Von Industriegeschichte bis Kunst: ‚Talent Monument‘ lockt Hunderte an
Tag des offenen Denkmals
Bendorf. Am Sonntag fand der jährliche Tag des offenen Denkmals statt, an dem bundesweit mehr als 5.500 historische Orte ihre Türen für das Publikum öffneten. Bendorf war ebenfalls dabei und präsentierte seine denkmalgeschützten Stätten unter dem Motto „Talent Monument“. Die Veranstaltung erfreute sich großer Beliebtheit. Besucher hatten die Gelegenheit, verschiedene Aspekte der Stadt wie Architektur, Industriegeschichte und Kunst aus einer anderen Perspektive zu sehen. Je nach Interessensgebiet konnte man zwischen verschiedenen Sehenswürdigkeiten wählen oder mehrere besuchen. Rund 800 Gäste besuchten das traditionelle Hüttenfest auf der Sayner Hütte, das vom Freundeskreis Sayner Hütte organisiert wurde. Neben Führungen und einem Fachvortrag wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt. Am Abend sorgte ein Konzert der Landesmusikakademie für Unterhaltung. Für Liebhaber der Industriegeschichte war die Concordiahütte in Mülhofen ein interessanter Anlaufpunkt. Hier konnten sie mehr über die Geschichte der Eisenverhüttung erfahren. Die Abtei Sayn und der Römerturm auf dem Pulverberg zogen jeweils etwa 100 Besucher an, die an den Führungen teilnahmen. Auch die Hein’s Mühle und die Kirche St. Medard waren für ihre fachkundigen Führungen bekannt. Besonders interessant war die ehemalige Jacoby’sche Heil- und Pflegeanstalt, die Einblicke in die Behandlung von jüdischen Patienten in der Vergangenheit bot. einige weniger bekannte Orte, wie die Eisenerz-Röstöfen auf der Vierwindenhöhe und der Althans-Hof, waren Geheimtipps des Tages. Zum Schluss dankte die Stadtverwaltung Bendorf den vielen ehrenamtlichen Helfern für ihre Arbeit, die den 30. Tag des offenen Denkmals zu einem Erfolg machten.BA
Engagierte Ansprechpartner der GGH an den Eisenerz-Röstöfen.
Dietrich Schabow sprach über die ehemalige Jacoby’sche Heil- und Pflegeanstalt
Vortrag mit Florian Fichtner in der Krupp’schen Halle der Sayner Hütte. Fotos: Stadt Bendorf am Rhein