Allgemeine Berichte | 24.02.2026, 15:50 Uhr

Auch Lahnsteiner Jugendkulturzentrum setzt Zeichen bei „One Billion Rising“ in Koblenz

Tanzen gegen Gewalt

Gemeinsam wurde auf die Gewalt an Frauen aufmerksam gemacht und dagegen getanzt.
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Lahnstein. Wenn Menschen trotz eisiger Temperaturen gemeinsam tanzen, dann steckt dahinter eine kraftvolle Botschaft.

Bei der weltweiten Kampagne „One Billion Rising“ schlossen sich am 14. Februar auch Vertreter des Jugendkulturzentrums Lahnstein (JUKZ) an, um in Koblenz ein Signal gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen. Genau eine Woche zuvor hatte im Jugendkulturzentrum ein offener Tanzworkshop stattgefunden, bei dem eine gemeinsame Choreografie einstudiert wurde.

Der Name „One Billion Rising“ bezieht sich auf die Schätzung, dass weltweit etwa eine Milliarde Frauen und Mädchen im Laufe ihres Lebens Opfer von Gewalt werden. Die Bewegung fordert Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und ein Ende der Gewalt gegen Frauen in allen Formen.

Rund 150 Personen versammelten sich in der Koblenzer Altstadt. Dass die Stimmung trotz der Eiseskälte von Anfang an aufgeheizt war, lag nicht zuletzt an der Gruppe Piri Piri Brazil Percussion. Mit ihren mitreißenden Rhythmen begleiteten sie die Aktion unentgeltlich von der ersten Minute an.

Klare Worte fanden auch Nasstaran Houshmand vom JUKZ, die in ihrer Ansprache eindringlich über die notwendige Haltung in der Gesellschaft und den globalen Zusammenhalt gegen Gewalt sprach, sowie Jana Meurer von Music RLP women*, die die oft übersehene Gewalt gegen Frauen in der Musikbranche thematisierte. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Queerbeauftragten der Stadt Koblenz, Patricia Pederzani. Zum Abschluss wurden Statements von Anwesenden zum Thema Gewalt gegen Frauen vorgelesen, was der Demo eine noch persönlichere, eindringlichere Note verlieh.

Die Beteiligung des JUKZ unterstreicht dessen wichtige Rolle als generationsübergreifenden Ort der Begegnung für alle. Hier finden Menschen unterschiedlicher Herkunft und Lebensentwürfe einen geschützten Raum für Kreativität und Austausch. Ein schönes Beispiel für dieses Miteinander war die Unterstützung durch Farahnaz und Shokriye vom Frauencafé, die eigens für die Demo pinkfarbene Armbinden genäht hatten.

Ein solches Event ist nur durch ehrenamtliches Engagement und starke Partnerschaften möglich und das breite Bündnis hinter der Aktion, unter anderem die Gleichstellungsstelle der Stadt Koblenz sowie des Kreises Bad Ems, das Lahnsteiner Jugendkulturzentrum und der Frauennotruf Koblenz e.V., zeigt: Das Thema steht fest auf der Agenda der Region.

Und auch nach der Demo kann noch ein Zeichen der Solidarität gesetzt werden: Noch bis zum 8. März 2026, dem Internationalen Frauentag, läuft der virtuelle Spendenlauf „Sporteln gegen Gewalt“. Interessierte können sich noch bis zum letzten Tag unter www.katjas-laufzeit.de anmelden und durch sportliche Betätigung Gutes tun. Die Teilnahmegebühr kommt vollständig dem Frauenhaus Koblenz zugute. Ob Laufen, Wandern, Walken, Radfahren oder Schwimmen – jede sportliche Aktivität zählt.

Pressemitteilung Stadt Lahnstein

 Noch bis zum 8. März 2026, dem Internationalen Frauentag, läuft der virtuelle Spendenlauf „Sporteln gegen Gewalt“.

Noch bis zum 8. März 2026, dem Internationalen Frauentag, läuft der virtuelle Spendenlauf „Sporteln gegen Gewalt“. Foto: Nasstaran Houshmand / Stadtverwaltung Lahnstein

Gemeinsam wurde auf die Gewalt an Frauen aufmerksam gemacht und dagegen getanzt. Foto: Nasstaran Houshmand / Stadtverwaltung Lahnstein

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