Allgemeine Berichte | 14.11.2017

Mehr als 100 Delegierte nahmen an der zweitägigen Sitzung teil

Synode des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz

Viele wichtige Themen wurden bei der Tagung angesprochen. Katrin Püschel

Koblenz. Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz hat am Wochenende, den 10. und 11. November, auf der Horchheimer Höhe in Koblenz getagt. Mehr als 100 Delegierte aus den 24 Kirchengemeinden im nördlichen Rheinland-Pfalz sowie kirchliche Mitarbeitende und Gäste nahmen an der zweitägigen Sitzung teil.

Der Superintendent berichtete über:

- Situation der ökumenischen Beziehungen heute.

Superintendent Rolf Stahl erinnerte aus Anlass des 500-jährigen Reformationsgedenkens an das über Jahrhunderte gespannte Verhältnis der evangelischen und katholischen Kirche. „Erst seit einigen Jahrzehnten hat sich das Miteinander spürbar verändert.‘‘

- Halbierung der Vollzeit-Pfarrstellen im Kirchenkreis Koblenz bis 2030

Superintendent Stahl ging außerdem auf die sich abzeichnende Verringerung der Vollzeit-Pfarrstellen im Kirchenkreis ein: „Die Zahl der Pfarrstellen in der Evangelischen Kirche im Rheinland wird weiter zurückgehen. Gibt es zurzeit noch über 1900, sollen es im Jahr 2030 nur noch 1000 sein.‘‘

- Festvortrag

Landeskirchen-Oberarchivrat Dr. Andreas Metzing hat einen Festvortrag gehalten zum Thema „200 Jahre Evangelischer Kirchenkreis Koblenz - Union und Bekenntnis am Mittelrhein vom 19. bis ins 21. Jahrhundert“.

- Friedensarbeit als Schwerpunktthema

Wie kann Frieden im Kleinen und im Großen gelingen? Welche Möglichkeiten sehen die Synodalen konkret für ihren (gemeindlichen) Alltag? Diesen Fragen widmete sich die Kreissynode am Samstagvormittag in Kleingruppen auf Anregung von Kreissynodaljugendpfarrer Gerd Götz (Vallendar) und Pfarrer Markus Risch (Emmelshausen-Pfalzfeld), Vorsitzender des kreiskirchlichen Erwachsenenbildungsausschusses.

- Weltweite Ächtung von Atomwaffen

Lebhaft diskutiert haben die Synodalen eine durch die Evangelische Kirchengemeinde Vierthäler eingebrachte Initiative des Internationalen Versöhnungsbundes zur weltweiten Ächtung von Atomwaffen.

- Die landeskirchliche Verwaltungsstrukturreform und das „Koblenzer Modell“. Es sei „komplizierter als Jamaika-Verhandlungen“, beschreibt ein Synodenteilnehmer den seit 2011 beschrittenen Weg hin zur Genehmigung von zwei Verwaltungseinheiten im Gebiet des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz. Jetzt wurden insgesamt drei Satzungen vorgelegt, die auf einen positiven Ausgang des Verfahrens seitens der Landeskirche hoffen lassen.

- Kirchbausanierungsfond

Des Weiteren wurde beschlossen, einen neuen Kirchbausanierungsfonds einzurichten.

- Wahlen

Zum 1. Synodalältesten wählte die Synode Hans-Dietrich Laubmann (Remagen-Sinzig). Sein Vertreter ist Prof. Dr.-Ing. Joachim Behrens (Koblenz-Karthause).

Diakonin Jutta Schultz von Dratzig wurde zur Synodalbeauftragten für Sekten-, Weltanschauungs-und Konfessionsfragen gewählt (Plaidt).

Viele wichtige Themen wurden bei der Tagung angesprochen. Foto: Katrin Püschel

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