Allgemeine Berichte | 29.08.2023

Wanderung mit Dipl.-Geologe Dr. Stefan Thomas

Tag des Geotops

Wachtberg. Dipl.-Geologe Dr. Stefan Thomas wandert mit Interessierten vom Ließemer Berg durch Niederbachem zum Rodderberg und zurück.

Start ist am Sonntag, 17. September um 10 Uhr am Wanderparkplatz am Schützenhaus in 53343 Wachtberg- Niederbachem, Sebastianushöhe 5“, Ende ca. 15 Uhr; Gesamtstrecke ca. 6,5 km

Am Schießstand der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Niederbachem sind unterdevonische Silt- und Sandsteine aufgeschlossen. Mit einem Alter von rund 410 Mio. Jahren bilden diese Sedimente das „Grundgebirge“ von Wachtberg. Es ist überall vorhanden, aber nur an wenigen Stellen direkt zugänglich und sichtbar. Vom Schießstand aus wird die nordwestliche Talflanke des Niederbachemer Tals erkundet. Welche Gesteine liegen über dem Grundgebirge?

Es geht zur aufgelassenen „Grube Jette“ aus der früher Tertiär-zeitliche (ca. 28 Mio. Jahre) Sande und Quarzite gewonnen wurden. Auf diesen Lockergesteinen liegen vulkanisch gebildete Tuffe, die möglicherweise vom nahegelegenen Dächelsberg-Vulkan stammen. Am oberen Talausgang trifft man auf bunte Kiese, die zur jüngsten Formation auf dieser Talseite zählen. Es handelt sich um die Ablagerungen eines „Ur-Rheins“, der im Pleistozän hier Sande und Kiese der Hauptterrasse abgelagert hat.

Die Wanderung führt zurück ins Tal, vorbei an der Kirche von Niederbachem. Auf einem Abstecher zum Friedhof sehen Sie Grab(Ge)steine wie sie tief in der Erdkruste unter dem hiesigen Grundgebirge vorkommen. Die Route kreuzt den Mehlemer Bach an der Mühlenstraße, wo der Hochwasserpegel abzulesen ist.

Über die Vulkanstraße geht es weiter auf den Rodderberg. An mehreren Stellen, wie „Nordgrube“ und „Windskuppe“ wird der Aufbau dieses sehr jungen, quartärzeitlichen Vulkans (ca. 400.000 Jahre) erläutert. Im Hintergrund begeistert das Panorama des Siebengebirges, eines deutlich älteren (rund 23 Mio. Jahre) und größeren Vulkangebäudes. Zu sehen gibt es am Rodderberg Aschen, Schlacken, vulkanische Bomben und Basalt. Wo aber sind die Gesteine, die auf der nördlichen Talseite beobachtet wurden? Genau hingeschaut und man entdeckt zwischen den vulkanischen Bildungen Sandsteinbrocken des Grundgebirges und Kiese der rheinischen Hauptterrasse.

Anmeldung ab 1. September bei Frau Kamradt im Rathaus der Gemeinde Wachtberg, Rathausstraße 34, Telefon 02 28/95 44-1 53 oder per Mail an melanie.kamradt@wachtberg.de

Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt.

Pressemitteilung

Gemeinde Wachtberg

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