Allgemeine Berichte | 25.10.2019

SV Rheinbreitbach - Tanzsportabteilung

Tanzen macht glücklich

Feier zum zehnjährigen Bestehen

Die Tanzsportabteilung im Haus am See am Dreifelder Weiher. Foto: privat

Rheinbreitbach. Auf eine eher unspektakuläre Weise feierte jüngst die Tanzsportabteilung des SV Rheinbreitbach ihr zehnjähriges Bestehen. Thea Hoss, die Vorsitzende der kleinen Truppe, hatte die rund 30 Mitglieder zu einem Tanzsportwochenende in ein Sporthotel nach Altenkirchen gebeten.

Neben Tanzsportunterricht im Salsa standen gemeinsame Unternehmungen wie eine Wanderung um den Dreifelder Weiher, die Einkehr im dortigen „Haus am See“ und der Besuch des ehemaligen Franziskaner-Klosters Marienthal auf dem Programm. Für die „Jubelfeier“ blieb an den Abenden immer noch Zeit.

Ob Tango, Rumba, Wiener Walzer oder gar Salsa: Das DTV-zertifizierte Tanzlehrer-Ehepaar, das die kleine Truppe seit der Gründung trainiert, beweist geradezu eine Engelsgeduld bei den wöchentlichen Proben im großen Saal der Rheinbreitbacher Hans-Dahmen-Halle. Nicht jeder, der hier mitmacht, ist von Anfang an in der Lage, die gezeigten Schrittkombinationen innerhalb kurzer Zeit perfekt nachzutanzen.

Zum „Aufwärmen“ gibt es häufig Line Dance, eine Art Formationstanz, bei dem im Normalfall nicht paarweise getanzt wird und der sich dennoch allgemeiner Beliebtheit erfreut.

„Tanzen bewegt“ – und das nicht nur, weil dies eine Sportart ist, die – ganz im Sinne eines Ganzkörpertrainings – eine Vielzahl von Muskeln beansprucht. Es ist zudem erwiesen, dass dieser Sport hilft, Stress abzubauen. Er fördert die geistige Fitness, überdies ist er eine vorzügliche Form des Gedächtnistrainings und stärkt die Konzentrationsfähigkeit. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Tanzen durchaus demenzvorbeugend ist. Zudem: Tanzen ist eine Form von Freizeitbeschäftigung, an der Ehepaare (oder Paare allgemein) gemeinsam ihrem Hobby frönen können.

Dazu Thea Hoss, Vorsitzende der kleinen Truppe: „Das reguläre Programm unserer Tanzgruppe umfasst alle Standard- und Lateinamerikanischen Tänze“. Zusätzlich gibt es Sonderkurse für Zumba und Salsa. Trainingswochenenden (z.B. an der Ahr oder im Westerwald) gaben und geben immer wieder Gelegenheit – auch mit Hilfe externer Trainer – das Erlernte zu festigen und zu vertiefen.

Tanzen verbindet – nicht nur das tanzende Paar, sondern auch die Gemeinschaft dieser aktiven Sportgruppe. Das jährliche Sommerfest am Rhein und weitere Aktivitäten wie das gemeinsame Wandern haben die Gruppe zu einer Gemeinschaft werden lassen.

Am alle zwei Jahre veranstalteten „Tag der Offenen Tür“ in der Rheinbreitbacher Hans-Dahmen-Halle zeigen die Mitglieder der Gruppe nicht nur ihr Können; sie bieten den Gästen auch die Möglichkeit, unter versierter Anleitung die ersten Schritte eines Tanzes zu erlernen. Manches Paar hat schon bei einer solchen Gelegenheit den Entschluss gefasst: „Das macht Spaß, da machen wir doch gerne mit!“

Wer jetzt die verständliche Frage nach den Kosten stellt, kann beruhigt sein, der Monatsbeitrag im Sportverein von Rheinbreitbach beträgt 10 Euro pro Person. Im Gegensatz zu anderen Vereinen fallen Zusatzkosten für die Abteilung „Tanzsport“ hier nicht an. Ein Geschenk der besonderen Art machte die Tanzsportgruppe jüngst aus Anlass der Magdalenenkirmes dem Bürgerverein sowie der Junggesellen-Bruderschaft des Ortes: Sie sponserte eine Trainerstunde für Salsa, zu der alle Anwesenden im Festzelt auf dem Rheinbreitbacher Renesse-Platz eingeladen waren. Unter der versierten, lockeren Anleitung des Trainerpaares Stefan und Sofie erlernten insbesondere junge Leute die Grundschritte dieses lebhaften, temperamentvollen Tanzes aus Südamerika.

Wer die begeistert Tanzenden aufmerksam beobachtete konnte schnell feststellen: „Tanzen macht offenbar tatsächlich glücklich!“

Die Tanzsportabteilung im Haus am See am Dreifelder Weiher. Foto: privat

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