13. „Diamonds Cup“ für Gardetänze in Herschbach
„Tanzen ist träumen auf Beinen“
Farbenfrohe Kostüme, engagierte Tänzer und die realistische Hoffnung auf gute Plätze in den Meisterschaften
Herschbach. Die TSG Weserwald-Mittelrhein 2003 e.V. der Stadt Selters veranstaltete bereits die 13. Auflage des beliebten „Diamond Cups“ in der Hergispach-Halle in Herschbach. Dieses Turnier ist ein Qualifikationsturnier für die Deutschen Meisterschaften und die Landesmeisterschaften im Solo-Garde- und Schautanz in den Kategorien Kinder, Junioren und Senioren. Eine Jury unter dem Vorsitz der Obfrau der Rheinischen Karnevals-Koperationen (RKK) bewertete die Leistungen in den einzelnen Klassen. Insgesamt waren etwa 90 Tänze zu bewerten. Hans Meyer, der RKK-Präsident höchstpersönlich besuchte das Event für mehrere Stunden, das sagt alles über den Stellenwert des „Diamond-Cup“.
Die Tänzer kamen aus annähernd 40 Vereinen – aus Hessen, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen und dem Rheinland. Gastgeber war die TSG Westerwald-Mittelrhein, die organisatorisch und logistisch eine Glanzleistung vollbracht hatte, um das pralle Programm im geplanten Rahmen zu bewältigen. Das konnte auch nur klappen, weil viele fleißige Helfer um die engagierte Vorsitzende der TSG, Karina Dominguez Caraballo-Piroth, sich für den Erfolg der gemeinsamen Sache einbrachten. Das Motto des Turniers lautete: „Tanzen ist träumen auf Beinen.“
In der sehr gut besuchten Halle wurden die einzelnen Auftritte in den jeweiligen Klassen frenetisch bejubelt, schließlich waren ja die meisten Vereine mit 10 bis 20 Teilnehmern angereist. Sicherlich sollten mit dem Beifall auch die Juroren beeindruckt werden. Für alle Altersklassen waren die zu tanzenden Disziplinen gleich: Tanzgarde gemischt, Tanzgarde weiblich, Solotanz und Schautanz weiblich. Bei den Junioren und Senioren wurde zusätzlich die Disziplin Tanzpaar vorgeführt.
Auf der Bühne wurden teils sehr akrobatische Vorführungen gezeigt, gespickt mit vielen Schwierigkeiten. Lauten Beifall erzeugten die Hebefiguren und die Pyramiden bei den Schautänzen. Bewundernswert sind immer die Solo-Mariechen, die ganz alleine auf der großen Bühne stehen, dabei manchmal anfangs etwas verloren wirken und dann so eine tolle Show hinlegen. Einen gesunden Ehrgeiz legten alle Akteure an den Tag, schließlich strebte man nach Höherem, um eventuell an einer Meisterschaft teilnehmen zu können. Gerade bei den Solo-Tänzerinnen kullerten nach manchem Auftritt reichlich Tränen, wenn sich vor lauter Aufregung sichtbare Fehler beim Tanz eingeschlichen hatten und die Wertung entsprechend niedrig ausfiel.
Immer wieder faszinierend sind bei solchen Anlässen die Kostüme der Akteure. Den Zuschauern bieten sie ein farbenprächtiges Spektakel in ihren bunten Uniformen. Gute Kondition und Ausdauer waren ebenfalls gefragt, denn die Show begann bereits morgens um 9 Uhr und endete erst am frühen Abend gegen 19 Uhr mit der Siegerehrung. Zum Glück hatten die Veranstalter an das leibliche Wohl der Teilnehmer gedacht, denn es war ein sehr langer Tag, da taten Würstchen, belegte Brötchen und kühle Getränke doch recht gut.
Sogar vor der Hergispach-Halle konnten verschiedene Garden beobachtet werden, die ihr Programm auf dem Parkplatz noch einmal probten.
Das Ziel, und der Höhepunkt, ist für die Tänzer die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften für Kinder und Junioren, sowie für Seniorenam 3. und 4. November in der CGM Arena in Koblenz auf dem Oberwerth. Bei den gezeigten Spitzenleistungen beim diesjährigen „Diamonds Cup“ kann man durchaus die Hoffnung haben, dass sich einige der Teilnehmer dort auf den vorderen Plätzen platzieren können.
Eines der tollen Solo-Mariechen beim Spagat.
Der Gardetanz der KG Hadamar. Foto: Privat
Der Gardetanz des KV Scheuerfeld. Foto: Privat
