Karnevalistischer Biwak in Hausen

Tanzsportlicher Jahresauftakt zieht Vereine aus der ganzen Region nach Hausen

Auch die zweite Veranstaltung nach der „Neuauflage“ war großer Erfolg

20.01.2020 - 11:37

Hausen. Die Stimmung im eigentlich immer bei Veranstaltungen der Hausener Karnevalisten viel zu kleinem Bürgerhaus war abermals grandios und ausgelassen. Interessierte Zuschauer, Vereine, Abordnungen und Tanzgruppen aus der ganzen Region fanden den Weg ins restlos gefüllte „Wohnzimmer“ des größten Stadtteil von Mayen. Die im letzten Jahr nach 19 Jahren von den Mayener Stadtsoldaten übernommene und zuvor über viele Jahre durch den langjährigen Kommandanten Johannes Kohlbecher erfolgreich in der Halle129 abgehaltene Biwak-Veranstaltung hat sich somit schon im zweiten Jahr der Wiederaufnahme, nach einem Jahr Pause im Jahr 2018, zurück auf die Position als traditioneller tanzsportlicher Jahresauftakt gesetzt.

Dank des leidenschaftlichen und letztlich gelungenen Engagements der Mitglieder des 81. Husaren-Regiment Blau Weiß und des Hausener Carneval-Vereins war diese mit viel Aufwand und Liebe bei freiem Eintritt im Bürgerhaus von Mayen-Hausen ausgerichtete karnevalistische Netzwerkveranstaltung in Augen aller Besucher ein großer Erfolg. So durfte der eigentlich noch junge Traditionsverein um die in Verantwortung stehende Ex-Prinzenfamilie Sven, Heike und Hans Weber so wie Ex-Prinz Erich Nöthen neben den zahlreichen Abordnungen aus Mayen und den Stadtteilen, zahlreiche Vertreter und Aktive aus Naunheim, Wehr, Welling, Trimbs Bell, St. Johann, Mendig, Münstermaifeld, Polch oder Reudelsterz im Saal als Gäste begrüßen, welche gerne die Einladung annahmen und so für eine proppenvolle Narrhalla sorgten.


Abwechslungsreiches Programm auf der Bühne


Den Auftakt machten pünktlich um 20.11 Uhr die gut vorbereiteten vereinseigenen Gruppierungen des Gastgebers, wie zum Beispiel die III. Kadettenkompanie mit dem derzeit wegen des in Bau befindlichen Gerätehaus in Hausen aktuellem Thema „Feuerwehr“ und der stolzen und immer größer werdenden Regimentsgarde der Hausener Husaren. Dass gleich zwei zahlenmäßig ziemlich große Gruppierungen des Heimatvereins den Auftakt machen können, ist für Hans Weber „in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr“, wie er gegenüber BLICK aktuell stolz erklärte: „Wir sind sehr stolz darauf, das wir seit 35 Jahren eine so konsequente Nachwuchsförderung hier in Hausen leisten können und auch noch heute eine große Ernte einfahren können. Wir haben aktuell alleine 40 aktive Kinder und Jugendliche. Eine beachtliche Zahl, die Ihren Ursprung übrigens in unserem ehemaligen, langjährigen Präsidenten Harry Garn hat, welcher in diesem Jahr an Schwerdonnerstag 100 Jahre alt geworden wäre!“

Anschließend begrüßte der souveräne Conférencier des Abends Erich Nöthen in Vertretung des an dem Abend verhinderten Sitzungspräsidenten Sven Weber, im ersten der drei Programmblöcke auch noch das bekannte Funkenmariechen Jennifer Spitzley mit ihrer Möhnengarde aus Welling so wie die charmante Thürer Prinzessin Dorothee I. mit ihrem weiblichen Gefolge.

Zwischen den jeweiligen Bühnenblöcken aber auch vor und nach dem Programm legte der regionalbekannte DJ des Basalt25, DJ AHRO populäre Mallorca-, Party- und Karnevalsmusik auf, bei welcher im Saal kräftig mitgetanzt und mitgesungen wurde.

Nach der ersten rund 20 minütigen Pause betrat dann kurz nach 21 Uhr die regierende Mayener Karnevalsprinzessin Tina I. mit ihrem ziemlich großen Gefolge, bestehend aus Mitgliedern des Vorstands der Alten Großen Mayener Karnevalsgesellschaft und Abordnungen der Prinzengarde Mayen, den Blauen Funken Mayen, der Jungen Alte Große, des HCV, den städtischen Möhnenvereine sowie dem Fanfarenzug Grün-Weiß die Bühne. Selbstverständlich sang auch die beliebte Prinzessin der Eifelstadt Ihr aktuelles Sessionslied, eine auf Ihre Heimatstadt Mayen abgewandelte Version des populären Kölschen „Räuber“-Hits „Für die Iwigkeit“.


Meenster-Mariechen glänzt bei Aufritt


Tänzerisch folgte auf die jecke Tollität von Mayen, welche fortan den Abend im Publikum verfolgte, die optisch sehr ansprechende und darstellerisch ansehnliche Showtanzgruppe aus Sankt Johann. Diese wählten passend zu den schönen Kostümen das Thema „Golden Gladiator“.

Anschließend sollte eigentlich das Programm durch das im letzten Jahr so überragende und immer charmante RKK-Mariechen Barbara Noll geadelt werden. Aufgrund einer kurzfristigen Verletzung wurde diese jedoch durch die ebenfalls tänzerisch sehr talentierte jüngere Schwester Franziska, den neuen Stolz der Meenster Karnevalisten, vertreten. Die hübsche Vollblutkarnevalistin legte wie die Schwester im letzten Jahr einen akrobatisch hochanspruchsvollen Solotanz auf das Parkett und begeisterte das aufmerksame Publikum damit total.

Bevor die Prinzengarde aus Wehr mit Ihrer Gardetanzgruppe den zweiten Block beendete, entführte die tänzerisch gute Showtanzgruppe der Prinzengarde der Stadt Polch in einem gestalterisch aufwendigen Programm und schönen Kostümen die Zuschauer ins fiktive Las Vegas der 1920er Jahre.


Eine Reise nach Disneyland


Den Auftakt zum letzten Programmblock des Abends startete die Trimbser Jazztanzgruppe mit dem Thema „Nettestand unterm Sternenhimmel“. Diesem schönen Auftritt schloss sich das Solo des gewohnt souveränen Funkenmariechens der Kürrenberger „Möhren“ Kathrin Gab an. Die Showtanzgruppe der Husaren des Hausener Carneval-Vereins komplettierte die geschlossene Mannschaftsleistung des großen und stolzen Heimatvereins. Die zwölf Mädels und zwei Jungs begeisterten die weit über 400 Zuschauer im Eventsaal mit einem überzeugenden und witzigen Tanz und entführten das Publikum auf einen fröhlichen und bunten Jahrmarkt. Natürlich ließ es sich Susanne Neugebauer nicht nehmen, als Dank auf der Bühne das eifrig fleißige Trainer- und Betreuerteam mit Blumen und Geschenken zu Ehren.

Zum tänzerischen Finale reisten dann alle mit der überregional bekannten Showtanzgruppe des Naunheimer Carneval-Vereins ins Disneyland Ressort Paris. In dem mit aufwendigen Kostümen dargestellten musicalartigen Auftritt mit bekannten Disney-Liedern, unter anderem aus Aladin oder die Eiskönigin, zeigten die von einem einzigen jungen unterstützten Mädels vom Maifeld mit viel Liebe zum Detail und in vielfältigen Szenen Highlights aus der Filmgeschichte von Disney. Selbst eine wahrhaftige Micky Mouse konnte man auf der Bühne bestaunen.

Nach einer kurzen Pause begeisterten zum Finale gegen 23:30 Uhr die sechs Jungs der „Hausener Rebellen“ im 21. Jahr das Publikum mit Ihrer „ewigen Karaokeparty“. Entstanden ist der musikalische Zusammenschluss der sechs Freunde bei einem Karaoke-Abend in einem gemeinsamen Urlaub.

Das Line-Up des Abends zu bekommen, weiß der Vorsitzende Weber wie folgt zu erklären: „Wir schreiben die hiesigen Vereine meist so im Oktober an und bieten ihnen an, sich hier präsentieren zu können. Die Resonanz ist dabei sensationell. Aber nein, noch haben wir nicht den Luxus, wegen Programmüberfüllung Vereine abzulehnen, aber ich denke, irgendwann wird es soweit kommen, wenn sich noch mehr Vereine anmelden. Weil leider gibt es in der heutigen Zeit immer weniger Veranstaltungen, wo sich so tolle Tanzgruppen präsentieren können. Wir sind daher sehr glücklich, dass wir den Aktiven mit so einem Event, eine solche Plattform bieten können.

Nach diesem fantastischen Sessionsauftakt in Hausen folgen aber noch viele Highlights wie Hans Weber weiß: „Unsere zweite Kinderparty steigt am 2. Februar. Wie gesagt, liegt uns die Jugendförderung sehr am Herzen. Am 8. folgt dann unsere große Kappensitzung, bevor am 16.2. dann die fünfte Hausener Mädchenparty hier im Bürgerhaus steigt. Da haben wir richtig Bock drauf, mit den Mädels zu feiern. Mit der ehemaligen Miss Germany ‚Isi Glück‘ und dem ehemaligen ‚Natural‘ Sänger Marc Terenzi haben wir auch in diesem Jahr wieder tolle Stars eingekauft!“

Unter dem Strich darf man feststellen, das die Hausener Karnevalisten diese Veranstaltung mit neuen Glanz erfolgreich in den städtischen Veranstaltungskalender platziert haben.

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K. Schmidt:
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K. Schmidt:
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Wilhelm Wundertsich:
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K. Schmidt:
Urlaub am Meer, Ausflüge in die Eifel, diverse Mittelgebirgsstandorte, ja selbst in Bayern trifft man als Tourist auf Windkraftanlagen. Aber in Ahrweiler wird der Tourismus zusammenbrechen, wenn der Strom zur Beleuchtung des Rotweines nicht einfach nur aus der Steckdose kommt, sondern auch sichtbar...
Sabine Weber-Graeff:
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