Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn
„Take off“ – Schmetterlinge im Flug –
Seltene Flugbilder von Schmetterlingen
Bendorf-Sayn. Der Zürcher Fotograf Phil Dänzer hat mit seiner Kamera seltene Bilder von Schmetterlingen im Flug festgehalten. Sie sind ab dem 1. September im Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn zu sehen.
Schmetterlinge im Flug auf Fotos festzuhalten ist etwas vom Schwierigsten in der bewegten Tierfotografie – zu schnell sind ihre Bewegungen, zu unberechenbar die Flugbahn. Der Zürcher Fotograf Phil Dänzer hat sich während sechs Jahren mit grosser Hingabe an die Aufgabe gemacht, die schönsten Flugbilder festzuhalten. Oft kniete er während vieler Minuten mit seiner 3,5 Kilogramm schweren Kamera vor Schmetterlingen, um im richtigen Moment abzudrücken. In seinem Archiv haben sich inzwischen über 30.000 Bilder angesammelt. Mehrere davon sind nun in der Ausstellung „Take off“ - Schmetterlinge im Flug - zu sehen.
Details aus der Biologie der Schmetterlinge
Die ausgestellten Fotografien zeigen zahlreiche biologisch interessante Situationen. „Der Schmetterling lebt nur ein paar Wochen und in diesen hat er eine einzige Hauptaufgabe, die Fortpflanzung“, sagt der Fotograf. So zeigen denn auch viele Bilder Szenen des Fortpflanzungsrituals – besonders oft den Balzflug, bei dem die Männchen bis eine halbe Stunde lang um die Weibchen herumkreisen. Dank der großen Schärfe der Bilder sind auch Details deutlich erkennbar. So sind etwa Pollenspuren auf dem Rüssel oder die sogenannten Pinselhaare, mit dem die Männchen ihre Sexualduftstoffe verteilen, zu sehen. Weil die schärfsten Bilder oft beim Abflug eines Schmetterlings entstanden, wurde die Ausstellung „Take off“ (englisch für Abheben) getauft.
Freihandfotos ohne technische Hilfsmittel
„Der Schmetterling ist durch seine Metamorphose ein unglaublich faszinierendes Tier – er ist leicht, fragil, verletzlich – ein regelrechtes Wunder“, schwärmt Fotograf Phil Dänzer. Bei seiner Arbeit hat ihn der bekannte französische Insekten- und Schmetterlingsfotograf Ghislain Simard inspiriert. Während Simard raffinierte Lichtschrankenanlagen mit mehreren Blitzgeräten einsetzt, beschränkt sich Dänzer bewusst auf die Kamera. „So kann ich äusserst flexibel auf die jeweilige Situation reagieren“, sagt er. Die meisten Fotos sind Highspeedaufnahmen. Daneben sind auch ein paar Bilder zu sehen, bei denen Dänzer mit Bewegungsunschärfe und mit Mehrfachbelichtungen experimentiert hat.
Pressemitteilung
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