ‚Nichterreichten‘.“

Dies soll bei den Treffen gelingen, die von der Supervisorin und Diplom-Psycholigin Mary Niegot angeleitet und moderiert werden. Die ersten Termine für die Supervision für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer im Westerwaldkreis sind am 19. Mai, 23. Juni und 7. Juli, jeweils von 18 bis 20 Uhr, im Caritas-Zentrum (Konferenzraum 2), Philipp-Gehling-Straße 4, in Montabaur. Die Teilnahme ist kostenlos. Die kontinuierliche Teilnahme an allen vier geplanten Treffen ist sinnvoll und wird bei Anmeldung vorausgesetzt.

Weitere Infos und Anmeldungen bei Rainer Lehmler, Koordinator „Flüchtlingslotsenprojekt“, unter der Telefonnummer (0 26 02) 16 06 69 oder per E-Mail an rainer.lehmler@cv-ww-rl.de.

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